Inselpolitik

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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 4. Jun 2014, 09:44

Beitritt zu Wohnungsbau

Zudem berieten die Mitglieder des Ausschuss über einen Beitritt der Gemeinde Wangerooge zur Wohnungsbaugesellschaft Friesland und über die Möglichkeit der Gründung einer eigene Wohnungsbaugesellschaft auf der Insel. Hier soll zunächst weiter mit der Wohnungsbaugesellschaft verhandelt werden.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 14. Jun 2014, 18:00

1.Entwurfspläne einer Strandhalle wurden vorgestellt

-aus wangerooge aktuell-

Auf der öffentlichen Sitzung des Werksausschusses am Mittwoch im Sitzungsraum der Gemeinde wurden Ausschussmitgliedern und der Öffentlichkeit erstmals die ersten Entwurfsvorschläge für eine Strandhalle auf dem Platz am Meer vorgestellt. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen diese Entwürfe im Werksausschuss erneut diskutiert werden. Die Eigentümerin, die Norddeutsche Boden AG, hatte seinerzeit die Idee geäussert, eine Strandhalle (Gastronomie) auf dem Platz am Meer im Stile eines Bootsschuppens, ähnlich dem in Harlesiel, nachzuempfinden. Ausschussmitglieder und Öffentlichkeit waren sich einig den ersten Eindruck erst einmal sacken lassen zu müssen.

etwas "unscharfe" Bilder hat Pe. Ku.-Ha. auf seiner Seite hineingestellt :!:
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 21. Jun 2014, 07:11

Finanzen
2014 steht Minus von 580 200 Euro in den Büchern


Gemeinde Wangerooge schafft in diesem Jahr keinen Haushaltsausgleich – Investitionen geplant

von Melanie Hanz
-aus NWZ-
Wangerooge - Nachdem die Gemeinde Wangerooge für 2013 erstmals seit vielen Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hatte, steht für 2014 wieder ein Minus von 580 200 Euro in den Rechnungsbüchern. Der Haushaltsentwurf 2014 war am Donnerstagabend Thema im Finanzausschuss.

Kämmerer Torsten Stumpf rechnet mit Einnahmen von 5,5658 Millionen Euro und Ausgaben von 6,146 Millionen Euro. Ohne die Abdeckung der Verluste des Eigenbetriebs Kurverwaltung in Höhe von 409 500 Euro aus 2013 wäre die Gemeinde Wangerooge mit 170 700 Euro im Minus.

Eine Verbesserung von rund 87 000 Euro ergibt sich im Haushalt durch die Neuberechnung des Finanzausgleichs anhand der tatsächlichen Einwohnerzahl: Wangerooge erhält dadurch 31 000 Euro mehr und muss 56 000 Euro weniger in den Finanzausgleich zahlen. Allerdings muss die Inselgemeinde auch 47 000 Euro mehr an Kreisumlage zahlen – mit der Kreisumlage finanzieren die Städte und Gemeinden den Landkreis mit.

An Investitionen plant die Inselgemeinde die Kanalsanierung Robbenstraße (226 000 Euro), zwei neue Straßenlaternen (5000 Euro), Umbau des Nationalparkhauses (582 500 Euro) und Erneuerung der Ausstellung (320 000 Euro) und die Anschaffung von „beweglichem Vermögen“ (35 500 Euro). Für die weitere Sanierung des Alten Leuchtturms wurden 73 000 Euro veranschlagt. Zur Finanzierung der Investitionen werden Darlehen in Höhe von 194 400 Euro aufgenommen werden müssen.

Eine mögliche Erhöhung der Realsteuerhebesätze um 20 Prozent wurde im Haushaltsentwurf noch nicht berücksichtigt. Kämmerer Stumpf erwartet bei einer Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes Mehreinnahmen von 15 000 Euro und bei einer Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes plus 19 000 Euro. Aktuell beträgt der Grundsteuerhebesatz 410 Prozent, der Gewerbesteuerhebesatz 360 Prozent
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 27. Jun 2014, 09:54

Finanzen
Wert der „Villa“ ein Problem


Inselgemeinde schafft in diesem Jahr keinen Haushaltsausgleich
Nachdem die Gemeinde 2013 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen konnte, ergibt sich für 2014 wieder ein Minus. Bis 2017 hat die Gemeinde Zeit, die Finanzen in den Griff zu bekommen.
von Rahel Arnold
-aus NWZ-
Wangerooge - Der Rat der Gemeinde Wangerooge hat am Mittwochabend in seiner Sitzung dem Haushalt und dem Haushalssicherungskonzept 2014 mit einer Änderung zugestimmt. Zu den geplanten Investitionen werden im Haushalt weitere 10 000 Euro für ein Gutachten eingestellt, das den Sanierungsbedarf der Turnhalle ermitteln soll.

Nachdem die Gemeinde Wangerooge für 2013 erstmals seit vielen Jahren einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt hatte, steht für 2014 wieder ein Minus von 580 200 Euro in den Rechnungsbüchern.

Kämmerer Torsten Stumpf rechnet mit Einnahmen von 5,5658 Millionen Euro und Ausgaben von 6,146 Millionen Euro. Ohne die Abdeckung der Verluste des Eigenbetriebs Kurverwaltung in Höhe von 409 500 Euro aus 2013 wäre die Gemeinde Wangerooge mit 170 700 Euro im Minus. „Wir können also nicht mal unsere Abschreibungen erwirtschaften, der Hauhalt ist sehr defizitär“, sagte Stumpf.

Eine Verbesserung von rund 87 000 Euro ergebe sich im Haushalt zwar durch die Neuberechnung des Finanzausgleichs anhand der tatsächlichen Einwohnerzahl: Wangerooge erhält dadurch 31 000 Euro mehr und muss 56 000 Euro weniger in den Finanzausgleich zahlen. Allerdings muss die Inselgemeinde auch 47 000 Euro mehr an Kreisumlage zahlen – mit der Kreisumlage finanzieren die Städte und Gemeinden den Landkreis mit.

Investitionen geplant

An Investitionen plant die Inselgemeinde die Kanalsanierung Robbenstraße (226 000 Euro), zwei neue Straßenlaternen (5000 Euro), Umbau des Nationalparkhauses (582 500 Euro) und Erneuerung der Ausstellung (320 000 Euro) und die Anschaffung von „beweglichem Vermögen“ (35 500 Euro). Für die weitere Sanierung des Alten Leuchtturms wurden 73 000 Euro veranschlagt. Zur Finanzierung der Investitionen werden Darlehen in Höhe von 194 400 Euro aufgenommen werden müssen.

Eine mögliche Erhöhung der Realsteuerhebesätze um 20 Prozent wurde im Haushaltsentwurf noch nicht berücksichtigt. Kämmerer Stumpf erwartet bei einer Erhöhung des Gewerbesteuerhebesatzes Mehreinnahmen von 15 000 Euro und bei einer Erhöhung des Grundsteuerhebesatzes plus 19 000 Euro. Aktuell beträgt der Grundsteuerhebesatz 410 Prozent, der Gewerbesteuerhebesatz 360 Prozent.

Zur Haushaltskonsolidierung rechnet Stumpf zudem mit einer Neukalkulation der Kur- und Fremdenverkehrsbeiträge. „Ob eine weitere Erhöhung in Betracht gezogen werden muss, bleibt abzuwarten“, sagte er.

Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls erinnerte daran, dass die Gemeinde bis 2017 die Kassenkredite von 2 Millionen Euro abtragen und einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen muss. Das sei der Auftrag an die Gemeinde, die dafür im Gegenzug eine kapitalisierte Bedarfszuweisung als Entschuldungshilfe erhalten habe, sagte er.

Weiteres Thema war die Prüfung des Jahresabschlusses 2012 des Eigenbetriebs Kurverwaltung: Hintergrund ist die Absicht der Gemeinde, die „Villa Kunterbunt“ zu verkaufen. Die Verhandlungen zum Kauf der Immobilie mit dem DRK-Landesverband laufen, der Verband hat ein Angebot von 3,5 Millionen Euro vorgelegt. Das liegt aber deutlich unter dem Verkehrswert von 5,5 Millionen Euro.

Ergebnis noch offen

Die Kurverwaltung hatte die Immobilie seinerzeit für 4,1 Millionen Euro erworben. Die Wirtschaftsprüfer wiesen jetzt darauf hin, dass die Gemeinde daher den Vermögenswert der Liegenschaft berichtigen muss – das ist mit der Kommunalaufsicht erörtert worden, ein Ergebnis liegt noch nicht vor.

Deshalb haben die Wirtschaftsprüfer einen entsprechenden Bestätigungsvermerk mit der Einschränkung erteilt, dass für die Immobilie im Anlagevermögen die erforderliche Abschreibung in Höhe von 2,1 Millionen Euro nicht vorgenommen wurde.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 27. Jun 2014, 15:29

aus der Seite von:
Olaf Lies Ein Friese. Stark für Niedersachsen.





„Spatenstich“ im Hafen von Wangerooge




Wann & Wo
Freitag 04.07.2014 09:45 Uhr


Wangerooge
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 28. Jun 2014, 11:21

Salzufler hat geschrieben:aus der Seite von:
Olaf Lies Ein Friese. Stark für Niedersachsen.





„Spatenstich“ im Hafen von Wangerooge




Wann & Wo
Freitag 04.07.2014 09:45 Uhr


Wangerooge


Erster Spatenstich mit Minister
von Melanie Hanz

-aus NWZ-
Wangerooge - Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) wird am Freitag, 4. Juli, um 11 Uhr mit einem symbolischen Spatenstich die Erhöhung des westlichen Schutzdamms an Wangerooges Westanleger starten. Niedersachsen-Ports lässt den 270 Meter langen Hafenschutzdamm von derzeit 1,40 Meter auf 5 Meter Höhe aufbauen. Die Kosten belaufen sich auf rund eine Million Euro. Durch die Erhöhung soll der Schiffsverkehr am Westanleger künftig besser vor höher auflaufenden Tiden und Sturmfluten geschützt sein
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 30. Jun 2014, 12:12

30.06.2014
Ein Kommentar zur letzten Ratssitzung

von Petra Tiessen
-aus Heino`s Seiten-
Nach dem Bericht im Jeverschen vom 27. Juni 2014 habe ich irgendwie auf eine Reaktion von irgendwem gewartet. Doch bisher vergeblich. So dass ich mich doch noch an die Öffentlichkeit wenden möchte, da in der Ratssitzung vom vergangenen Mittwoch etwas ganz Wichtiges geschehen ist. Angesichts der nur 4 Zuschauer war eine ungewohnte Offenheit der Fall und es kam zu zwei eindeutigen Aussagen:
1.Wenn das Land die Kosten des Sandauffahrens nicht übernimmt, ist für Wangerooge ein ausgeglichener Haushalt nicht möglich, auch in der Zukunft nicht.
2. Das dem Rat vorgelegte Haushaltskonsolidierungskonzept erfüllt nicht den Anspruch eines dauerhaft positiven Ergebnisses. Die Steuern müssen irgendwann erhöht werden.

Welcher Bauträger noch Zweifel hatte, wie es mit unserer Insel weitergehen wird, kann nach der letzten Sitzung eigentlich ruhig schlafen. Es wird sich nichts an der sogenannten Haushaltskonsolidierung ändern. Wirklich?

Ich verstehe das nicht. Wenn all die Verkäufe von Liegenschaften der Gemeinde, erfolgte und noch anstehende, nicht dazu führen werden, dass unser Haushalt in der Zukunft gesichert ist, sind sie komplett sinnlos. Sie verschärfen im Gegenteil noch die zukünftige Situation, da sie an der Einnahmesituation der bestehenden, real existierenden Tourismusdienstleister, seien sie vom Festland oder von der Insel, nichts verbessern, sondern eine Konkurrenzsituation in einem begrenzten Markt eskalieren. Auf einfach Deutsch:
1.Wir gestatten mehr Eigentumswohnungen, die dann als Ferienwohnungen vermietet werden und werden selbst schlechter vermieten, weil das Bevölkerungswachstum auf Dauer negativ ist.
2.Dann erhöhen wir die Steuern, weil wir unseren Haushalt nicht ausgleichen können.

Wieso erhöhen wir nicht jetzt die Steuern, insbesondere im Zweitwohnungsbereich, und diskutieren mit dem Land darüber, dass der Verkauf weiterer Liegenschaften die Gemeinde Wangerooge auf der Ertragsseite dauerhaft beschädigen wird? Mir ist die Logik des Rats in diesem Fall einfach nicht klar. Eine Zusammenlegung mit einer anderen Gemeinde ist nur eine Drohgeste, da sich keine solvente Gemeinde eine Dauerkostenstelle an die Bilanz hängen wird. Das kann auch der Rat nicht übersehen. Warum also der endgültige Abverkauf und keine Notbremse an dieser Stelle? Wenn der Rat sich stur stellt, wie es seine friesische Natur sein könnte, macht das Land was? Laut schimpfen?? Die Bedarfszuweisung kann das Land nicht zurückfordern, oder? Schwach zu sein ist manchmal auch eine besondere Stärke. Dabei ist es auch im Interesse der Zweitwohnungsbesitzer, dass der Markt an Wohnungen hier nicht außer Kontrolle gerät. Sie sind in der Mehrzahl, was so gerne vergessen wird. Die paar Insulaner sind nicht marktbestimmend.

Ein weiterer Punkt auf der Sitzung war wichtig. Der Vorsitzende schien betroffen, dass nur 4 Zuschauer überhaupt an der öffentlichen Sitzung teilnehmen. Ich stimme ihm da zu, wenn auch nur bedingt. Da unsere Satzung dem Zuschauer /Teilnehmer einer Ratssitzung nur „Fragen“ und keinen „Meinungsaustausch“ gestattet, ist die Bürger-Teilnahme an Sitzungen eigentlich völlig witzlos. Wie der SPD-Vorsitzende zu anderer Gelegenheit klarstellte, leben wir in einer repräsentativen Demokratie und müssen als Bürger zwischen den Wahlen damit leben, was der Repräsentant denn so entscheidet. Warum also zu Sitzungen gehen, wenn alles Wichtige eh im nicht-öffentlichen Teil entschieden wird?

Es ist vermutlich die einzige Art von selbstironischer Drohgebärde, die einem Bürger bleibt. Daran erinnern, dass es ihn gibt und er am Ende den Daumen hebt oder senkt. Und tatsächlich wird sich in den Sitzungen oft über das Protokoll hinweggesetzt und mit dem Bürger diskutiert – bis es zu unangenehm wird J Deshalb, hingehen! Es lohnt sich immer und trifft auch auf die Sitzungen des Verkehrsvereins zu, einer anderen bisher wichtigen demokratischen Organisation.


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Ist der Ruf erst mal ruiniert,
lebt es sich ganz ungeniert! :oops:
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 29. Jul 2014, 09:04

Kommunen
Bei Grundsteuern fast an Spitze


Bund der Steuerzahler vergleicht Hebesätze der Städte und Gemeinden
Die Kommunen in Friesland liegen bei der Höhe der Grundsteuern nach der Wesermarsch auf Platz zwei in Weser-Ems. Im Landesdurchschnitt liegen die Hebesätze in Weser-Ems am niedrigsten.
von Melanie Hanz

-aus NWZ-
Friesland - Die Städte und Gemeinden Frieslands haben nach der Wesermarsch über die höchsten Hebesätze für Grundsteuer A und B sowie Gewerbesteuer in der Weser-Ems-Region. An der Spitze in Friesland stehen die Insel Wangerooge mit 410 Punkten für die Grundsteuern A und B sowie Sande und Wangerland mit jeweils 400 Punkten für alle drei Realsteuern. Die niedrigsten Hebesätze verlangt Zetel mit durchweg 330 Punkten.

Das hat eine Untersuchung des Bunds der Steuerzahler Niedersachsen und Bremen zu den aktuellen Hebesätzen der Städte und Gemeinden im ganzen Land ergeben.

Im Landesvergleich verzeichne die Region Weser-Ems die durchschnittlich niedrigsten Hebesätze. Leicht überdurchschnittliche Hebesätze verbuchten allerdings die Kommunen in den Landkreisen Wesermarsch und Friesland.

Prekäre Finanzlage

In der Wesermarsch liegen die Hebesätze zwischen 350 und 420 Punkten bei den Grundsteuern sowie zwischen 360 und 410 Punkten bei der Gewerbesteuer.

Sowohl auf Wangerooge als auch in Sande waren die Hebesätze wegen prekärer Finanzlage angehoben worden: Die Insel-Gemeinde hatte 2011 die Grundsteuern A und B von 380 auf 410 Prozent angehoben und die Gewerbesteuer von 350 auf 360.

In Sande waren wegen hoher Verschuldung und Einnahmeausfälle die Grundsteuern im Juni 2010 rückwirkend zum 1. Januar von 360 auf 400 Punkte angehoben worden.

Die Gemeinde Wangerland hatte mit der Anhebung der Grundsteuern auf 400 Prozent zum Jahr 2012 ihre Verpflichtungen für den Zukunftsvertrag mit dem Land erfüllt: Das Land hatte der klammen Gemeinde eine Entschuldungshilfe von 7,3 Millionen Euro ausgezahlt, im Gegenzug muss das Wangerland ausgeglichene Haushalte vorlegen – das wird auch durch Steuererhöhungen erreicht.

Hintergrund der Untersuchung des Bunds der Steuerzahler sind weitere Steuererhöhungen in zahlreichen Städten und Gemeinden in diesem Jahr. Demnach haben 29 der insgesamt 247 Kommunen (11,7 Prozent) in Niedersachsen in diesem Jahr mindestens einen ihrer Hebesätze gegenüber 2013 angehoben. In den übrigen 218 Kommunen blieben die Hebesätze stabil – insbesondere in den Städten und Gemeinden im Nordwesten. „Damit hebt sich der Nordwesten Niedersachsens positiv vom allgemeinen Trend zu steigenden Hebesätzen ab“, so Bernhard Zentgraf.

Standort-Nachteile

Hohe Gewerbesteuern beeinträchtigten die Standortqualität und könnten deshalb Wirtschaftskraft und Arbeitsplätze kosten, so der Bund der Steuerzahler. Die Grundsteuer B sei Bestandteil der Wohnungsnebenkosten und belaste damit nicht nur Grundstückseigentümer, sondern auch die Mieter. Deshalb würden Erhöhungen der Grundsteuer B die aktuellen Überlegungen des Gesetzgebers zur Begrenzung von Mietsteigerungen konterkarieren, so der Bund der Steuerzahler.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 4. Aug 2014, 16:55

Aktuelle Meldung:

Das Mutter und Kindheim „Villa Kunterbunt“ ist von der Gemeinde Wangerooge an das Deutsche Rote Kreuz verkauft worden.

Am Freitag, den 08.08.2014, kommt es zur Schlüsselübergabe von der Gemeinde an das DRK
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 6. Aug 2014, 14:48

Salzufler hat geschrieben:Aktuelle Meldung:

Das Mutter und Kindheim „Villa Kunterbunt“ ist von der Gemeinde Wangerooge an das Deutsche Rote Kreuz verkauft worden.

Am Freitag, den 08.08.2014, kommt es zur Schlüsselübergabe von der Gemeinde an das DRK


Dazu Heino`s Kommentar auf seiner Seite:
Was für ein fetter Deal. "Villa Kunterbunt" ist verkauft. Für 4,1 Millionen vor wenigen Jahren gekauft und für 3,5 Millionen wieder verkauft. Kann es sein, dass die Entscheidungsträger unserer Gemeinde da irgendwie die mathematischen Vorzeichen verwechselt haben? Natürlich ergibt minus mal minus plus, aber irgendwie scheinen die "ganzen Zahlen" in der Marktwirtschaft anders herum zu funktionieren. Eigentlich kauft man für "wenig" und verkauft für "viel". Oder? Dafür muss ich kein abgeschlossenes BWL-Studium haben, um das zu wissen. Dafür reicht sogar noch mein beschränktes wirtschaftliches Verständnis als Kleinstunternehmer.

Die ganze Aktion "Kunterbunt" stand unter keinem guten Stern. Wir erinnern uns. Trotz der vielfachen Warnungen aus Wirtschaftskreisen der Insel fädelten die Entscheidungsträger der Gemeinde vor vielen, vielen Jahren, unter der Regentschaft der damaligen Bürgermeisterin Herfel und dem Gemeindedirektor Balsmeier den bis dahin vermeintlich größten Deal in der Geschichte unserer Gemeinde ein. Ein Investor wurde "dazu gebracht" das ehemalige Kindererholungsheim südlich vom Flugplatz zu kaufen (angeblich für 1,5 Millionen DM - ca. 750.000 Euro - . Die Summe wurde natürlich nie bestätigt. Damals hielten die Gemeindevertreter so etwas noch unter Verschluss. Da war man noch nicht so offen wie heute ;-)) und zu renovieren. Dafür erhielt der Investor einen fetten Vertrag mit einer Laufzeit von 15 Jahren, der ihm garantierte, dass die Kurverwaltung das Heim immer schön füllte. Der Vertrag wurde geschlossen, obwohl damals schon in der Presse zu lesen war, dass die Sozialträger ihre Leistungen einschränken würden. Es war noch die Zeit, als die Rentenkassen noch relativ voll waren und zum Beispiel die BfA und die LvA ihren Mitgliedern noch jede Menge Zweiturlaub im Jahr gönnten.
Leider trat ein, was unvermeidlich war und die Sozialträger, was für eine Überraschung, verringerten ihre Leistungen stark. Jetzt war unsere Verwaltung im Zugzwang. Allerdings gelang es unseren "Wirtschaftern" nicht genügend Erholungssuchende zu akquirieren. So geschah, was unvermeidlich war, die Gemeindekasse, letzlich finanziell verantwortlich für die Aktivitäten der Kurverwaltung, zahlte Jahr für Jahr drauf. Bis unser demnächst scheidender Bürgermeister auf die Idee kam sich aus dem Vertrag zu klagen. Nun gehören Investoren meist keiner Laienspielgruppe an und der Plan misslang natürlich. Dafür einigte man sich auf einen Verkauf.
Nachdem unserer Gemeinde Haus und Grundstück nun gehörte, suchte man einen Sozialträger, der das Heim bewirtschaften sollte und fand den DRK-Landesverband Oldenburg, mit dem nach mehrjähriger "Probezeit" ein Verkaufsdeal abgeschlossen wurde.

Sicher, gegen die 100 Millionen, mit denen Bernie Ekelstone sich vor dem Landgericht in München gestern freigekauft hat, sind die 600 tausend Euro Peanuts. Man sollte aber nicht vergessen, nicht unser Bürgermeister, nicht unser Gemeinderat, nicht der Finanzausschuss und schon gar nicht unser Kämmerer werden für den finanziellen Schaden aufkommen, sondern wir. Wir Insulaner ganz allein. Und die 600 tausend Euro sind in diesem "Deal" nur die Spitze des Eisbergs. Was uns die Aktion "Kunterbunt" tatsächlich kosten wird und gekostet haben wird, wird wahrscheinlich niemals an den Tag kommen. Denn es wird sich niemand die Mühe machen alles zusammen zu zählen. Die, die es könnten, haben kein Interesse daran und die die daran Interesse haben, können es nicht, weil ihnen wesentliche Fakten vorenthalten werden. Die Verluste in der Gemeindekasse müssen aber ausgeglichen werden. Dafür verkaufen unsere Entscheidungsträger nun unser Gemeindeeigentum Stück für Stück. Neue "Deals" werden bereits wieder eingefädelt, wie man hört. Werden uns diese Verkäufe sanieren? Wohl kaum, denn mit jeder Eigentumswohnung, die gebaut wird, geht eine Insulanerwohnung verloren, geht eine Insulaner-Ferienwohnung verloren, gehen am Ende Steuereinnahmen verloren. Deals, die immer nur zu Lasten der Insulaner geschlossen werden, führen am Ende zu einer Verödung der insularen Wohnlandschaft, der insularen Gemeinschaft, der insularen Identität und nicht zuletzt der insularen Marktwirtschaft.

Wie sagte ein Entscheidungsträger zur Rechtfertigung seiner Zustimmung zu den über 40 Ferienwohnungen im Bereich der Polizeiwiese und der oberen Strandpromenade noch: "Wenn ich um 22 Uhr über die Zedeliusstrasse gehe, dann sind die Lokale leer.". Daran hat sich auch nach dem Bezug der ersten neuen Eigentumswohnungen nicht viel geändert. Geändert hat sich augenscheinlich das Aufkommen der Tagestouristen. Zumindest ist es wohl bereits soweit, dass Langzeitgäste zum Beispiel keinen Strandkorb mehr mieten können, weil der für Tagestouristen reserviert ist, so erzählte es mir zumindest vor kurzem ein langjähriger Inselgast. Wenn wir schon soweit sind, dass dem Tagesgast, dem potentiellen Eigentumswohnungsbesitzer und den Investoren mehr Aufmerksamkeit geschenkt wird, als den Langzeitgästen und den Insulanern, dann können wir wirklich bald von der aussterbenden Rasse "Insulaner" sprechen. Nur, wer stellt uns dann unter Artenschutz?

Was sagte ein Ratsmitglied im übertragenen Sinne neulich: "Wir entscheiden."
Ich sage: "Ja, das merkt man."
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