Aus für die Ostbake?

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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Salzufler » 13. Feb 2013, 09:25

Widerstand gegen Ostbaken-Abriss




von
Melanie Hanz
-aus NWZ-
Wangerooge - Bei Bürgern und Gästen der Insel Wangerooge regt sich Widerstand gegen den geplanten Abriss der Ostbake: Das liebevoll Eieruhr genannte Seezeichen aus Holz ist morsch, das Wasser- und Schifffahrtsamt will die mehr als 100 Jahre alte Bake demnächst abreißen, weil sie für die Schifffahrt nicht mehr benötigt wird. Ein Erhalt würde laut Behörde rund 120 000 Euro kosten. Gegen den Abriss hatte es bereits eine Unterschriftensammlung gegeben, an der sich 2000 Menschen beteiligten, nun wird angedacht, eine neue Bake zu bauen.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Salzufler » 13. Feb 2013, 15:47

Heino meldet auf seiner Seite am 13.02.13:


Spende für den Erhalt der Ostbake zugesagt

Vielleicht gibt es doch noch einen Plan B für den Erhalt er Ostbake. Der kommt zwar wohl eher aus Kreisen der Inselliebhaber als von den insularen Entscheidungsträgern (ohne Gewähr), aber es besteht die berechtigte Hoffnung, dass eine Sammelaktion für die Restaurierung des Seezeichens angeleiert wird. Laut NWZ vom 13. Februar 2013 "ging ein Schreiben -(bei der Gemeinde)- ein mit der Ankündigung der Spende einer fünfstelligen Summe."

Bürgermeister Holger Kohls hat auf jeden Fall das Wasser-und Schifffahrtsamt gebeten vorerst mit dem geplanten Abriss zu warten.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Admin » 15. Feb 2013, 09:33

Initiative für Ostbake nimmt Fahrt auf
aus NWZ-Online vom 15.02.2013

Gespräche mit Schifffahrtsamt angelaufen

von Melanie Hanz

Wangerooge - Die Initiative zum Erhalt der historischen Ostbake auf Wangerooge nimmt Fahrt auf: Wie Peter Tigges, Initiator der Unterschriftenaktion, am Donnerstag mitteilte, hat er in einem Gespräch mit Sachbereichsleiter Dirk Eickmeyer beim Wasser- und Schifffahrtsamt (WSA) vorgefühlt, wie die Behörde einem Neubau gegenübersteht. „Herr Eickmeyer hat mir bestätigt, dass das WSA für einen Neubau alle Unterstützung zusagt“, berichtete Tigges.

Für den Neubau der Ostbake müsste eine „juristische Person“ , also eine Einzelperson, ein Verein oder eine Stiftung mit der Behörde einen Nutzungsvertrag abschließen. Das WSA würde dann auch eine schifffahrtspolizeiliche Genehmigung erteilen, da die Ostbake weiterhin ein Seezeichen wäre. Der Standort der Bake gehört dem Bund und damit sei das WSA allein zuständig.

Als nächster Schritt steht nun eine Kalkulation am, um zu erfahren, wie viel der Erhalt der bestehenden oder ein Neubau der Bake kostet. „Nun heißt es auf der Insel die Sammelbüchsen aufstellen und schnellstens Mittel für einen Neubau aufzutreiben“, so Tigges. Der Abriss sei vom WSA für nächste Woche geplant.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Gastaufwooge » 15. Feb 2013, 16:52

Was ist als Gesprächsergebnis fwestzustellen?
1. Die Ostbarke wird abgerissen, da mit diesem Zustand der Sicherungspflicht nicht nachgeommen werden kann.
2. Es darf eine neue Ostbarke gebaut werden.
3. Für den Bau ist das WSA zuständig
4. Die haben aber kein Geld dafür
5. Mit einer anderen juristischen Person wird ein Nutzungsvertrag geschlossen. Einzelpersonen sind aber natürliche und keine juristischen Personen
6. Offen bleibt wie der Nutzungsvertrag aussehen soll. Wer ist für die Unterhaltung zuständig? Welcher Verein o.ä. übernimmt den Nutzungsvertrag, vielleicht sogar die Gemeinde?
7. Wie wird der Neubau gezahlt, ist die ersteentscheidende Frage
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon keinereiner » 15. Feb 2013, 17:24

Also die Argumentationsweise des WSA ist schon mehr als dürftig...
Es ist ja nicht so daß ein Bauwerk von jetzt auf gleich so baufällig wird, daß von Ihm eine unmittelbare Gefahr ausgeht.
Man hätte also aus meiner Sicht ohne Probleme auch noch ein paar Wochen oder gar Monate mit dem Abriss warten können,
denn da ging wahrscheinlich genausowenig eine Gefahr von aus, wie vom Tuunpad-Wäldchen.
Ich wage mal die kühne Behauptung, daß man durch erstmaliges Stützen der Konstruktion, und duch anschliessendes stückweises Austauschen der tragenden Pfähle
die Konstruktion ausreichend sichern kann, den Rest kann man dann stückweise, und bei tatsächlichem Bedarf nach und nach auswechseln.
Aber da will offenbar jemand nicht daß dem "Freund" der den Abriss nun durchführen soll sein Auftrag und damit Geld durch die Lappen geht.
Offenbar befürchtet man, daß bei eingehender Überprüfung jemand feststellen könnte, daß es mit der Baufälligkeit garnicht soweit her ist.
Vlt. sollte man überprüfen ob bei anderen Rückbauarbeiten des WSA immer das gleiche Unternehmen beauftragt wurde.



Ausserdem halten die das Seezeichen für überflüssig, wenn es aber neu gebaut wird muss es einen Nutzungsvertrag geben, da es dann wieder offiziell als solches fungiert ?
Erklär mir einer die Logik.
An welche Stelle, oder welches Gericht müsste man sich wenden um den Quatsch per einstweiliger Verfügung doch noch zu stoppen, und den Vorgang eingehend prüfen zu lassen ?
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Gastaufwooge » 15. Feb 2013, 17:46

Keinereiner,
zum einen gebe ich Dir Recht, baufällig wird so ein Bauwerk nicht von heute auf morgen. Aber ich weiß nicht welche Prüfungen wann das WSA vorgenommen hat. Problematisch wird es dann, wenn durch eine solche Untersuchung eine Baufälligkeit festgestellt wurde, muss diese Gefahr beseitigt werden. Wenn in der anstehenden Frühsaison etwas passiert, dann muss das WSA haften. Ausreden gibt es dann keine mehr.
Bei dem Tuunpad-Wäldchen muss das nicht das Gleiche gewesen sein. Gärtnerische Pflegearbeiten sehen manchmal brutal aus, in den meisten Fällen erholt das Grün aber wieder. Da haben die nur Mist gemacht, weil sie nicht an die freiwilligen Waldpfleger gedacht haben.
Auf die anderen Unterwtellungen gehe ich mal lieber nicht ein.
Aber die Schlusslogik ist für mich verständlich. Wenn dort wieder eine Ostbarke gebaut werden soll, dann muss das ein Seezeichen sein. Auch wenn es nicht mehr gebraucht wird. Ansonsten besteht an dieser Stelle ein Bauverbot. Als Seezeichen bestehen auch besondere Anforderungen an Größe und Ausstattung.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon keinereiner » 15. Feb 2013, 19:18

Eine Gefahr kann man in einem solchen Fall auch anders abwenden, durch ausreichende temporäre Abschrankung, also den berühmten Bauzaun z.B. oder durch ausreichende Hinweise auf Schildern.
(Wie diese schon seit Jahren am Bauwerk hängen.) Evtl. durch Aufstellen weiterer unübersehbarer Schilder in ausreichendem Abstand. Alles billiger als Abriss. Wer diese Hinweise missachtet haftet dann selber, nicht das WSA. Eigentlich befindet sich dieses Bauwerk auch ohnehin in einem Sperrbereich, so daß jeder der dort (geduldeter aber nicht erlaubter weise) hingeht sich wissentlich in Gefahr begibt.
In diesem Fall ist eine Sicherung der Verkehrssicherheit mangels legalen Verkehr nicht erfordelich.
Ausserdem frage ich mich in welchen Intervallen das WSA diese Bauwerke dann prüft, daß zwischen zwei Prüfungen es offenbar zu einem Stand kommen kann bei denen offenbar erst keine Mängel festgestellt werden(also nichts repariert werden muss) und ohne große Fremdeinwirkung bei der nächsten Prüfung ein Totalschaden festgestellt wird.
Mir will das zumindest nicht in den Kopf...

Ausserdem ist es noch nicht verboten einen Verdacht auf Korruption zu äussern.
Die Zahlenspielerei des WSA scheint ja z.B. schon nicht seriös zu sein. (Stichwort Einheitspreis von 120K€)
Und es ist zwar vlt. nicht die Regel in unserem Land, aber wir sollte nicht so tun, als gäbe es das hier nicht.
Ich finde es schon ziemlich seltsam daß trotz scharfer Ausschreibungs- und Vergaberichtlinien bei öffentlichen Aufträgen fast immer die gleichen Unternehmen beauftragt werden.
Ich fände es hier einfach interessant ob das auch bei diesem Amt so ist...

Und zum Wald... Wenn man sich alleine die Bilder anschaut, was da veranstaltet wurde, dann kann jeder sehen daß das nicht wieder von alleine heile wird.
Ich fände auch alles soweit tolerabell, wenn sich der HONK (Held ohne nennenswerte Kenntnisse) vom Amt nicht den Schwachsinn erlaubt hätte den beiden Männern die sich nun Jahrzehnte um das Stück Land gekümmert haben (Es war nicht verwildert, es war gehegt und gepflegt und eine Idylle die nicht nur ich bei jedem Aufenthalt genossen habe) hochheitlich zu ERLAUBEN "weiterzumachen".
Wenn er schon in Unkenntniss Scheisse baut, dann sollte er nicht Unverschämt werden, sondern sich bei den Betroffenen entschuldigen. (Nicht irgendwie still und leise beim Bürgermeister, dem das schnurzenpiep egal ist.) Aber wer auf einem hohen Ross sitzt steht halt über allem.
Also wäre ich H.J. Jürgens, nur ein paar Jahre jünger würde ich den Typen für diesen Spruch mit ner Keule bis hinter den Ural treiben. :evil:
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Gastaufwooge » 15. Feb 2013, 21:15

Keinereiner,
zum Thema Gefahrenabwehr sind wir uns einig. Da wären auch andere Lösungen als Übergang möglich. Dann hätte vorher schon beim WSA eine Wiederherstellung oder ein Neubau als Möglichkeit bestehen müssen. War aber wohl nicht so. Wenn schon Genehmigungen der Denkmalbehörde eingeholt wurden, dann bestand die Abrissabsicht schon länger.
Zum Thema Korruption sind wir grundsätzlich unterschiedlicher Meinung.Ich gehe gerade bei Vergaben immer erst von Korruption, wenn deutlichere Anlässe vorliegen. Wir hatten hier immer dasselbe Unternehmen, das im Straßenbau die Aufträge bekam. Gegen den Bauamtsleiter gab esein Verfahren, aber er hatte nichts damit zu tun. Der Verdacht bestand, dass die Unternehmen sich untereinander die Gebiete aufteilten.
Die "Waldsäuberung" ist immer eine kritische Sache. Viele Nutzer der Wälder und Grünanlagen verstehen nicht warum die Gärtner so brutal daran gehen. Wir als Private würden nie so arbeiten. Was die "Zusammenarbeit" mit den Freinwilligen anbetrifft, kann ich das fast nachvollziehen. Ich pflege auch eine städtische Anlage, wenn die Stadt es in den Kopp kriegt, gehen die da zusätzlich mit harter Hand ran ohne uns zu informieren. Aber wenn die das ein Mal machen, höre ich auf.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Salzufler » 19. Feb 2013, 21:36

Stand der Dinge zur Ostbake:
Juste von Peter Tigges erhalten:

Drei Stunden dauerten heute die Verhandlungen beim WSA in WHV.
Bürgermeister Holger Kohls, Jan Veddeler und Peter Tigges gelang es,
dass der Amtsleiter Alker und sein Sachbereichsleiter Eickmeyer
einen 3 monatigen Aufschub für den Rückbau der Ostbake anboten.

Dem Bgm. wurden die Bakenpläne übergeben. Nun soll ein Aufmaß erstellt werden,um die tatsächlichen Kosten eines Neubaus zu ermitteln.

Dann muß noch ein Trägerverein für die Ostbake gefunden werden.

Das alles muß bis Ende Mai gelungen sein, dann droht der Abriss.
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Re: Aus für die Ostbake?

Beitragvon Admin » 20. Feb 2013, 09:23

Aufschub für Abriss der Ostbake
aus NWZ-Online vom 20.02.2012

Wangerooge/Wilhelmshaven - Das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven hat nach fast dreistündiger Verhandlung einen Aufschub von drei Monaten für den Abriss der Wangerooger Ostbake gewährt. Das teilte Peter Tigges am Dienstagabend mit.

An dem Gespräch über Möglichkeiten zum Erhalt des Wangerooger Wahrzeichens nahmen Amtsleiter Holger Alker, Sachgebietsleiter Dirk Eickmeyer und von Seiten der Ostbaken-Fraktion Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls, Jan Veddeler und Peter Tigges teil.

„Wir müssen nun die Zeit nutzen und einen Träger für den Neubau der Bake finden“, betonte Tigges. Eine tragfähige Finanzierung des Baken-Neubaus müsse ebenfalls erfolgen. Dazu überreichte das Wasser- und Schifffahrtsamt Bürgermeister Kohls die Bakenpläne. Anhand der Pläne wird nun ein Aufmaß erstellt, um die Kosten zu beziffern. Fakt ist, berichtete Tigges, dass die Bake so morsch ist, dass selbst ein teilweiser Erhalt nicht möglich ist. Eventuell seien die unteren Stützpfeiler im Wattboden noch so gut erhalten, dass auf ihnen neu aufgebaut werden kann.
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