Anreisebericht

Was muß bei der An- und Abreise beachtet werden?
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Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 29. Jan 2011, 14:52

Anreisebericht von H. Plagenz
-aus www.insel-wangerooge.de v. 29.01.2011-

Freitag, den 28. Janura 2011, 18.01 Uhr:
Planmäßige Abfahrtszeit des Seebäderschiffes der DB nach Wangerooge von Harle 17.3o Uhr. Noch ist weder zu sehen, noch zu ahnen, ob und wann der Matrose den Tampen, der das Schiff mit der Kaimauer verbindet, loswerfen wird. Das Schiff ist überfüllt. Die Stimmung im unteren Deck des Schiffes wird langsam so dick wie die verbrauchte Luft. Drei junge Frauen haben sich auf dem Kabinenboden niedergelassen und spielen Karten. Da unten ist die Luft wahrscheinlich bessser. Seid über 30 Min. sollte das Festland bereits weit hinter uns liegen. Passagiere stehen seit über einer Stunde in den Gängen. Freie Sitzplätze gibt es nur noch auf dem Oberdeck im Freien, bei -4 Grad, gefühlte Temperatur mindestens - 1o Grad. Bisher noch keine Durchsage, weshalb das Schiff nicht fahrplanmäßig abfahren kann.

Ein Inselbewohner hält die "Gesichtskontrolle " für Insulaner für Schikane und Diskriminierung. So einfach durch die Sperre ist er nicht gekommen, die Kontrollautomaten schmeißen die blauen Insulaner-Plastikarten einfach wieder raus.

18.13 Uhr,
immer noch keine Durchsage wegen der Verspätung, aber das Schiff legt ab. Spontaner Applaus, eher spöttisch als der Erleichterung geschuldet, mit zynischen Kommentaren der Fahrgäste untermalt, brandet kurz auf.

18.2o Uhr,
die Standartdurchsage für die Inselbahnanbindung, Gepäckrückgabe und Benutzung der Servicecard für die Kurtaxe dröhnt aus den Lautsprecher. Immer noch keine Erklärung , noch eine Entschuldigung für die Verspätung. Einige beschleicht das Gefühl "wie Vieh befördert " zu werden.

19.o5 Uhr,
Ankunft im Hafen von Wangerooge. Spätestens jetzt müssten die Fahrgäste eigentlich entspannt, noch beeindruckt von der ruhigen Fahrt über das Wattenmeer, am Wangerooger Bahnhof ausssteigen. Stattdessen drängeln sich alle in den bereitstehenden Zug. Die Sitzplätze sind bereits nach kurzer Zeit belegt und immer noch drängen Nachrücker in die beheizten, aber nur zum Teil beleuchteten Waggons. Wer zu spät kommt, den bestraft das Leben, heißt es. In diesem Fall bestraft es ihn mit einer ungemütlichen Fahrt bei eiskaltem Wind auf der offenen Plattform. Auf dem Nebengleis stehen noch einige leere Waggons, aber ohne Lok und niemand hat mit einer Durchsage oder einem Hinweis darauf aufmerksam gemacht, dass auch diese Waggons später noch zum Bhf. Wangerooge gezogen werden.

19.35 Uhr,
Ankuft am Bhf. Wangerooge. Die Gepäckcontainer werden abgeladen. Alles drängelt sich auf dem Bahngelände und versucht in dem matten Schein der Bahnhofsbeleuchtung, der nur ungenügend den Innenraum der Gepäckcontainer erhellt, sein Gepäck zu finden. Man glaubt ja nicht, wie sich schwarze Koffer ähneln, wenn die Beleuchtung zu wünschen lasst. Eine kleine Aufregung entsteht, es sind nicht alle Gepäckstücke vorhanden. Die Durchsage: "Vorsicht am Bahnsteig, der Zug fährt aus", hilft auch nicht recht weiter. Aber langsam macht eine Flüsterparole die Runde, dass der ausfahrende Zug die restlichen Gäste und Gepäckstücke vom Hafen holen wird. Erleichterung ist zu spüren, aber auch verhaltener Unmut.

Gegen 20.oo Uhr,
der Zug mit dem Restgepäck und den restlichen Fahrgästen fährt in den Bhf. ein. 25 Min. warten in der Kälte auf dem Bahnsteig. Eigentlich sollten wir bereits seid etwa einer Stunde bei einer heißen Tasse Tee sitzen. Wenn denn alles planmäßig verlaufen wäre.

Zu sagen bleibt noch, dass die Mitarbeiter der Inselbahn sich bemühten das Chaos zu händeln und die Fahrgäste schnellstmöglich zum Inselbhanhof zu transportieren. Das Problem liegt offensichtlich eher im Organisatorischen. Dort in der Planungsebene muss man gewusst haben, dass an diesem Freitag mit einem erhöhten Fahrgastaufkommen zu rechnen ist. Denn schon Stunden vor Abfahrt des Schiffes, als am Festlandhafen Harle noch geschäftige Ruhe herrschte, waren beide Fahrkartenschalter und Gepäckannahmen geöffnet, was in der Winterzeit allerdings eher ungewöhnlich ist und darauf schließen lässt, dass irgendjemand viele Fahrgäste erwartet.

An dieser Stelle darf man einmal fragen, wie geht die DB eigentlich mit uns und ihren Gästen um? Erinnerungen an überfllutete Anlegeplätze werden wach. Barfuß und mit hochgekrempelten Hosenbeinen waten Inselgäste im Jan. von der Inselbhan zum Schiff. Vielleicht ein Abenteuer für die Jungen, aber eine Zumutung für die Älteren. Ein Radlager "löscht" die Inselgäste in Harle wie Ladnung vom Schiff an Land. Von festsitzenden, auf Grund gelaufenen Fähren, über Verspätungen, verschwundenem Gepäck und ausgefallenen Schiffsverbindungen einmal ganz abgesehen. Inselverkehr ist wohl auch in unserer hochtechnisierten Zeit immer noch ein ganz besonderes Erlebnis.

Wie geht ihr eigentlich mit uns und unseren Gästen um? Darf man das fragen? Man darf nicht nur, man muss die Frage sogar noch erweitern, was unternehmen eigentlich die Verantwortlichen der Kur- und Gemeindeverwaltung, die sich schließlich um das Wohlergehen der Inselgäste und Inselbewohner bemühen sollten? Wer wird den örtlichen Verantwortlichen der DB einmal deutlich vor Augen führen wie abhängig auch ihre Arbeitsplätze von uns und unseren Gästen sind? Wer erklärt den Entscheidungsträgern der DB einmal, dass nicht jeder Gast solche Vorkommnisse als "Erlebnisurlaub" abtut!

Wenn solche Gespräche mit den Verantwortlichen in Harle schon stattgefunden und nicht gefruchtet haben, dann empfiehlt sich doch einmal der Gang zur nächst höheren Entscheidungsebene, bis man vielleicht dort einmal auf ein offenes Ohr trift. Oder hilft vielleicht doch nur noch das massive Engagement auf einen ortsnahen Inselhafen um potenten Mitbewerbern die Einrichtung einer konkurrierenden Schiffanbindung zu ermöglichen, die derzeit noch durch die Monopolstellung der Inselbhan und der Privatisierung der Fahrstr. vom Westturm zum Inselhafen, die eben nicht als Versorgungstr. für die Inselbewohner zugelassen wurde, bisher verhindert wird, damit die "Schiffsreise" unserem Gästen in guter Erinnerung bleibt.

Und deshalb erlaube ichmir einfach einmal die Frage:

Wie geht ihr eigentlich mit uns und unseren Gästen um?

Heino Plagenz,
Bewohner dieser Insel und Fahrgast auf den DB-Schiffen und Bahnen dieser Linie seit mehr als 60 Jahren.

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Da hat mal einer den Nagel auf den Kopf getroffen!
Das ist sicherlich ein Grund für ein "weniger" an Inselurlaubern im vergangenen Jahr, denn wer macht so einen "Spaßurlaub" noch ein zweites mal mit?

Lieber Herr Kohls, Sie als Bürgermeister haben da vielleicht mal eine Möglichkeit bei der DB auf den "Busch" zu klopfen!

Ansonsten sehe ich weitere Mindereinnahmen in der Kurtaxe auf die Gemeindekasse zu kommen!

Der ortsnahe Hafen mit von der DB unabhängiger Beförderung ist längst überfällig,

meint einer,
der seit 1960 die Insel besucht.
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Krabbenkiller » 30. Jan 2011, 12:51

Lieber Heino!

Dein Bericht läßt einen ja erschaudern. Habe vor etwa 25 Jahren ähnliche Erfahrungen gemacht, damals noch mit 2 kleinen Kindern (5 und 6 Jahre). Grauenhaft!

Seit dem bin ich nie wieder mit dem Schiff gefahren, sondern nur noch mit der insbesondere sehr freundlichen LFH von Herrn Brunzema geflogen.Das ist zwar etwas teurer, aber dann beginnt für mich der Urlaub und ich verbringe nicht die ersten 2 Tage verärgert auf der Insel.

Schon vor 5 Jahren hat mir ein Freund gesagt, das müßte sich der Herr Mehdorn (Damals noch Chef der DB) einmal ansehen, was hier abgeht.

So, jetzt beste Grüße, auch an Karin von dem Krabbenkiller alias MichaelS04
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Re: Anreisebericht

Beitragvon strandwärter » 30. Jan 2011, 14:28

Moin,
ich komme seit über 50 Jahren nach Wangerooge und habe so manche Gruselfahrt mitgemacht. Auch wenn die Mitarbeiter der SIW bemüht sind, die Logistik stimmt einfach nicht. Der aktuelle Chef der SIW zeigt sich gerne bei Presseauftritten jeglicher Art. Seinen Laden hat er aber offensichtlich nicht im Griff. Sein Vorgänger wurde entsorgt. Weil, so munkelte man, er zuviel Geld für Öffentlichkeitsarbeit ausgegeben hat. Ob 100 Jahrfeier, ob historische Dampflok im Liniendienst, Bahnhofsfeste, usw., die SIW war überall dabei. Jetzt glänzt man durch sparsame Enthaltsamkeit !

Die SIW ist eine Tochter der DB Autozug GmbH und die ist eine 100 %Tochter der Bahn AG. Das spürten Bahnfahrende schon seit den 70er Jahren. Bahnkarte / Bahncard ?? Die gilt hier nicht !!
Die Schiffe Harlingerland Bj. 1979 und Wangerooge Bj. 1985 gehören der Reederei Warrings GmbH und sind an die SIW verchartert. Aktuelle Mitarbeiterzahl der SIW: 45 .
Die Fahrpreise der SIW sind die höchsten aller ostfriesischen Inseln. Gut, nach Borkum kostet die Rückfahrkarte 34 €. Dafür beträgt die Strecke von Emden nach Borkum auch ca. 70 km Seeweg + 6 km Inselbahn bis zum Ort. Auf allen anderen Insel kostet der Gepäcktransport nichts. Eine Ausnahme ist Spiekeroog. Hier kostet der Koffer einfach zwar 2,80 €, aber er wird auch bis ins Hotel oder in die Ferienwohnung geliefert.
Helgolandfahrten gibt es leider von Wangerooge,bzw. Harlesiel nicht mehr.
Wer auf Langeoog einmal die Überfahrt bezahlt hat, kann mit der Inselbahn fahren bis die Schienen glühen. Auf Wangerooge kassiert man unverschämte 5 € für die Fahrt Bahnhof / Anleger.

Als es noch die Bahnstrecke Oldenburg - Harlesiel gab, erzählte man hinter vorgehaltener Hand, dass die gesamte Bundesbahn in diesem Bereich von der Fährverbindung nach Wangerooge lebte.
In sogenannten Stoßzeiten versagt das Management der SIW komplett. Ich habe mehrfach erlebt, wenn zwei Schiffe mit ca. halbstündigem Abstand fahren, hat man das erste Schiff bis zum Anschlag vollgepackt. Das zweite Schiff war dann später fast leer. Warum begrenzt die Personenzahl beim ersten Schiff nicht ?

Um der Verwaltung in Harle mal etwas Dampf zu machen, bin ich mittlerweile auch für einen ortsnahen Hafen. Kleinere Fähren hätten auch ein größeres Zeitfenster und könnten öfter fahren.Ein ortsnaher Hafen könnte mit angegliedertem Sportboothafen auch ein neues touristisches Highlight werden.

Die Helgoländer haben gerade über eine Vergrößerung ihrer Insel abgestimmt. Die Mehrheit war dafür !

Schaun mer mal

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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 30. Jan 2011, 19:48

Moin Allerseits.
In den letzten 10 Jahren durfte ich 2 x solche Erfahrungen wie Heino sammeln! Aber verbessert hat sich anschließend nichts.

Auf einen einen ortsnahen Hafen können wir warten bis wir schwarz werden. Selbst die SPD - Ratsmitglieder wollen ihn nicht haben! Ob die haben wohl Angst um ihre Stammwähler haben?

Solange die Kosten-Nutzenkalkulation bei der SIW so hervorragend läuft wird sich bei denen eh nichts zum pos. Verändern.

Nur auf J.-L. Brunzema ist da Verlaß. Der allerdings muß nun noch die Luftverkehrssteuer von seinen Passagieren kassieren, was den Transport per Luft für Normalsterbliche zu teuer macht!

Machen wir uns nichts vor, es bleibt alles beim alten, bis kaum noch einer die Insel besucht, weil das Angebot auf Nachbarinseln und in Meck-Pom. wesentlich besser ist.

Und mal ehrlich:
Die Ostsee hat auch was!
So wie andere Mütter auch schöne Töchter haben!
Die Welt ist groß - laßt uns doch mal was anderes "begucken"

Aber immer wieder fallen darauf rein, wir fahren auf "unsere" Insel -
Wooge muß was haben, was andere nicht haben:
Einen "beschi......" Schiffs-Bahnanschluß!

Gruß zum Montag

Uli
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 31. Jan 2011, 11:31

Überfahrt zur Insel bei klirrender Kälte an Deck.
-aus NWZ. v. 31.01.2011-


Wangerooge:
Rund 40 Min. Verspätung.
Chaos an Fahrkartenschalter und Gepäckaufnahme und zuletzt nur noch Stehplätze an Deck:

Die SIW hatte am Freitag offenbar nicht mit der großen Anreisewelle zu den Zeugnisferien nach Wangerooge gerechnet.

Auf der Insel jedenfalls war die Situation auf der 17.3o Uhr - Fähre von Harle nach Wangerooge am Wochende ärgerliches Gesprächsthema. "Wir bemühen uns, die Leute nach Wangerooge zu bekommen, und die Bahn verprellt sie. Das ist geschäftsschädigend", ärgerte sich Verkehrsvereins-Vorsitzender Josef Mende. Bgm. H. Kohls kündigte an, die Gemeinde wolle sich bei der Bahn beschweren.

So berichtet ein Fahrgast, dass das Schiff so rappelvoll gewesen sei, dass viele Reisende in klirrender Kälte an Deck bleiben mußten. Dabei sei doch jedem bewußt gewesen, dass das letzte Schiff zur Insel voll werden würde:

"Es war Umtide und das nutzen viele Wangerooger Bürger, um den Tag am Festland zu verbringen, zudem stand am Sonnabend der Yachtclubball an, zu dem traditionell viele Gäste vom Festland anreisen, und die Zeugnisferien haben begonnen", sagte die Insulanerin.

Was sie besonders ärgert:
"Keiner hatte es nötig, vielleicht mal per Durchsage zu informieren, wo eigentlich das Problem ist."

Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis bestätigte auf Nachfrage der NWZ, dass mit diesem Ansturm tatsächlich keiner gerecht habe:

"Zehn Minuten vor Abfahrt des Schiffs hatten 250 Reisende eingecheckt - dann kamen plötzlich nochmals Massen zum Anleger und wollten ebenfalls noch mit", bereichtete er. Insgesamt waren 43o Fahrgäste an Bord. "Das Schiff HARLINGERLAND ist für 640 Passagiere ausgelegt - daß Leute an Deck stehen mußten, kann ich mir nur dadurch erklären, dass viel Gepäck mit an Bord genommen wurde, das auf den Sitzplätzen abgestellt wurde", sagte er.

Die größere Fähre WANGEROOGE, die 75o Passgiere fasst, kurzfristig einzusetzen, sei indes nicht möglich gewesen:

Das Schiff ist derzeit in Inspektion.

Zu allem Überfluß sei dann auch die Verpflegung an Bord schnell ausverkauft gewesen. "Das passiert selten", meinte Meyer-Lovis.

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Wie wärs endlich mit freiem Wettbewerb im ortsnahen Hafen?
fragt man sich.

Oder vielleicht eine "Art Sesselbahn" wie auf den Skipisten des Südens, vielleicht mit eingebautem Windrad?

Oder einem Bahndamm zur Insel ähnlich Hindenburgdamm auf Sylt!

Vorschläge gibt es sicherlich genug - aber da müssen wohl "Seilschaften" auf der Insel sein -
ein Kampf gegen Windmühlenflügel!

Aber stellt euch mal vor - keiner kommt mehr auf die Insel - was dann?
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 31. Jan 2011, 12:39

Zeugnisferien in Niedersachsen
-von Jessica Schumacher auf facebook-

War keine gute Leistung!
Zeugnisferien in Niedersachsen....

Insel voll!
Pudding zu,
Wooge zu,
Bäcker zu,
Düne 17 - patziges Personal,
alle Geschäfte ab 13.oo Uhr am Samsatg zu.

Im Winter kommen wir nicht mehr!
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 6. Feb 2011, 17:37

aus: Wangerooger Tagesbilder/
www.insel-wangerooge.de

Zum zweiten Mal trägt Bahn-Sprecher E. Meyer-Lovis in einem NWZ-Bericht über die Schiffsfahrt am Freitag, den 28.01. 11 von Harle nach Wooge seine Vermutung vor, dass: "Doch offenbar (....) viele Passagiere Gepäck nicht aufgegeben (hatten), das weiteren Platz wegnahm."

Dieser Vermutung widerspricht allerdings das Foto, das wir vom Unterdeck während der Fahrt zur Insel geschossen haben. In den Gängen und auch im hinteren Zwischenraum standen die Fahrgäste und saßen zum Teil auf dem Fußboden. Die Sitzbänke waren nach meiner Beobachtung mit vier Personen und oftmals zusätzlich mit kleinen Kindern besetzt. Gepäck konnten wir auf den Sitzplätzen nicht ausmachen. Hätten Gepäckstücke die Sizplätze belegt, hätten die Passagiere, die z. T. vor der Abfahrt bereits seit mehr als 45 Min. in den Gängen standen und noch einmal einer 45 minütigen Fahrt entgegen sahen, sicherlich energisch protestiert. Ich weiß nicht, ob es bahneigenen Argumentation ist, die Schuld für das eigene Versagen bei den Fahrgästen zu suchen, ich weiß aber, daß, wenn man auf Andere zeigt immer 4 Finger auf einen selbst weisen. Vielleicht sollte man das einem Bahn-Sprecher einmal mit auf den Weg geben.

Man hat mich darauf hingewiesen, daß die "Gesichtskontrolle", die Insuler derzeit beim passieren der Gates über sich ergehen lassen müssen, nicht auf Innitiative der DB, sondern auf Begehren der Gemeinde- und Kurverwaltung, die offenbar eine Kurtaxenhinterziehung mit den kurtaxfreien Insulaner-Plastikkarten vermutet, erfolgt. Diese Info möchte ich deshalb hiermit gerne weitergeben und ein eventuelles Mißverständnis damit ausräumen.

Damit zeigt sich aber auch wieder, die absolute Kontrolle gibt es offenbar nicht. Und außerdem, für das kurtaxfreie Verlassen der Insel bedarf es nicht des Schummelns mit der Insulanerkarte. Mit meinem Gesrpächspartner war ich mir einig, wer die Insel verlassen möchte ohne die fällige Kurtaxe zu entrichten, der kann es auch. Natürlich werde ich hier keinen Exkurs zur Kurtaxhinterziehung abhandeln, aber die Frage sei einmal erlaubt:

Wenn eine nahezu einhunderprozentige Erhebung der Kurtaxe durch die Plastikkarten, wie seinerzeit bei ihrer Einführung durch die Verwaltung in Aussicht gestellt, doch nicht möglich ist, was ist die teure Karte dann wert? Wieviel Gäste werden durch das rigorose Kontrollsystem und die nachdrückliche "Nacherhebung" verprellt und kehren der Insel für immer den Rücken?
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 24. Feb 2011, 23:04

B 210 N
-aus jewo.online.de v. 24.02.2011-

Schortens:
Noch rollen die 6 Traktoren mit ihren Anhängern. Sie transportieren zehn Std. am Tag jede Menge Sand aus dem Depot in Ostiem in die Trasse der B 210 N in Richung Autobahnkreuz.

"Wir liegen gut im Zeitplan", berichtet Bauleiter G. Bogena unserer Zeitung. Das Projekt "Ortsumgehung Schortens, B210 N" nimmt Formen an. Das Ausmaß der Bauarbeiten wird am besten vom Ostiemer Berg aus sichtbar, wo sich z. Zt. ein Arbeitsschwerpkt. gebildet hat..

"Wir haben schon 300000 cbm Sand in die Trasse gespült und gefahren",sagt der Tiefbauexperte Bogena. In Kürze werden im Ostiemer Bereich eine Ruhephase eintreten. Die erste Schüttstufe ist aufgebracht, nun muß das Ganze 100 Tage ruhen . Danach wird erneut Sand gefahren. Direkt im Boden sind Drainagerohre, die durch Druck das Wassser nach oben befördern und so dem Boden mehr Halt geben.
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 20. Mai 2011, 15:57

Welche der ostfr. Inseln zu wem paßt :?: - :!:
-aus www.welt.de/reisen-

Inseln haben ihren Reiz:
Man braucht Zeit, um hinzugelangen. Das erzeugt einen Puffer zum Alltag. Schon bei der Einfahrt in den Fährhafen schalten die meisten ihr Handy stumm. Sie schnuppern Seeluft. Die macht frei. Sie bleibt auch frei von Autoabgasen. Denn nur auf zwei der sieben ostfr. Inseln sind Autos erlaubt - Borkum und Norderney. Die anderen setzen auf Fahrräder, Elektrokarren, Pferdefuhrwerke, Bollerwagen.

(Dann konkret über Wooge):

Wangerooge - was guckst du?

Wer im legendären "Cafe Pudding" sitzt, kann gar nicht anders:
Schiffe gucken. Die größen der Welt setzen hier vor der Küste zum Schauschwimmen an:
Sie wollen zum großen Hafen won Wilhelmshaven oder gleich anch Hamburg. Containermonster, Öltanker und Frachter - alles ist dabei. Vorn im Internetzimmer der Kurverwaltung hängt sogar ein Bildschirm, der die Position, den Namen und die Schiffsgattung anzeigt.

Das Gleiche findet sich im "Fischrestaurant Kruse", wo es manchmal Steinbutt gibt - angeblich gerade vorn im Watt vom Kutter gefangen. In diesem Lokal, dem der Seeblick fehlt, ist Schiffe gucken per Bildschirmanzeige ein beliebtes Hobby.

Eine Besonderheit:
Heiraten im alten Leuchtturm ist gefragt. Die davor geparkte alte, schwarze Insellok liefert die passende Kulisse für die weißen Kleider. Einen schönen Blick bieten auch die Fenster oben in der Suite der Jugendherberge im legendären Westturm. Sie gilt als eine der schönsten Herbergen in Deutschland.

Der besondere Moment:
Unter der Weltkarte im "Bistro Digger`s" an der Oberen Strandpromenade sitzen und aufs Meer schauen.

Fazit:
Viel zu sehen, gut zu essen.

Gut getroffen meine ich :P
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Re: Anreisebericht

Beitragvon Salzufler » 21. Mai 2011, 10:32

Bode warnt vor zu großer Euphorie
-aus Anzeiger für Harlingerland v. 21.05.2011-
Bei Verkehrsprojekten hat der Bau der A 20 absolute Priorität
Wittmund/ - Bei der Reaktivierung der Bahnstrecke bis Bensersiel und dem dreispurigen Ausbau der B 210 bis Aurich bittet der Minister um Geduld. Der Bau der Küstenautobahn A 20 besitzt für die niedersächsische Landesregierung absolute Priorität bei den Verkehrsprojekten im hohen Norden. Darauf hat Wirtschaftsminister Jörg Bode (Foto) gestern in einem Gespräch mit der Redaktion des Harlinger hingewiesen. Alles andere – wie die mögliche Reaktivierung der Bahnstrecke bis Bensersiel oder der dreispurige Ausbau der Bundesstraße 210 über Wittmund hinaus in Richtung Aurich – seien zwar erwünschte Maßnahmen, „allerdings nicht für die nächste Zukunft“, sagte der FDP-Politiker. Er warnte vor zu großer Euphorie.Allein in die Planungen für die Küstenautobahn habe das Land rund 70 Millionen Euro investiert, dieses Vorhaben stehe über allem. Daneben zählt Bode den zweigleisigen Ausbau der Bahnstrecke zwischen Wilhelmshaven und Oldenburg zu den bevorzugten Projekten. Rechtzeitig zur Inbetriebnahme des Jade-Weser-Ports im Sommer 2012 soll diese Anbindung fertig sein. „Falls die Planfeststellung jetzt schnell vorangeht, wollen wir im Herbst mit den Arbeiten beginnen“, sagte der Wirtschaftsminister.Nächster Schritt müsse dann der Ausbau der Bundesstraßen sein. „Wir müssen sehen, dass die B 210 in den vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans kommt“, so Bode. Auch bei der Reaktivierung der Bahnstrecke bis Bensersiel sei man auf Regionalmittel des Bundes angewiesen.
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