Luftverkehrsteuer

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Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 19. Aug 2011, 17:11

Flughafenverband ADV fordert Stopp der Luftverkehrssteuer

OSNABRÜCK - Angesichts der wirtschaftlichen Turbulenzen bei Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft Air Berlin fordert der Flughafenverband ADV von der Bundesregierung den sofortigen Stopp der neuen Luftverkehrssteuer. Hauptgeschäftsführer Ralph Beisel warf der Bundesregierung vor, mit der zu Jahresbeginn eingeführten Abgabe "den Wachstumsmotor Luftfahrt" abgewürgt zu haben.

Auf diese Weise würden tausende Arbeitsplätze bei Flughäfen und Airlines gefährdet, sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (Freitag).

Deutschland sollte vielmehr von den Niederlanden lernen: "Die Regierung in Den Haag nahm eine ähnliche Steuer nach sechs Monaten zurück, als sie den enormen volkswirtschaftlichen Schaden der Abgabe erkannt hatte", sagte Beisel.

Nach Angaben des ADV verursacht die Luftverkehrssteuer zusätzliche Kosten von einer Milliarde Euro im Jahr. Zudem drohen den Airlines 2012 durch die Ausweitung des Emissionshandels Belastungen von schätzungsweise 250 bis 300 Millionen Euro.

Air Berlin machten im ersten Halbjahr neben der Luftverkehrssteuer steigende Treibstoffpreise und das nach wie vor schwache Geschäft mit Flügen nach Nordafrika zu schaffen. Die Airline schneidet jetzt zahlreiche unrentable Verbindungen aus ihrem Streckennetz, wie sie am Donnerstag mitgeteilt hatte.

Ex-Bahnchef Hartmut Mehdorn soll zudem zumindest vorübergehend an die Spitze von Deutschlands zweitgrößter Fluggesellschaft rücken, er löst Unternehmenschef Joachim Hunold ab.

© dpa-AFX | Abb.: ADV | 19.08.2011 07:22 aus aero.de
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 23. Aug 2011, 13:02

aus Focus Online

LuftverkehrsabgabeFünf Millionen Passagiere weniger wegen Flugsteuer

Dienstag, 23.08.2011, 08:41

dpa Der Airline-Branche erweist sich die Luftverkehrsabgabe als Kunden-Killer
Im Kampf um Passagiere zählt jeder Cent. Wegen der Anfang des Jahres eingeführten Luftverkehrssteuer erwartet der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften rund fünf Millionen Fluggäste weniger.
Die Luftverkehrsabgabe könnte sich als Kunden-Killer erweisen. Zumindest den Vertretern der Airline-Branche zufolge. „Die größte Belastung für die deutschen Airlines ist derzeit die Anfang des Jahres in Deutschland eingeführte Luftverkehrssteuer“, sagte Geschäftsführer Michael Engel der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ am Dienstag. „Wenn man weiß, dass selbst gut geführte Airlines aufgrund des extremen Wettbewerbs pro 100 Euro Ticketumsatz im Durchschnitt nur eine Marge von 3 bis 4 Euro erzielen können, dann wird klar, welche enorme Kostenbelastung eine zusätzliche Steuer von 16 Euro auf innerdeutschen Flügen oder 45 Euro auf Fernstrecken sind“, erklärte Engel. Die Fluggesellschaften seien gezwungen, diese Steuer an den Passagier weiterzugeben. Allerdings gelinge dies in einem sehr harten Wettbewerb nicht immer. „Die Luftverkehrssteuer exportiert vor allem auch Nachfrage ins Ausland“, so Engel. Ausländische Fluggesellschaften hätten dank staatlicher Unterstützung in ihren Heimatländern deutliche Kostenvorteile.
th/dapd
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Fluggesellschaft OLT hofft auf Investor

Beitragvon Woogefan » 23. Aug 2011, 13:04

aus NWZ Online

OZ

Emden - Die 100 von Entlassungen bedrohten Mitarbeiter der Ostfriesischen Lufttransport GmbH (OLT/Emden) dürfen wieder hoffen. Nachdem die OLT bereits das Aus für den Regionalverkehr ab Ende Oktober und Entlassungen angekündigt hatte, ist nun offenbar ein Investor aufgetaucht. „Wir führen Vertragsverhandlungen“, sagte eine Sprecherin am Montag und bestätigte einen Bericht des „Weser-Kuriers“.

Möglicherweise ließen sich alle Details noch in dieser Woche klären. Wer der potenzielle Käufer des OLT-Regionalverkehrs ist, sagte die Sprecherin nicht. Allerdings habe der mögliche Käufer signalisiert, die 100 bislang im OLT-Regionalverkehr beschäftigten Mitarbeiter zu übernehmen.
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 24. Aug 2011, 16:23

Luftfahrt: Ostfriesenflieger hoffen auf neue Investoren

Bei der Ostfriesischen Lufttransportgesellschaft OLT ist neue Hoffnung auf den Weiterbetrieb des Regionalverkehrs aufgekommen. Die Gesellschaft spreche mit mehreren Interessenten, sagte am Dienstag eine OLT-Sprecherin in Emden. Zuvor hatten weitere Medien darüber berichtet. Die Verhandlungen mit einem Investor seien bereits so weit fortgeschritten, dass in dieser Woche eine Einigung möglich wäre. Damit könnte ein Großteil der geplanten rund 100 Entlassungen - davon 35 in Hamburg - vermieden werden. Der Seebäderverkehr solle dagegen bei der Muttergesellschaft AG Ems bleiben.
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Salzufler » 24. Aug 2011, 19:19

Woogefan hat geschrieben:Luftfahrt: Ostfriesenflieger hoffen auf neue Investoren

Bei der Ostfriesischen Lufttransportgesellschaft OLT ist neue Hoffnung auf den Weiterbetrieb des Regionalverkehrs aufgekommen. Die Gesellschaft spreche mit mehreren Interessenten, sagte am Dienstag eine OLT-Sprecherin in Emden. Zuvor hatten weitere Medien darüber berichtet. Die Verhandlungen mit einem Investor seien bereits so weit fortgeschritten, dass in dieser Woche eine Einigung möglich wäre. Damit könnte ein Großteil der geplanten rund 100 Entlassungen - davon 35 in Hamburg - vermieden werden. Der Seebäderverkehr solle dagegen bei der Muttergesellschaft AG Ems bleiben.





Perspektive für OLT



Veröffentlicht: 24.08.2011




EMDEN


Der polnische Finanzinvestor Amber Gold aus Danzig hat nach Medienangaben die ostfriesische Regionalfluggesellschaft OLT übernommen. Das berichtete der Bremer „Weser-Kurier“ gestern. Eine OLT-Sprecherin bestätigte lediglich Gespräche mit Amber, machte aber keine näheren Angaben
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Salzufler » 25. Aug 2011, 09:57

„Luftverkehrssteuer schnell wieder einstampfen“
-aus NWZ-

Inselflieger EU-Parlamentarier Matthias Groote kritisiert deutschen Sonderweg


Wangerooge - Die Bundesregierung ist in Sachen Luftverkehrssteuer „sehenden Auges ins Unglück gelaufen“. „Das ganze Ding war von Anfang an unglücklich gestaltet“, sagte Matthias Groote (SPD), EU-Abgeordneter aus Leer. Er kritisiert, dass Deutschland in der Gesetzgebung – wieder einmal – einen Sonderweg einschlägt, der nicht notwendig wäre. „Ich hoffe, die Luftverkehrssteuer, die ja ohnehin nicht die erhofften Einnahmen bringt, wird schnellstens wieder eingestampft“, sagt Groote.

Denn nicht nur sei sie ein Bürokratiemonster für kleine Luftverkehrsbetriebe wie die Wangerooger Inselflieger und setze die Daseinsvorsorge der Inseln aufs Spiel, sondern sie sei auch völlig unnötig – „so werden deutsche Fluggäste doppelt belastet“, meint Groote: 2007 hatten die EU-Umweltminister beschlossen, ab 2012 auch den Luftverkehr in den EU-Emissionsrechtehandel einzubeziehen. Damit müssen alle Fluglinien, die in der EU starten oder landen, Emissionszertifikate kaufen. Ziel ist die Reduzierung des Klimaschädlichen Kohlendioxids.

Komplett ausgenommen sind von dieser Regelung Maschinen mit einem Startgewicht unter 5,7 Tonnen. „Hätte die Bundesregierung nicht unnötig die EU-Richtlinien verschärft, hätten die Inselflieger kein Problem“, betont Groote.

Wie berichtet, sind Inselflüge aus medizinischen Gründen, zur Wahrnehmung hoheitlicher Aufgaben und für Inselbewohner steuerbefreit. Touristische Flüge zu den Inseln werden aber besteuert – es sei denn, die EU-Kommission stimmt einer Ausnahme doch noch zu.

Durch die Besteuerung sind die Fluggastzahlen etwa der Luftverkehr Friesland-Harle drastisch eingebrochen. Damit ist die Daseinsvorsorge der tideabhängigen Insel insgesamt in Gefahr.
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Hoffnungsschimmer für die Fluggesellschaft OLT

Beitragvon Woogefan » 25. Aug 2011, 12:00

25.08.11 05:06

Ein polnischer Finanzinvestor hat gemäss einer Medieninformation die ostfriesische Fluggesellschaft übernommen und führt die Liniendienste von Bremen nach Zürich, Kopenhagen und Toulouse fort.

Der polnische Finanzinvestor Amber Gold aus Danzig hat nach Medienangaben die ostfriesische Regionalfluggesellschaft OLT übernommen. Das berichtete der Bremer «Weser-Kurier».

Eine OLT-Sprecherin bestätigte lediglich Gespräche mit Amber, machte aber keine näheren Angaben. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf Branchenkreise, offiziell solle der Verkauf erst Ende der Woche bestätigt werden. Nach Gewerkschaftsangaben sind am Freitag Betriebsversammlungen geplant.

Amber Gold übernehme zum Winterflugplan aber den Regionalflugverkehr mit den ab Bremen geflogenen Strecken nach Zürich, Kopenhagen und Toulouse, berichtete die Zeitung.

aus Volksfreund.de

Amber Gold habe mit der polnischen Jet Air gerade erst eine andere angeschlagene Regionalfluggesellschaft übernommen und angekündigt, ein europäisches Flugnetz aufbauen zu wollen, heisst es weiter.
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 7. Okt 2011, 11:01

aus www.aero.de


Bundesregierung will Luftverkehrssteuer reduzieren

BREMEN - Die umstrittene Luftverkehrssteuer soll laut einem Bericht des "Weser-Kuriers" verringert werden. Am 1. Januar 2012 solle eine überarbeitete Vorschrift des Bundesfinanzministeriums in Kraft treten, berichtet die Zeitung (Freitag). Demnach sollen für einen innereuropäischen Flug künftig nicht mehr 8, sondern nur noch 6,50 Euro anfallen. Flughäfen und Fluggesellschaften hatten massiv gegen die Luftverkehrssteuer protestiert.

Auch die anderen Staffelbeträge in Höhe von 25 Euro bei einer Entfernung von 2.500 bis 6.000 Kilometern und von 45 Euro auf Langstrecken (mehr als 6.000 Kilometer) sollten um jeweils 1,50 Euro reduziert werden, berichtet die Zeitung unter Berufung auf Flughafenkreise.

© dpa-AFX | Abb.: aero.at | 06.10.2011 22:15
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 11. Okt 2011, 16:06

Luftfahrtsteuer wird leicht gesenkt

aus Mobilitäts Manager DMM:

Der heftige Protest der Luftfahrtbranche gegen die Luftverkehrsabgabe scheint von Erfolg gekrönt zu werden: Das Bundesfinanzministerium bestätigte, dass die Steuer ab 2012 abgesenkt werden soll.

Die Nachricht aus Berlin kam etwas überraschend, zumal es noch vor einigen Wochen geheißen hatte, dass an der Steuer nicht gerüttelt werden kann. Schließlich müsse sich die Bundesregierung um Grichenland, die Banken und anderes mehr kümmern und brauche dafür viele Milliarden Euro. Die nun angekündigte Reduzierung soll die Mehrausgaben kompensieren, die auch die deutschen Airlines ab 01. Januar 2012 als Konsequenz aus der Einführung des Handels mit Emissionsrechten (ETS) aufbringen müssen.

Im Finanzministerium kursiert ein Referentenentwurf, aus dem hervorgeht, dass die Luftverkehrsabgabe in allen Stufen um jeweils 5,52 % sinken soll. Statt 8 Euro wären dann auf innerdeutschen Flügen 7,56 Euro zu zahlen, auf Mittelstrecken-Verbindungen 23,62 Euro statt 25 Euro und auf Langstrecken 42,52 statt 45 Euro.

Die Vertreter von Lowcost-Airlines und einier Flughäfen kritisierten am Montag umgehend die avisiete prozentuale Neuregelung, wie die "Süddeutsche Zeitung" am Montag berichtete. Eine von den Fluggesellschaften favorisierte pauschale Absenkung über alle Routenlängen hinweg sei wegen des Luftverkehrsteuer-Gesetzes nicht möglich, heißt es in Berlin.
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Re: Luftverkehrsteuer

Beitragvon Woogefan » 13. Okt 2011, 14:13

Land lehnt Pläne des Bundes zur Luftverkehrssteuer ab

- 12.10.2011 -

Rheinland-Pfalz lehnt die Pläne der Bundesregierung zur Neuregelung der umstrittenen Luftverkehrssteuer ab. „Die Luftverkehrssteuer ist und bleibt volkswirtschaftlich absolut kontraproduktiv, weil die erwarteten Steuereinnahmen beim Bund ungleich höhere wirtschaftliche Verluste mit sich bringt und Arbeitsplätze gerade im Umfeld von Low Cost-Flughäfen wie Hahn kostet“, kritisierte Staatssekretär-in Heike Raab. Das Land bleibe bei seiner grundsätzlichen Ablehnung der nationalen Luftverkehrsteuer, so Raab mit Verweis auf die von Rheinland-Pfalz beim Bundesverfassungsgericht erhobene Klage.
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Die Bundesregierung plant laut Presseberichten im Vorfeld der Einbeziehung des Luftverkehrssektors in den europäischen Emissionshandel zwar eine einheitliche prozentuale Absenkung der Luftverkehrssteuer um 5,5 Prozent. „Das wird das grundsätzliche Problem durch eine einseitige Belastung im internationalen Vergleich und vor allem der Kurzstrecken und von Inlandsflügen nicht lösen“, betonte Raab. Die Luftverkehrssteuer habe - wie von Rheinland-Pfalz von Anfang an befürchtet – zu erheblichen Rückgängen bei den Passagierzahlen insbesondere der Flughäfen geführt, deren Kunden vor allem Low-Cost-Fluggesellschaften seien. Auch die grenznahen Flughäfen sind von deutlichen Rückgängen bei den Passagierzahlen durch die Verlagerung von Flügen ins benachbarte Ausland betroffen. Am Flughafen Hahn ging die Zahl der Fluggäste in den ersten acht Monaten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund 16 Prozent zurück.

Die jetzt von der Bundesregierung beabsichtigte einheitliche Absenkung der Abgabesätzen bewirkt im Übrigen tendenziell eine Doppelbelastung von innerdeutschen Flügen. Nur innerdeutsch wird neben dem Hinflug auch der Rückflug besteuert sowie die Mehrwertsteuer erhoben. Flüge ins Ausland sind von der Mehrwertsteuer befreit, was zu zusätzlichen Schieflagen im Wettbewerb führen kann „Es ist zu befürchten, dass die Einbeziehung des Luftverkehrssektors in den Emissionshandel trotz der Absenkung der Luftverkehrssteuer an den Wettbewerbsverzerrungen zwischen Low-Cost-Airlines und Low-Cost-Flughäfen einerseits und den großen Fluggesellschaften sowie den großen Flughäfen andererseits nichts ändern wird“, so Raab. Rheinland-Pfalz bleibe deshalb dabei, dass diese Steuer wieder abgeschafft werden müsse.


- Artikel aus Eifelzeitung 41. KW 2011 -
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