Inselpolitik

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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 2. Apr 2014, 08:40

02.04.2014


Kundenservice
Gemeinde fordert von Bank weiter Präsenz


Verärgerung über LzO-Schreiben – Kritik an Personalabzug

von Tim Gelewski

-aus NWZ-
Wangerooge - Die Gemeinde Wangerooge fordert von der Landessparkasse zu Oldenburg, weiterhin mit Mitarbeitern auf der Insel präsent zu bleiben. Dies wurde in einem Schreiben an die LzO auch deutlich formuliert. Nun liegt die Antwort der Bank vor – allerdings nicht mit dem erhofften Ergebnis.

Wie berichtet, hatte die LzO im Februar bekannt gegeben, dass die Filiale auf Wangerooge zum reinen Selbstbedienungsstandort umgerüstet werden soll. Bankmitarbeiter wird es vor Ort künftig nicht mehr geben, stattdessen nur noch Automaten und Selbstbedienungs-Terminals. Auf der Insel haben diese Pläne für Unmut gesorgt – die Bürger fürchten um die Qualität des Kundenservices mangelns geeigneter Ansprechpartner in der LzO-Filiale.

„Wir fordern eine Präsenz von Bank-Mitarbeitern in der Filiale an mindestens zwei Tagen pro Woche auf der Insel“, sagt Bürgermeister Holger Kohls. „So ist es auch weiter der Wunsch des Rates.“

Verärgert ist der Bürgermeister über die Antwort der LzO auf das Schreiben der Gemeinde. Sinngemäß werde darin erklärt, dass sich für die Kunden durch die Umwandlung zum Selbstbedienungsstandort kaum etwas verändern würde. Zudem würden viele Menschen ihren Bankverkehr ohnehin vermehrt über das Internet abwickeln.

Außerdem heißt es in dem Schreiben, dass das Service-Center der Sparkasse am Festland in Hohenkirchen oder die Zentrale per Telefon von 8 bis 20 Uhr erreichbar seien. „Was soll ich mit solch einer Antwort“, ärgert sich Kohls.

Die LzO hatte als Grund für die Umstrukturierung der Wangerooger Filiale unter anderem den demografischen Wandel angeführt. Veränderungen in der Filialstruktur seien keine Mitarbeiter- oder Kosteneinsparprogramme, erklärte ein Sprecher (die NWZ  berichtete).
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 2. Apr 2014, 08:44

Jeversches Wochenblatt 02.04.2014,

Einheimische sollen bezahlbare Wohnungen finden können

POLITIK Rat Wangerooge stimmt für Resolution – Inseln fordern Handhabe durch präzisere Gesetze

WANGEROOGE/NC –
Das Problem trifft alle sieben Ostfriesische Inseln gleichermaßen:
Sie wollen auf der einen Seite weitere Zweitwohnungen verhindern, die von den Eigentümern ausschließlich selbst genutzt werden und ganze Straßenzüge zu „Rollläden“- Siedlungen machen, weil sie über weite Strecken des Jahres leer stehen. Auf der anderen Seite wollen sie, dass die Einheimischen bezahlbare Wohnungen finden können. Beides ist gleichermaßen schwierig umzusetzen, weil das Baurecht zu unpräzise gefasst ist. Mit einer gemeinsam erarbeiteten und von der Stadt Borkum verfasstenResolution an Bund und Land wollen die Inselgemeinden eine Änderung herbeiführen.

Der Wangerooger Rat hat sie in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet. „Ziel ist es, sowohl eine geordnete städtebaulich sowie eine touristische Entwicklung sicherzustellen“, sagt Bürgermeister Holger Kohls. Wenn nun etwa Insulaner Immobilienbesitz an Investoren veräußern, die Appartementsanlagen erstellen und häppchenweise verkaufen wollen, können sie eine Genehmigungspflicht nach Paragraf 22 Baugesetzbuch (BGB) über die Bildung eines sogenannten Bruchteilseigentums umgehen. Deshalb fordern die Inselkommunen, den Begriff mitaufzunehmen. Zudem halten die Verantwortlichen auf den Inseln die Baunutzungsverordnung (BauNVO) für zu unpräzise.

Der Gesetzgeber habe bislang nur unzureichend auf die Verdrängung der ortsansässigen Bevölkerung durch die Umwandlung von Dauerwohnraum zu Ferienwohnungen beziehungsweise Beherbergungsbetrieben reagiert, heißt es ergänzend zur Resolution. Vor allem differenziere die BauNVO bei der Definition des Begriffs Wohnen nicht nach Erst- und Zweitwohnung. Das führe letztlich dazu, dass eine Dauerwohnung entgegen dem Planungswillen als Zweitwohnung genutzt werden könne und dem Wohnungsmarkt für Einheimische entzogen werde. „Bislang haben wir keine Handhabe, das zu verhindern“, so Bürgermeister Kohls. Das müsse sich ändern.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 3. Apr 2014, 16:41

Wangerooge, den 03.04.2014

Presseinfo 05/14 Die Grünen Wangerooger

Die Grünen Wangerooger üben heftige Kritik an den gestern im Bauausschuss vorgestellten voraussichtlichen Kompensationsleistungen für den geplanten Golfplatz auf der Graslandebahn des Flugplatzes Wangerooge.

„Wir stehen zum geplanten Standort des Golfplatzes auf der Graslandebahn des Flugplatzes. Eine Kompensation muss aber auch rechtlich haltbar und sinnvoll sein und darf nicht nur aus Kosten- und Zeitgründen sinnvoll für denjenigen sein, der die Kompensationsmaßnahme durchzuführen hat.

Zunächst einmal hatte die Verwaltung die notwendigen Unterlagen, trotz Bitte des grünen Ratsherren Peter Kuchenbuch-Hanken, diese bis Montag Mittag allen Ratsmitgliedern zur Verfügung zu stellen, erneut erst einen Tag vor der Sitzung zugesandt, so dass ein Nachhaken bei den beteiligten Behörden und Organisationen kaum möglich war. Auf der Ratssitzung am Donnerstag letzter Woche wurde bestätigt, dass alle Unterlagen vorlagen, warum diese den Ratsherren erst so spät zur Verfügung gestellt werden kann sich jeder denken...

Aus dem letzten vom Golfclub selbst bezahlten Gutachten zum geplanten Golfplatz geht eindeutig hervor, dass die notwendigen vorzuziehenden Kompensationsmaßnahmen den Bruterfolg von Kiebitz und Uferschnepfe im Ostinnengroden nachhaltig verbessern soll. Die Nationalparkverwaltung verweist in ihren Abwägungsvorschlägen: „Vorgezogen bedeutet, dass vor Beginn der Baumaßnahme zum Golfplatz die Situation von Kiebitz und Uferschnepfe im Ostinnengroden bereits nachweislich verbessert sein muss.“

Die am Donnerstag von der Verwaltung vorgeschlagene und unter Vorbehalt zugestimmte Kompensation:

Beseitigung von Schwarzkiefern im Westinnengroden kann aus Sicht der Grünen Wangerooger alleine schon wegen der Distanz zwischen diesen beiden Standorten nicht zu einer Verbesserung des Bruterfolges von Uferschnepfe und Kiebitz im Ostinnengroden führen. Zwar wird im Zuge des Deichbaus eine Wiedervernässung im Ostinnengroden durchgeführt, von der man sich diese positive Entwicklung bei den Bruterfolgen im Ostinnengroden verspricht, ein Monitoring, ob dieser Erfolg auch eintreten werde, bleibt durch die geplante Kompensation der Beseitigung der Schwarzkiefern im Westinnengroden jedoch aus. „Damit wird der Grundgedanke des Gutachtens, eine Verbesserung der Wiesenbrüter im Ostinnengroden zu erreichen, quasi ausgehebelt“, so Ratsherr Peter Kuchenbuch-Hanken.

Sinnvoller wäre aus Sicht der Grünen Wangerooger, die Kronen der Bäume entlang der Straße zum Osten im Ostinnengroden zu kappen, da Wiesenbrüter die Nähe so hoher Bäume meiden. Zudem droht nach Auskunft von Fachleuten durch die Höhe dieser Bäume eine mögliche Ansiedlung eines Mäusebussards womit ein weiterer Prädator den Bruterfolg gefährden würde.

Obendrein müsse aus Sicht der Grünen Wangerooger am Monitoring unbedingt festgehalten werden.

Ungemach droht dem geplanten Golfplatz zudem von der Deutschen Flugsicherungs GmbH (DFS). In deren Abwägungsvorschlägen zur 12. Änderung des Flächennutzungsplan heißt es: „Wenn die Nutzung des betroffenen Geländes außerhalb der Betriebszeiten des Flugplatzes Wangerooge stattfindet, bestehen aus Hindernissicht keine Bedenken. Es ist vor Betriebsaufnahme durch die Flugleitung sicherzustellen, dass auf der Flugbetriebsfläche keine Golfbälle oder andere Gegenstände liegen. Etwaige Hindernisse (Zäune, Hütten o.ä.) sind der zuständigen Luftfahrtbehörde vorzulegen. Hier scheint es noch Klärungsbedarf zu geben.




Mit grünen Inselgrüßen
Peter Kuchenbuch-Hanken
Die Grünen Wangerooger
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 4. Apr 2014, 10:12

Bauausschuss
Ausgleich: Schwarzkiefern sollen weichen


Flächennutzungsplan für Golfplatz beschlossen – Kritik der Grünen

von Rahel Arnold

-aus NWZ-

Wangerooge - Mit drei Ja- zu einer Nein-Stimme haben die Mitglieder des Wangerooger Bauausschusses am Mittwochabend die Änderung des Flächennutzungsplans für den Bau des Golfplatzes auf der Insel Wangerooge beschlossen.

Abschließend wird über den Flächennutzungsplan in der nächsten Ratssitzung am 29. April entschieden. Der Plan wird dann als Satzung beschlossen.

Ökologischer Ausgleich

Der Flächennutzungsplan sieht als Kompensationsmaßnahme für den Bau des Golfplatzes auf dem Flugplatzgelände im Osten der Insel die Beseitigung von Schwarzkiefern auf einer Fläche von 9200 Quadratmetern im Westen der Insel vor. Die Kiefern befinden sich im Westinnengroden, die Fläche gehört dem Land Niedersachsen. Die Maßnahme soll laut Beate Grimm, allgemeine Vertreterin des Bürgermeisters, zum ökologischen Ausgleich auf der Insel beitragen.

Die im Umweltbericht vorgeschlagene Maßnahme der Wiedervernässung im Ostinnengroden soll im Zuge der Deichbaumaßnahmen an dieser Stelle in den kommenden Jahren stattfinden.

Die Grünen Wangerooger um Peter Kuchenbuch-Hanken kritisieren die Beseitigung von Schwarzkiefern im Inselwesten als ungeeignete Kompensationsmaßnahme für die Verbesserung des Bruterfolgs von Kiebitz und Uferschnepfe. Sie fordern zudem, die Wiedervernässung im Ostinnengroden mit einem Monitoring zu begleiten, um den Erfolg der Maßnahme zu dokumentieren.

Vererdungsbeet bis 2016

Positives zu berichten gab es von der Klärschlammvererdungsanlage: Erneut kann die Räumung des ersten der beiden Vererdungsbeete verschoben werden. Laut ursprünglichem Plan hätte das Beet bereits 2010 geräumt werden sollen, doch da die Verrottung so gut funktioniert, muss das Beet voraussichtlich erst 2016 abgeräumt werden. Das zweite Beet soll dann 2019 geräumt werden. Die Trockenmasse soll auf einer Fläche neben der Kläranlage weiter getrocknet werden.

Zudem haben die Mitglieder des Ausschusses einer Kanalsanierung an der Robbenstraße zugestimmt. Der Kanal ist sanierungsbedürftig und muss erneuert werden. Beschlossen worden ist auch, dass der Zustand der Straße, die mit alten Klinkern gepflastert ist, nach der Sanierung wiederhergestellt wird. „Denn bei der Straße handelt es sich um die älteste Straße der Insel“, berichtet Beate Grimm. Die Sanierung kostet rund 550 000 Euro, einen Teil werden die Anwohner tragen müssen. Wie viel dies sein wird, steht noch nicht fest.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 4. Apr 2014, 10:22

-aus NWZ-


Resolution
Auf den Inseln soll Dauerwohnraum gesichert werden


Bewohner wenden sich an Bundesregierung – Gegen zu viele Zweitwohnungen

von dpa


Utersum/Wangerooge - Auf der 32. Insel- und Halligkonferenz haben die Teilnehmer am Donnerstag eine Resolution verabschiedet, mit der Dauerwohnraum gesichert werden soll.

Die Vertreter von 26 Insel- und Halliggemeinden und der Stadt Wyk auf Föhr billigten die Resolution an die Bundesregierung zur Änderung des Baugesetzbuches in Utersum auf Föhr einstimmig.

„Die Urlauberzahlen steigen, aber viele Menschen haben nicht mehr genug Wohnraum“, sagte Helgolands Bürgermeister Jörg Singer. „Wir versuchen, dass der Dauerwohnraum auf den Inseln erhalten bleibt.“

Es solle verhindert werden, dass neu geschaffener Wohnraum einfach wieder verloren gehe, indem er zur Zweitwohnung werde. Singer stellte zudem einige „Megatrends des Nordens“ vor.

„Es geht nicht, dass wir nur vom Tourismus abhängig sind“, erläuterte Singer. „Wir wollen auch eine Energie-Service-Insel werden.“ Das könne durch den gerade im Bau befindlichen Servicereaktionshafen erreicht werden, der Unterbringungsmöglichkeiten für Offshore-Techniker und auch Liegeplätze bietet. Bis Mitte 2015 soll der Hafen fertig sein – eine Chance für Strukturwandel, glaubt Singer.

Ebenfalls einstimmig angenommen wurde der Beschluss, Aktivitäten zur Verringerung von Plastikmüll zu unterstützen. Plastiktüten sollten künftig tabu sein, sagte der Vorsitzende der Konferenz, Manfred Uekermann. Auch in Verbrauchermärkten solle eine Sensibilisierung für das Thema erreicht werden.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 5. Apr 2014, 09:55

Maßnahme im Ostinnengroden
von Rahel Arnold
-aus NWZ-

Wangerooge - Die Grünen Wangerooger um Peter Kuchenbuch-Hanken fordern als Kompensationsmaßnahme für den Bau des Golfplatzes auf dem Flugplatzgelände im Osten der Insel die Kappung der Kronen der Bäume im Ostinnengroden. Zudem fordern sie die Beibehaltung des Monitorings. Wie berichtet, ist die Mehrheit der Mitglieder im jüngsten Bauaussschuss dem Vorschlag der Verwaltung gefolgt, im Flächennutzungsplan als Kompensationsmaßnahme die Beseitigung von Schwarzkiefern im Inselwesten aufzunehmen
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 7. Apr 2014, 22:37

-aus Je.Wo,-
Jeversches Wochenblatt 02.04.2014, Seite 7

Einheimische sollen bezahlbare Wohnungen finden können

POLITIK Rat
Wangerooge stimmt für Resolution – Inseln fordern Handhabe durch präzisere Gesetze


WANGEROOGE/NC – Das Problem trifft alle sieben Ostfriesische Inseln gleichermaßen:
Sie wollen auf der einen Seite weitere Zweitwohnungen verhindern, die von den Eigentümern ausschließlich selbst genutzt werden und ganze Straßenzüge zu „Rollläden“- Siedlungen machen, weil sie über weite Strecken des Jahres leer stehen.

Auf der anderen Seite wollen sie, dass die Einheimischen bezahlbare Wohnungen finden können. Beides ist gleichermaßen schwierig umzusetzen, weil das Baurecht zu unpräzise gefasst ist. Mit einer gemeinsam erarbeiteten und von der Stadt Borkum verfassten Resolution an Bund und Land wollen die Inselgemeinden eine Änderung herbeiführen.

Der Wangerooger Rat hat sie in seiner jüngsten Sitzung einstimmig verabschiedet. „Ziel ist es, sowohl eine geordnete städtebaulich sowie eine touristische Entwicklung sicherzustellen“, sagt Bürgermeister Holger Kohls. Wenn nun etwa Insulaner Immobilienbesitz an Investoren veräußern, die Appartementsanlagen erstellen und häppchenweise verkaufen wollen, können sie eine Genehmigungspflicht nach Paragraf 22 Baugesetzbuch (BGB) über die Bildung eines sogenannten Bruchteilseigentums umgehen. Deshalb fordern die Inselkommunen, den Begriff mit aufzunehmen.

Zudem halten die Verantwortlichen auf den Inseln die Baunutzungsverordnung (BauNVO) für zu unpräzise. Der Gesetzgeber habe bislang nur unzureichend auf die Verdrängung der ortsansässigen Bevölkerung durch die Umwandlung von Dauerwohnraum zu Ferienwohnungen beziehungsweise Beherbergungsbetrieben reagiert, heißt es ergänzend zur Resolution. Vor allem differenziere die BauNVO bei der Definition des Begriffs Wohnen nicht nach Erst- und Zweitwohnung. Das führe letztlich dazu, dass eine Dauerwohnung entgegen dem Planungswillen als Zweitwohnung genutzt werden könne und dem Wohnungsmarkt für Einheimische entzogen werde. „Bislang haben wir keine Handhabe, das zu verhindern“, so Bürgermeister Kohls. Das müsse sich ändern.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 8. Apr 2014, 17:25

-aus Heino`s Seiten:
08.04.2014
Ferienwohnungshotel

(hp) Die Mitglieder der Bürgerinitiative "Pro Wangerooge" fanden in den Bauplänen für das "Aparthotel" Anna Düne frühzeitig Hinweise, dass es sich bei diesem Bauvorhaben kaum um eine Hotelanlage im herkömmlichen Sinne handeln konnte. Die Befürworter unter den Entscheidungsträgern im Rat (alle Ratsmitglieder) und in der Bevölkerung sahen das anders.

Man muß kein Trottel sein, um zu sehen, um was es sich bei dieser Anlage tatsächlich handelt. Es ist eine Ferienwohnanlage, die sich lediglich hinter der Bezeichnung "Hotel" versteckt und die wohl jederzeit von einem "Aparthotel" in eine reine Ferienwohnungsanlage umgewidmet werden kann.
Widerstand dann wahrscheinlich wieder einmal zwecklos.

Insgesamt hat der Rat der Gemeinde Wangerooge und der Bürgermeister unserer Insel somit den Bau von 72 Ferienwohnungen mit einer Teilungsgenehmigung nach dem Wohnungseigentumsgesetz (was auf unserer Insel einem Sechser im Lotto gleichkommt) auf verkauftem Gemeinschaftseigentum in allerbester Wohnlage genehmigt. Die hektische Aufregung, mit der sich der Inselrat derzeit um Einschränkungen für den Bau und die Vermietung von Ferienwohnungen auf der Insel bemüht, ist deshalb an Ironie und politischer Doppelmoral kaum noch zu übertreffen.

Auszug aus dem Immobilienangebot der LzO für das "Aparthotel" Anna-Düne.

Zitat:
Immobilienart: Wohnung

Ausstattung
42 Apartments inkl. touristischem Vermietungskonzept:
Wohn- und anteilige Gemeinschaftsfläche von ca. 53 m² - 168 m²

Apartment 1.08 im Erdgeschoss: Wohnbereich mit integrierter Küche, Schlafzimmer, Bad, Terrasse
Zitat Ende
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 10. Apr 2014, 14:25

SPD-Ortsverein der Insel tagt


-aus NWZ-

Wangerooge - Der SPD-Ortsverein auf der Insel Wangerooge lädt seine Genossen am Freitag, 11. April, um 20 Uhr zur Jahreshauptversammlung ein. Treffpunkt ist das Towerstübchen. Auf der Tagesordnung stehen neben Berichten des Vorstandes und des Fraktionsvorsitzenden Neuwahlen des Vorstandes und die Wohnsituation auf der Insel. Schwerpunkte sind hier die Mietwohnsituation, Wohnen im Alter und die Minigolfanlage
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 11. Apr 2014, 10:20

Diskutieren mit SPD-Kandidaten
-aus NWZ-

Wangerooge -
Der SPD-Ortsverein Wangerooge ist am Sonnabend, 12. April, an der Zedeliusstraße auf Wangerooge mit einem Infostand zur Bürgermeisterwahl und zur Europawahl am 25. Mai vertreten. SPD-Europa-Kandidat Matthias Groote und SPD-Bürgermeisterkandidatin Beate Grimm werden ebenfalls dort sein und mit Genossen und Interessierten diskutieren
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