Inselpolitik

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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 9. Aug 2014, 15:02

-aus wangerooge aktuell-
Mutter-/Vater- und Kindeinrichtung "Villa Kunterbunt" von der Gemeinde Wangerooge an der DRK Landesverband Oldenburg für 3,9 Millionen Euro verkauft

Seit dem 1.8.2014 ist das Deutsche Rote Kreuz, Landesverband Oldenburg, neuer Eigentümer der Mutter-/Vater- und Kindeinrichtung "Villa Kunterbunt" auf Wangerooge. Für 3,9 Millionen Euro wechselte die Einrichtung im Osten der Insel von der Gemeinde Wangerooge zum DRK.

Am heutigen Freitag gab es dazu eine gemeinsame Pressekonferenz von DRK und Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge zur Schüsselübergabe in der Villa Kunterbunt. Damit ist für die Gemeinde Wangerooge eine lange Geschichte, mit zeitweiligen schmerzlichen finanziellen Verlusten, am Ende wohl gut ausgegangen. Rückblick: Gebaut als Kasernenanlage vor dem 2. Weltkrieg, anschließend als Einrichtung für Behinderte, wollte im Jahre 1996 die Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge den "Martins Club" von der Bremer Heimstiftung abkaufen. Die Bremer Heimstiftung konnte ihre Einrichtung eines Heimes für Behinderte selbst aus finanziellen Gründen leider nicht weiter betreiben. Die Kommunalaufsicht der Gemeinde, das Land Niedersachsen, hatte damals der Gemeinde- und Kurverwaltung einen Kauf der Einrichtung untersagt. Über einen Investor konnte das Heim dann doch entsprechend umgebaut und angepachtet werden.

Was damals nicht abzusehen war, nach anfänglichen Gewinnen, rutschte die "Villa" in den Jahren 2002-2004 in die roten Zahlen. "In drei Jahren haben wir ein Minus von über eine Millionen Euro eingefahren", so Bürgermeister Holger Kohls, der dies auf Pachtzinserhöhung, Rückgänge der Kurverschreibungen und zu niedrige und gekürzte Tagessätze der Krankenkassen begründete. "Im November 2006 haben wir den Betrieb eingestellt und das 25 jährige Pachtverhältnis außerordentlich gekündigt. Über ein Mediationsverfahren beim Landgericht Oldenburg wurde mit dem Investor nach einem halben Jahr ein Vergleich geschlossen und das Vertragsverhältnis beendet. Gleichzeitig wurde die "Villa" für 4 Millionen Euro vom Investor gekauft und mit dem DRK Landesverband Oldenburg ein Nachfolger als Betreiber gefunden," so Kohls.

Durch den Verkauf kann die Gemeinde nun ihre Haushaltskonsolidierung, zu der sie sich auch im Rahmen der kapitalisierten Bedarfszuweisung mit Zielvereinbarung aus dem Jahr 2013 vertraglich gegenüber den Kommunalaufsichten Kreis und Land verpflichtet hatte, fortsetzen. "Ich bin sehr glücklich das wir uns mit dem DRK über einen Kaufpreis einigen konnten, der von beiden Seiten getragen werden kann" so Kohls. Das DRK hatte seit Anbeginn des Pachtverhältnisses mit der Gemeinde- und Kurverwaltung Wangerooge eine Kaufoption und betreibt die Einrichtung seit nunmehr 5 Jahren. "Längst hat sich die Villa Kunterbunt" ihren festen Platz in der bundesweiten Belegung erkämpfen können. Die Einrichtung erfreut sich eines regen Zuspruchs, die Belegzahlen stiegen stetig an. In den Jahr 2013 war und im Jahr 2014 ist die Villa Kunterbunt auf Wangerooge voll ausgebucht", so Dieter Holzapfel, Präsident des DRK-Landesverbandes Oldenburg, als eine Begründung für den Kauf.

Wir werden aber auch noch investieren müssen. Ein Gutachten über die nötigsten Arbeiten liegt schon vor. In ferner Zukunft wird man auch über Erweiterungen nachdenken müssen. Zum einen eine Kapazitätserhöhung, um wirtschaftlicher arbeiten zu können, zum anderen werden Personalzimmer benötigt", so Holzapfel. Mit der "Villa Kunterbunt" auf Wangerooge und den Einrichtungen auf Norderney und in Schillig, ist das schon die dritte Einrichtung einer Mutter-Vater- und Kindkureinrichtung, im Eigentum des DRK.

DRK und Gemeinde- und Kurverwaltung sind sich einig, dass durch den Erhalt der "Villa Kunterbunt" als Mutter-/Vater- und Kindeinrichtung auf Wangerooge, auch die Insel Wangerooge profitieren wird. Neben den 40 erhalten gebliebenen Arbeitsplätzen auf der Insel, sind dies vor allem die Kurtaxe und die Kaufkraft der Einrichtungsgäste. "Da sich die Gäste dank der hervorragenden Betreuung von Leiterin Maria Jonas, Dr. Reinhard Kuhn und ihrem Team auf der Insel wohl fühlen, kommen diese bestimmt auch wieder", so Landesgeschäftsführer Marco Moormann, der dies an den 12 Müttern festmachte, die zum wiederholten Male zur Kur in der Villa angereist sind. "Die Kinder sind unsere Gäste von morgen", ergänzte Bürgermeister Holger Kohls.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 15. Aug 2014, 06:05

Politik
Insel-CDU will endlich Taten sehen


Forderung nach voller Unterstützung von Bund und Land für Wangerooge


-aus NWZ-

Wangerooge - Die Wangerooger CDU will bei vielen Baustellen auf der Insel endlich Taten sehen und fordert insbesondere volle Unterstützung von Land und Bund. Das betonten CDU-Vorsitzende Diana Mischke und Vorstandsmitglied Jürgen Wiebach jetzt bei einem Besuch des CDU-Landesarbeitskreises für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr auf der Insel.

Zwei Tage lang hatten zehn Landtagsabgeordnete um Karl-Heinz Bley und den Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer (Zetel) mehrere Problemzonen der Insel in Augenschein genommen (die NWZ  berichtete).

„Wir freuen uns sehr über das große Interesse an unserer Insel und über den Besuch des Arbeitskreises, allerdings wollen wir auch Taten sehen – nicht, dass auf der Heimreise die Probleme vergessen werden“, mahnte Diana Mischke.

„Werden verschaukelt“

Deichbau, Dünenschutz und Deckwerk waren bei dem Besuch Thema, aber auch das Fahrwasser kam zur Sprache: Seit mehr als einem Jahrzehnt kämpfe die Inselgemeinde nun schon darum, dass das Fahrwasser zwischen Wangerooge und Harlesiel wieder auf eine Tiefe von drei Metern gebracht wird, wie es nach der Leitdammverlängerung im Jahr 1988 war, berichtete Wiebach.

„Hier fühlen wir uns von allen Seiten verschaukelt“, sagten Diana Mischke und Jürgen Wiebach: „Viele Gespräche wurden geführt, passiert ist nie etwas.“

Zuletzt hatte Niedersachsens Wirtschafts- und Verkehrsminister Olaf Lies (SPD) zugesagt, sich des Problems anzunehmen. Laut Hans-Werner Kammer stehen die Verhandlungen zwischen Bund und Land um die Zuständigkeiten fürs Fahrwasser kurz vor dem Abschluss. Er kündigte an, dass der Staatssekretär für Verkehr und digitale Infrastruktur Wangerooge besuchen wird.

Auch der Wohnungsmangel für Insulaner und Saisonarbeitskräfte wurde angesprochen: Es würden zwar immer mehr Eigentums- und Ferienwohnungen gebaut, doch die würden dann zu horrenden Preisen an Personen verkauft, die lieber an Feriengäste als an Insulaner vermieten, berichteten Diana Mischke und Jürgen Wiebach. Hier gelte es einmal mehr, die Gesetze zu prüfen, um den Kommunen rechtlich relevante Gestaltungsmöglichkeiten in ihrer Bauleitplanung zu geben, forderten sie. Dann könnten die Kommunen mit entsprechenden Planänderungen selbst entscheiden, wie sie weiter vorgehen wollen.

Sitz im Landesausschuss

Für Karl-Heinz Bley stand am Ende des Besuchs fest: „Wenn man nicht selbst vor Ort gewesen ist und alles nur per E-Mail und auf Bildern sieht, wird einem die Ernsthaftigkeit der Inselprobleme nicht so klar, wie wenn man alles mit eigenen Augen sieht.“ Er versprach, die Insel Wangerooge im Blick zu behalten.

Auch, weil Insel-Vorsitzende Diana Mischke in den CDU-Landesausschuss für Wirtschaft und Infrastruktur berufen worden ist.
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Wollen wir wetten?
Außer Spesen nix gewesen!
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Admin » 18. Aug 2014, 09:19

Strandhalle: Investor stellt Pläne vor
aus NWZ-Online vom 18.08.2014

Wangerooges Bauausschuss tagt an diesem Montag ab 20 Uhr

von Melanie Hanz


Wangerooge Der Bauausschuss des Gemeinderats Wangerooge kommt an diesem Montag, 18. August, um 20 Uhr zur Sitzung im „Oberdeck“ an der Oberen Strandpromenade zusammen.

Themen sind das Bauvorhaben „Strandhalle“ auf dem „Platz am Meer“ und der Bebauungsplan Rösing-/Siedlerstraße. Bei der Strandhalle wird der Investor den Vorentwurf seines Bauvorhabens erläutern.

Beim Bebauungsplan Nr. 18 II „Rösing-/Siedlerstraße“ gibt es einen Sachstand zum Verfahren samt Erörterung der inhaltlichen Nutzungsbedingungen (östlich des Bahnübergangs, südlicher Teilbereich).

Die Bauausschuss-Sitzung ist öffentlich. Zu Beginn und am Ende der Sitzung sind jeweils Bürgerfragestunden angesetzt.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Admin » 20. Aug 2014, 08:37

Bauausschuss

Strandhalle soll etwas niedriger ausfallen

aus NWZ-Online vom 20.08.2014

Investor überplant Gebäude – Bebauungsplan wird neu bearbeitet

von Melanie Hanz

Wangerooge Die auf dem Wangerooger Platz am Meer geplante Strandhalle war am Montagabend Thema im Wangerooger Bauausschuss. Rund 60 Zuhörer applaudierten, als Investor Dirk Onnen sich bereit erklärte, das Konzept für das Gebäude zu überarbeiten. Insbesondere die Höhe des geplanten Gebäudes soll reduziert werden.

Vor Sitzungsbeginn hatte die Freiwillige Feuerwehr mit der Drehleiter demonstriert, wie hoch die ursprünglich geplante Gebäudehöhe von acht Metern ist – der bisher freie Meerblick des Saals des Oberdecks würde dadurch deutlich eingeschränkt.

Onnen plant als Strandhalle ein Gebäude, das an den historischen Rettungsschuppen an der Friedrichsschleuse in Carolinensiel angelehnt ist. Durch die Überplanung verschiebt sich der Baubeginn nun auf den Winter 2015.

Neu angepackt wird nun auch der Bebauungsplan Siedlerstraße/Rösingstraße, der seit 2012 ruht: Es geht unter anderem um die gewidmeten Bahnflächen und die nördlich angrenzenden Privatflächen, die einer Bebauung zugeführt werden sollen. Nun soll im Rahmen der Planung erneut geklärt werden, was in dem Bereich gebaut werden darf und kann.

Noch kein Ergebnis gibt es bei den Gesprächen über die Höhenüberschreitung des Gebäudes Zedeliusstraße 47. Wie Wangerooges Bauamtsleiterin Beate Grimm auf Nachfrage mitteilte, wurde durch das Verwaltungsgericht die Urteilsfrist auf Mitte September verlängert, weil Gemeinde und Eigentümer weitere Gespräche führen wollen.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon keinereiner » 20. Aug 2014, 14:24

Admin hat geschrieben:
Die auf dem Wangerooger Platz am Meer geplante Strandhalle war am Montagabend Thema im Wangerooger Bauausschuss. Rund 60 Zuhörer applaudierten, als Investor Dirk Onnen sich bereit erklärte, das Konzept für das Gebäude zu überarbeiten. Insbesondere die Höhe des geplanten Gebäudes soll reduziert werden.



Halleluja, Ich hoffe die geänderte Fassung wird dann aber ansehnlicher das das letztens präsentierte, und nicht einfach nur geschrumfpter Schrott.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 24. Aug 2014, 17:55

keinereiner hat geschrieben:
Admin hat geschrieben:
Die auf dem Wangerooger Platz am Meer geplante Strandhalle war am Montagabend Thema im Wangerooger Bauausschuss. Rund 60 Zuhörer applaudierten, als Investor Dirk Onnen sich bereit erklärte, das Konzept für das Gebäude zu überarbeiten. Insbesondere die Höhe des geplanten Gebäudes soll reduziert werden.



Halleluja, Ich hoffe die geänderte Fassung wird dann aber ansehnlicher das das letztens präsentierte, und nicht einfach nur geschrumfpter Schrott.



Um mal einen Höhenvergleich der neuen Strandhalle zu veranschaulichen, hatte man die FFW hinzugerufen:
Der Leiterwagen hatte mal eben seinen Leiterpark auf die stattliche Höhe von 8 m ausgefahren!
Diese Höhe war dann wohl allen Beteiligten etwas zu "weit nach oben geschossen" und es wurde die Angelegenheit vom Investor noch mal "überdacht", da man dann wohl nicht so schön vom Oberdeck auf die See schauen kann!
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 29. Sep 2014, 17:02

Ratssitzung
Kompromiss: Rückbau um halben Meter


Vergleich zu Zedeliusstraße 47 angestrebt – OJE saniert weiter

von Abraham Willehard

-aus NWZ-

Wangerooge - Die Gemeinde Wangerooge strebt im Verfahren gegen den Landkreis Friesland zur Gebäudehöhe Zedeliusstraße 47einen Vergleich an. Das teilte Bürgermeister Holger Kohls in der Ratssitzung mit. Wie berichtet, überschreitet das aufgestockte Gebäude die maximale Bauhöhe um mehr als einen Meter. Der Kompromissvorschlag sieht so aus, dass der Eigentümer das Haus um 50 Zentimeter zurückbaut und die Verfahrenskosten trägt. Dem Vergleich müssen allerdings alle Beteiligten noch zustimmen.

Kohls berichtete außerdem, dass das Oldenburgische Jugenderholungswerk (OJE)eine weitere Fläche von 5000 Quadratmetern verkaufen will, um mit dem Erlös die Sanierung des dritten Bettenhauses zu finanzieren. Wie berichtet, hatte das OJE im vergangenen Herbst und Winter bereits zwei Häuser saniert und modernisiert. Der Gemeinde wäre es lieber, würde eine kleinere Fläche verkauft, sagte Kohls.

Mit Blick auf die Mietwohnungen im Karree verhandelt die Gemeinde weiter mit der Wohnungsbaugesellschaft Friesland über einen Beitritt.

Den Ratsvorsitz hatte erstmals Peter Kuchenbuch-Hanken von den Grünen Wangeroogern inne. Bei der Konstitution des neuen Rats hatten sich die vier Ratsfraktionen darauf geeinigt, dass reihum eine der Fraktionen den Ratsvorsitz übernimmt.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 10. Okt 2014, 09:42

-aus Heino`s Seiten-
10.10.2014
Parkplätze für unsere autofreie Insel
Hat der Amtsschimmel hier wieder einmal zu kräftig gewiehert?




Kräftig wiehern kann der Amtschimmel auch auf unserer Insel. Das beweist die neuste Aktion der Gemeindeverwaltung. Kennen wir doch zum Beispiel aus Orten wie Hannover, wo Hof- und Garageneinfahrten schon mal mit Bäumen zu-gepflanzt werden, oder Hamburg, wo ein Fahrradweg in der Hafen-City für 300.000 gebaut und wenig später für 600.000 Euro abgebaut und wenige Meter daneben neu erstellt werden soll, genügend irrsinnige Verwaltungs-Anweisungen.
Offenbar wollte auch unser scheidender Bürgermeister zeigen, dass er fragwürdige Akzente setzen kann um noch einmal am Ende seiner Amtszeit für einen kleinen Aufreger zu sorgen, indem er zwei Parkplätze für die Kleinbusse der LFH auf dem Bürgersteig vor der "Flughalle" markieren ließ. Vermutlich ohne Wissen und damit natürlich auch ohne Beschluß des Gemeinderats. In einer morgentlichen Schnellaktion setzten Mitarbeiter der Gemeinde die Anweisung um.

Allerdings steckt, wie es scheint, auch hinter dieser Aktion wieder einmal reiner unüberlegter Aktionismus ohne Sinn und Verstand. Zum Einen ist der Bürgersteig für das Gewicht der elektrobetriebenen Fahrzeuge überhaupt nicht ausgelegt. Anders als die asphaltierte Strasse sind die Steine auf dem Bürgersteig ohne fundamentale Befestigung einfach in den Sand verlegt. Natürlich sind schon jetzt, nach wenigen Tagen, erste Verwerfungen des Pflasters zu sehen. Zum Anderen sind Fußgänger nun gezwungen, vor allem wenn sie mit einem Kinderwagen unterwegs sind, vom Bürgersteig auf die Strasse aus zu weichen.

Zudem werden die Markierungen von vielen Gästen auch falsch interpretiert und es werden dort Handwagen, Kinderwagen und Fahrräder abgestellt. Offenbar erwarten unsere Gäste keine Kfz-Parkplätze auf der Insel. Somit würde ohnehin eigentlich auch noch ein konkreter Park-Hinweis für die Elektromobile fehlen.

Bedenkt man außerdem, dass das Grundstück wohl eigentlich der Flughafen GmbH gehört und man sich nach meinen Informationen das "OK" wohl von dort erst hätte holen müssen, bevor man auf diese Art Fakten schafft, wird die Entscheidung vollends absurd. Aber, an absurde Entscheidungen haben wir uns ja inzwischen gewöhnt.

Wie zu hören ist, will sich auch Landrat Ambrosy die Angelegenheit einmal näher ansehen. Dabei sollte auch berücksichtigt werden, dass gerade die Gemeinde, mit ihrem Eigenbetrieb Kurverwaltung, eigentlich immer sehr darauf bedacht war das (zugegebener Maßen eher fragwürdige) Image einer autofreien Insel aufrecht zu erhalten. So hat man wohl alle Elektrofahrzeugbesitzer aufgefordert ihre Fahrzeuge (auch über Nacht) nicht auf der Strasse zu parken, sondern außer Sichtweite abzustellen. Nun wird ausgerechnet direkt am Ausgang der Flughalle, dort wo die Urlauber ankommen, ein ständiger "Busbahnhof" eingerichtet.

Damit ich nicht falsch verstanden werde. Es ist wichtig und richtig einen Transportverkehr auf der Insel vorzuhalten. Wenn allerdings weiterhin der Eindruck entstehen und aufrecht erhalten werden soll, unsere Insel ist weitestgehend frei vom Kfz-Verkehr, dann sollten auch die Abstellplätze der Busse "hinters Haus" verschwinden, zumal dort mehr als genügend Platz vorhanden ist. Ich denke, der kurze Fußweg von der Flughalle bis zu einem Parkplatz außer Sichtweite kann jedem Fahrzeugführer zugemutet werden wenn denn der Bedarfsfall eintritt.

Müssen wir nun vielleicht auch noch damit rechnen, dass demnächst am Bahnhof und auf der Zedeliusstraße Kfz-Parkplätze ausgewiesen werden?

Der Amtsschimmel sollte wirklich erst einmal nachdenken bevor er wiehert

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.... und in einigen Monaten werden wir dann sicherlich "Verkehrsüberwachungshelfer", auch "Knöllchenschreiber" genannt, auf der Insel antreffen. :roll: Vielleicht der neue Job für den scheidenden Bürgermeister :?:
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 4. Nov 2014, 11:36

Amtsantritt
Für Arbeit am Schreibtisch noch keine Zeit


Dirk Linder seit 1. November neuer Bürgermeister auf Wangerooge

von Melanie Hanz

Wangerooge - Nur kurz hat Dirk Lindner, seit 1. November neuer Bürgermeister der Insel-Gemeinde Wangerooge, an seinem ersten Arbeitstag am Montag tatsächlich an seinem neuen Schreibtisch in der Gemeindeverwaltung gesessen: Die Herbst-Deichschau auf der Insel stand an – und so war der 51-Jährige den ganzen Tag unterwegs.

Ein wenig Zeit blieb dennoch, um kurz mit den Kollegen in der Gemeinde- und Kurverwaltung die anstehenden Themen zu besprechen. „Und ich bin kurz schon einmal darauf eingegangen, was mir bei der Verwaltungsleitung am Herzen liegt“, sagt Dirk Lindner. An diesem Dienstag startet der neue Bürgermeister seinen ersten Bürotag – „ich werde mich sortieren und mich in die ersten Aktein einarbeiten“, sagt er. Anlass- und themenbezogen will er nach und nach alle aktuellen Vorgänge durcharbeiten – angefangen mit der Neuaufstellung des Bebauungsplans Siedlerstraße/Rösingstraße und der Nachlagerfläche der Klärschlammvererdung. Und die Stellenausschreibung für einen neuen Verwaltungsmitarbeiter im Ordnungsamt, die Stelle hatte bisher Lindner inne, muss schleunigst fertig gemacht werden. Die blieb in den vergangenen Wochen liegen.

Am Mittwoch, 5. November, wird Lindner in der Ratssitzung als Bürgermeister vereidigt. Beginn ist um 19.30 Uhr im Hotel Hanken. Ebenfalls auf der Tagesordnung: Der Bebauungsplan Rösingstraße/Siedlerstraße.
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Salzufler » 8. Nov 2014, 13:12

Kurverwaltung
Wirtschaftsprüfer bestätigen Jahresabschluss


Werkleiter entlastet

Wangerooge - Der Rat der Gemeinde Wangerooge hat in seiner Sitzung Ende September den Jahresabschluss und den Lagebericht des Eigenbetriebs „Kurverwaltung“ für 2013 sowie die Entlastung des Werkleiters beschlossen.

Entsprechend weiterer Beschlüsse übernimmt die Gemeinde den Jahresverlust in Höhe von 266 502 Euro und entnimmt aus der Kapitalrücklage für Investitionszuschüsse 283 172 Euro.

Jetzt haben die Wirtschaftsprüfer in Oldenburg bestätigt, dass der Eigenbetrieb wirtschaftlich geführt wird. Jahresabschluss, Lagebericht und Buchführung entsprechen den Rechtsvorschriften. Allerdings mit der Einschränkung, dass für eine Immobilie im Anlagenvermögen die erforderliche Abschreibung in einer Größenordnung von 2,1 Millionen Euro auf den niedriger beizulegenden Wert nicht vorgenommen wurde.
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