Eine Liebeserklärung...

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Eine Liebeserklärung...

Beitragvon Maya Mitsume » 17. Jan 2011, 16:48

Verfasst von Ulli Stock am: 11 Sep 2010 22:21
(aus dem alten Forum wooge4ever.foren-city / Topic: Inselpolitik)

Eine Liebeserklärung, die auch von mir sein könnte:

Frisisch Herb
-aus Welt v. 11.09.2010-

Strand Dünen und viele Stammgäste:
Auf der autofreien Nordseeinsel Wangerooge ist ein Urlaub überschaubar. Es ändert sich wenig - nur die Gezeiten.

Wenn es stimmt, dass der erste Eindruck entscheident ist, dann hat die Nordseeinsel Wangerooge Glück gehabt. Denn hier beginnt die Erholung bereits bei der Anreise. Erst geht es mit der Fähre durch das UNESCO-Weltnaturerbe Wattenmeer, vorbei an den Sandbänkem mit Seehunden, zwei Dutzend bestimmt.

Dann zuckelt die Inselbahn in 15 Minuten einmal quer durch die Ruhe des Nationalparks, außendeichs, ein einmaliges Naturschauspiel, besonders im Herbst, wenn Tausende von Zugvögeln in den Salzwiesen Station machen.

Nur in den Kurven übertönt das Quietschen und Rumpeln des Zuges den durchdringenden Ruf des Austernfischer - er ist das Symbol der Inselgemeinde. "Bei der Ankunft am Bahnhof sind die meisten Gäste einigermaßen entspannt", sagt Bodo Hundorff-Tammen. Der Chef des Gepäckdienstes wartet neben seinen margentafarbenen E-Karren auf Kundschaft. "Die Leute müssen erst lernen, dass sie hier ihr Auto und ihre Lichthupe nicht mehr haben," sagt Hundorff-Tammen. Eine Umstellung die ein bis zwei Tage dauert, meint der 60-Jährige.

Vom Bahnhof zieht die Karawane der Urlaubsgäste zu Fuß am Alten Leuchturm vorbei die Zedeliusstr. hinauf. Hier gibt es Brötchen und Wurst, hier quengeln Kinder vor ausgestopften Seehunden oder Plastikeimerchen, hier hocken Gäste wie Insulaner auf der Terrasse von "Cafe Treibsand" - "Wooge" - "Düne 17" oder "Pirat" und beäugen die Neuankömmlinge. Die Zedeliusstr. endet nach rund 6oo m beim "Cafe Pudding", einem Traditionsbetrieb, kreisrund und vollverglast und vermutlich dem einzigen, den kein Wangerooger - Urlauber vergisst. manche halten das "Cafe Pudding" auch für das Wahrzeichen der Insel.

Wer den markanten Bau umrundet, steht auf der Strandpromenade und hat freien Blick auf die Nordsee. Fragt man Bürgermeister Holger Kohls, der sein Büro etwas weiter lks. in der Kurverwaltung hat, was Wangerooge von anderen ostfr. Inseln unterscheidet, wirkt er zunächst ein wenig nachdenklich, und sagt dann:

"Die kurzen Wege, vor allem zum Strand." Das ist auch der Grund, warum die Insel tratditionell als "Familieninsel" gilt. Eltern wissen Strandnähe besonders zu schätzen, da sie meistens viel zu schleppen haben- von der Strandmuschel bis zur Schippe. 50% der Urlauber sind Stammgäste, haben selbst "ihren Strandkorb" seit Jahren vorreserviert.

Natürlich, sagt Kohls, hat Wangeooge eine besondere Geschichte. Die Insel wird zwar umstandslos zu den ostfr. Inseln gezählt, gehört aber politisch zum Oldenburger Land. Historisch gesehen war Wangerooge holländisch, französisch und gleich zweimal russisch, aber nie ostfriesisch. Und so wir gerade bei den beliebten Irrtürmern sind:

Nicht Baltrum, sondern Wangerogoe ist die kleinste der ostfr. Inseln, jedenfalls dann, wenn man wie Bürgermeister Kohls ein paar Flächen am Wangerooger Nordufer nicht mitrechnet, die zu den Bundeswasserstraßen gehören. Ganze 4,97 qkm. bleiben dann noch übrig, rechnet er vor.

Wangerooge ist zugleich die östlichste der sieben bewohnten Inseln, was zur Folge hat, dass es gleich 2 Besonderheiten gibt. Denn auf keiner anderen Insel ist man dichter an den großen Schifffahrtswegen. Unentwegt zieht irgend ein Kreuzfahrtschiff, Containerschiff, Öltanker oder Autotransporter am Horizont entlang, auf dem Weg von oder nach Hamburg, Bremen, Wilhelmshaven oider Harlesiel. Schiffe gucken gehört neben dem Strandburgenbau und der Befestigung des eigenen Strandkorbes zu den beliebtesten Freizeitaktivitäten.

Und wo viele Schiffe sind, sind auch viele Türme. In den meist blauen Himmel ragen der kantige Westturm, der Neue Leuchtturm und der Alte Leuchtturm - 113 Jahre lang hat er den Schiffen den Weg gewiesen, bis 1969. Heute dient er als Standesamt. Durchschnittlich 4oo Paare gehen pro Jahr 150 Stufen hoch bis zur alten Wachstube des Leuchtturmwärters, um sich vor dem Gemälde eines Dreimasters in schwerer See das Jawort zu geben. Wenn gerade keine Hochzeit ist, kann man einen Blick in das Inselmuseum werfen oder sich von der Aussichtsplattform in Wangerooger Gärten oder auch in die Ferne gucken.

Der Alte Leuchtturm ist das älteste noch erhaltene Bauwerk der Insel. Am 25.04.1945 luden 480 alliierte Bomber in nur 15 Min. 6ooo Bomben über Wangeooge ab und hinterließen einen Trümmerhaufen. "Es gibt wenig historisches hier zu sehen", sagt Bürgermeister Kohls. Das Interesse der Besucher richtet sich also vornehmlich auf die Natur und den Strand.

Wangerooge hat mehr Strandkörbe (1350) als Einwohner (1314). Alle Körbe sind weiß und nicht wie auf vielen anderen Inseln, durch ein Gitter verschlossen. Strandwärter Maik Spyrou muß deshalb morgens oft erstmal die Körbe geraderücken, wenn nachts wieder Party war. Besonders beliebt sind die Körbe an der Wasserlinie, vor allem in der Hochsaison, sagt Syrou. Jetzt gibt es gute Chancen für ein Plätzchen, erst am 31.10. kommen die Körbe ins Winterquartier.

Ebenfalls direkt an der Wasserkante arbeitet Josef Colp. Der Pfälzer ist Rettungsschwimmer. Regungslos steht er da, nur seine Augen wandern hin und her. Colp passt auf, ob Urlauber, die in die Wellen der auflaufenden Brtandung eintauchen, auch wieder auftauchen. Sicherheit ist hier besonders wichtig.

Am Ende hat man sich dnn doch schnell an diese kleine, unspektakuläre Insel gewöhnt. Wenn es dann wieder zurückgeht, zum Festland, sieht man bekannte Gesichter, oben auf dem Deck der Fähre, der Sonne zugewandt, die Augen geschlossen und die Urlauber wirken entspannt.
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Re: Eine Liebeserklärung...

Beitragvon Salzufler » 21. Jan 2011, 23:47

Sitzung der Insel-Grünen
-aus NWZ. v. 21.01.11-

Wangerooge:
Die Grünen Wangerooger treffen sich am Sonnabend , den 29.01.11 um 16.oo Uhr im Creativ-Cafe in der Robbenstr.

In der Versammlung wollen die Parteimitglieder über:

Die mögliche Zusammenlegung der Grundschule und der Inselschule diskutieren.

Zudem geht es um die Vorbereitungen der Grünen auf die Kommunalwahl am 11.09.11 auf der Insel.
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