Fondue

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Fondue

Beitragvon Strandnixe » 5. Dez 2012, 11:16

Das habe ich beim Stöbern im Internet gefunden :)

Dat Fondü!

Disse Geschichte, leiwe Frünne hört sick lögenhaftig an, ober se is wahrhaftig passiert. Awwespeelt hat se sick in üsen Dörpe. De Nomen von de Lüe, de de Hauptrulle in düsse Geschichte speelt, will ick nich verraen. Ick nenn se mal Opa un Oma, denn dat weern se ja uck

An üsen Dorpranne herrn sick de beiden son lüttjet Stücke Land ekoft. Do stünnt sone ule Bredderbüde uppe, un de herr Opa in all den Johren um- un annebüet. Un mit de Tied herr hei do son richtig smukke un gemütliche Villa tarechteklütert. Taun Schluß herr Opa denn uck noch for son betten Komfor esorget. De Pumpe kam von butten na innen, un vor de Hüsdör sette hei nen groten Windfang. Den her hei extra so groote maket, damit hei do uck nochen Lokus unnerkreig. Domidde herr dat uck en Enne mit de Brummerhochtied in Sommer. Un Winterdags brüke sick keener mehr wat aff tau freisen.

Weil Oma un de Gardinen dat smöken nich verdrogen können, herr Opa sick dat Lokus gemütlich innricht. Hei herr et tapeziert un an de Wand hänge dat Hochtiedsbild von de beiden. Taun Lokus segg hei immer: "Dat is mien Paradies." Un da smök hei denn ok siene Piepe un lees de Pansche Allgemeine dabiee.

Oma un Opa eere Kinner wohnt uk im Dörpe un beseuken de beide aff un tau un vertellen öhne oftmals von den nieesten Stand von de Technik, un wat se sick alles anneschaffet herrn.

Mol vertellen se von eeren "Fondü-Apperat", den se sick ekofft herrn. Se swoigen davon in den höchsten Tönen, wie schön dat weer un wie gemütlich. Dat man den ganzen Obend davor sitten könne, sick wat vertellen un en Glas Wien oder ne Flasche Bier dotau drinken könne. So herren se de ulen Lüe nieschierig emoket, un tau Wienachten 1oten sei sick so'n Ding schenken. Sei herren allet middebrocht, den Pott, den Dreibock, de Spritlampe, Teller, Gobels, Fett, Sprit und sogoor ne Flasche Wien. Bevor sei gingen, herrn sei eeren Öldern genau verkloort, wie de Sache funxionieren dä.

Nun wollen Oma un Opa dat stantepee ütprobiern. Sau krieg de Karpen, de noch inne Bohewanne swimmen dä, noch een Dag Gnadenfrist. Opa fung an un mooket den Apparat klar. Hei fülle de Spritlampe up, un dä dat Fett in den Pott, Oma decke deen Disch un mooke de Flasche Wien up. De beiden Ulen herrn sick dat so richtig gemütliche mooket. Un dat ging ja nü uk alles ganz güt, bit Opa sick mool son betten stoffelig anstellen dä. Öhn was en Stücke Fleisch von de Gobel fallen un in dat Fett rin. Hei angel un angel un kreig dat goore Fleisch nich tau footen. Do leg hei de Gobel üt de Hand un lang mit de Finger in dat Fett.

Na da was wat los, Opa rohre up, reit mit de Hand den Pott vom Dreibock, un jaule wie so'n verliebten Kooter, den sine Brüt üteneiet is. Hei danze up einen Bein dor de Stüve, wi Kinner op de Strote bien Hinkepott.

Mit dä Gemütlichkeit her dat ja nün ein Enne. Opa reit de Hüsdöör up, un aff ging dat no'n Doktor.
Wie Opa nü wegwas, mooke Oma erstmool Inventür: Vom Disch was de Politür in Ammer, de Dischdecke, de Stauhl un de Teppich werrn fuller Fettplecken. Ein Glücke, dat dat Öl kein Füer fungen herr. Süs was vielleicht noch de ganze Klabache affebrennt.

Von Fondü herr Oma de Neese bit bobenhenn full, un so kippe se dat heite Fett mitsamt dem Fleisch un den Sprit in dat Lokus. Grode als se fertig was un sick ein betjen verpüsten woll, keim Opa na Hüs. De ganze Hand herrn se ne verbunnen un gegen de Weidag herr hei ne Spritze kregen.

De Schreck was Opa woll so'n betchen up den Moogen ne slooen, denn hei möste üte Böxe. Hei herr'n Barg Last domidde de Böxe dool tau trecken. Ober hei kreig dat taurechte. Denn fummele hei mit siene heile Poote sien Smöktieg üt de Tasche. Mit de Piepe twischen den Teenen, den Tabaksbüel twischen de Beine un de Strieksticken under den Arm kreig hei sien Knösel taun dampen. Denn smiet hei dat brennende Strieksticken twischen sinen Beinen an den Spossmoker vorbie in dat Lokusbecken.

Rumms sä dat, un eine Stichflamme schoot üt den Becken rüt un versenge Opa den Achtersteven un noch wat mehr. Opa brülle as wenn hei affesteeken wer. Hei sprung hoch von sien Thron un rüt üt de Döör. Sien Hemdsnippel brenne lichterloh. Oma sag de Bescherunge, grapsch sick den nächsten Ammer full Woter un swupp kreig Opa tein Liter Woter vorn Mors. Nü sag sien Achtersteven so schier üt, wien affebrennten Antschenmors. De Doktor schicke ehn in't Krankenhüs un do het sei öhne sien Fohrgestell so beplostert, datt hei 14 Dooge sick nich bücken könne. De meiste Tied leig hei upen Büüke un dachte dorober no, wieso dat Lokusbecken explodieren könne. Später herr Oma ehm allet vertellt, un de Fondü-Apparat staht nü up'n Spitzbodden un ward uld.

Gebruket hebt de Beiden den nie wäer.
Strandnixe
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