Deicherhöhung

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 28. Mär 2014, 16:22

Küstenschutz
Vorbereitungen für Deichbau laufen an


Bauarbeiten am ersten Abschnitt sollen direkt nach Ostern starten

-aus NWZ-
Wangerooge/Norden - Noch vor Ostern sollen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten rund einen Kilometer langen Bauabschnitt der Deicherhöhung am Dorf- und Ostgrodendeich auf Wangerooge beginnen.

„Bei günstiger Witterung wird die Einrichtung der Baustelle mit dem Antransport von Baumaschinen und -material in der nächsten oder übernächsten Kalenderwoche anlaufen“, erläuterte Frank Thorenz, Leiter der für den Inselschutz zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN).

Am Mittwochabend informierte der NLWKN auf Wangerooge in einer Bürgerrunde im „Oberdeck“ über den Ablauf des Deichbaus.

Die eigentlichen Bauarbeiten starten unmittelbar nach Ostern, wenn keine Sturmflutgefahr mehr besteht. Dann soll auch ein offizieller erster Spatenstich erfolgen.

Der erste Bauabschnitt besteht aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeichs, der bis Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird. Die dafür benötigten 40 000 Kubikmeter Klei werden per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich nach Angaben des Landesbetriebes auf gut fünf Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2017 folgen dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerks und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt ca. 3,3 Kilometer lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf.
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 3. Apr 2014, 09:48

Harlehörn: Start der Aufspülung

von Melanie Hanz

-aus NWZ-

Wangerooge - Die Wangerooger Harlehörn-Düne, die bei der Dezember-Sturmflut schwer gelitten hat, soll bereits in den nächsten Tagen wieder aufgebaut werden. Wie Armin Tuinmann vom Landkreis Friesland berichtete, laufen bereits vorbereitende Arbeiten zur Sandaufspülung, die kurzfristig beginnen soll. Der Sand wird aus der Hafenzufahrt entnommen und zur Verstärkung der Düne verwendet.
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 8. Apr 2014, 07:15

Deichbau Wangerooge: Vorbereitungen noch vor Ostern

Baustelleneinrichtung und Materialtransport ab Anfang April/ Presseinformation vom 27. März 2014


Wangerooge/ Norden - Noch vor Ostern sollen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten rund einen Kilometer langen Bauabschnitt der Deicherhöhung am Dorf- und Ostgrodendeich auf Wangerooge beginnen. „Bei günstiger Witterung wird die Einrichtung der Baustelle mit dem Antransport von Baumaschinen und -material in der nächsten oder übernächsten Kalenderwoche anlaufen", erläuterte Frank Thorenz, Leiter der für den Inselschutz zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). „Die eigentlichen Bauarbeiten starten unmittelbar nach Ostern, wenn keine Sturmflutgefahr mehr besteht. Dann soll auch ein offizieller erster Spatenstich erfolgen".

Der erste Bauabschnitt besteht aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeiches, der bis zum Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird. Die dafür benötigten 40.000 Kubikmeter Klei werden per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert, die Kosten dieses Abschnittes belaufen sich nach Angaben des Landesbetriebes auf gut fünf Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2017 folgen dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt ca. 3,3 km lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf.


27.03.2014

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Achim Stolz

Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
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Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 8. Apr 2014, 12:52

Vorbereitungen für Deichbau laufen an!
-aus wangeooge aktuell-
Auf den Pferdeweiden des Reitstalls an der Richthofenstraße laufen die Vorbereitungen für den Deichbau im Ostgroden auf vollen Touren. Auf der Weide neben dem Betriebshof des Nieder-sächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) wurden Büro- und Wohncontainer aufgestellt. Eine Weide weiter Richtung Osten wird der Boden für ein Sandlager und Fahrzeugabstellplätze errichtet
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 15. Apr 2014, 19:22

-vom NLWKN-



Deichbau Wangerooge: Vorbereitungen noch vor Ostern
Baustelleneinrichtung und Materialtransport ab Anfang April/ Presseinformation vom 27. März 2014


Wangerooge/ Norden - Noch vor Ostern sollen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten rund einen Kilometer langen Bauabschnitt der Deicherhöhung am Dorf- und Ostgrodendeich auf Wangerooge beginnen. „Bei günstiger Witterung wird die Einrichtung der Baustelle mit dem Antransport von Baumaschinen und -material in der nächsten oder übernächsten Kalenderwoche anlaufen", erläuterte Frank Thorenz, Leiter der für den Inselschutz zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz). „Die eigentlichen Bauarbeiten starten unmittelbar nach Ostern, wenn keine Sturmflutgefahr mehr besteht. Dann soll auch ein offizieller erster Spatenstich erfolgen".

Der erste Bauabschnitt besteht aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeiches, der bis zum Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird. Die dafür benötigten 40.000 Kubikmeter Klei werden per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert, die Kosten dieses Abschnittes belaufen sich nach Angaben des Landesbetriebes auf gut fünf Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2017 folgen dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt ca. 3,3 km lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf.

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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 15. Apr 2014, 19:34

- vom NLWKN-
Lieber Ferien- und Kurgast!
Auf Ihrer Urlaubsinsel Wangerooge werden an
den Deichen auf der Südseite der Insel umfangreiche
Küstenschutzmaßnahmen durchgeführt,
um die Sicherheit der Insel gegen Sturmfluten zu
verbessern. Mit dieser Broschüre möchte der
Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft,
Küsten- und Naturschutz (NLWKN) Sie
über diese Maßnahme informieren.

Überblick
Die Ostfriesischen Inseln sind auf Grund ihrer
exponierten Lage in besonderer Weise den
Wirkungen von Gezeiten, Strömungen, Wellen
und Wind ausgesetzt. Als sandige Düneninseln
bestehen sie an ihren Nordseiten aus Stränden
und Dünen, während sich an der weniger
beanspruchten Wattseite niedrig gelegene
Marschen gebildet haben.

Mit der zunehmenden Besiedlung der Inseln und
der Entwicklung als Seebäder wurden beginnend
im 19. Jahrhundert die Anstrengungen verstärkt,
die Inseln gegen Sturmfluten und Strand- und
Dünenabtrag zu schützen. Wangerooge erhielt im
Jahr 1804 den Status eines Seebades zugesprochen.
Als erste Schutzanlagen gegen Strandabtrag
wurden bereits ab dem Jahr 1818 im Westen von
Wangerooge leichte Buhnen aus Busch errichtet.
Dennoch musste nach dem Untergang des im
Westen gelegenen Dorfes nach den Sturmfluten
von 1854/55 der Ortskern in die Inselmitte verlegt
werden. Ab dem Jahr 1874 wurden dann nach und
nach an der Nord- und Westseite der Insel
massive Uferschutzanlagen wie Buhnen und
Deckwerke errichtet, um den Inselsockel zu
stabilisieren und die vorhandenen Dünen gegen
weitere Abbrüche in Sturmfluten zu schützen.
Trotzdem kam es in Sturmfluten immer wieder zu
starken Schäden, so dass auf Grund der voranschreitenden
Erosion die Küstenschutzanlagen in
mehreren Schritten bis zum heutigen Stand
erweitert werden mussten.

Als wattseitiger Sturmflutschutz der Insel wurden
Anfang des 20. Jahrhunderts in mehreren Phasen
der Westgroden-, Dorfgroden- und Ostgrodendeich
erbaut. Die Sturmflut von 16./17. Februar
1962 führte zum Bruch des Dorfgrodendeiches
und in Folge zu einer Überflutung der südlichen
Inselbereiche (Abb. 1).
Nach der Sturmflut erfolgte
eine Erhöhung und Verlängerung
des Deiches. In
den 1970er Jahren kam es
zudem zu einer Erhöhung
des Westgroden- und Ostgrodendeiches.
Küstenschutzsystem auf Wangerooge
Heute besteht das Küstenschutzsystem
an der Westund
Nordseite der Insel
Wangerooge aus insgesamt
11,3 km langen
Schutzdünen, die in Teilen
durch massive Uferschutzwerke und Buhnen geschützt
sind. Diese Bauwerke sichern den
Bestand der Insel und verhindern, dass die Insel
in das Fahrwasser der Seeschifffahrtsstraße Jade
hineinwandert.
An der Wattseite der Insel sichert eine ca. 6
Kilometer lange Hauptdeichlinie die tiefergelegenen
Inselbereiche gegen Sturmfluten. Sie besteht
aus dem ca. 1,1 km langem Westgrodendeich,
der vom Westturm bis auf Höhe der Saline
reicht, dem dünenartigen ca. 1,5 km langen Süddeich
sowie dem vom Deichschart an der Müllumschlagstation
bis zum Strandübergang Neudeich
verlaufenden 3,3 km langen Dorf- und Ostgrodendeich,
der Ortslage und Flugplatz schützt (Abb. 2).
Zum Schutz des Deichvorlands vor Abbruch
durch Wellen- und Gezeiteneinfluss befinden sich
vor dem Dorf- und Ostgrodendeich Lahnungssysteme,
welche die Vorlandkante wirksam stabilisieren.
Die Verantwortung für die Inseldeiche liegt beim NLWKN.

Ermittlung der Deichhöhen
Die für den Küstenschutz erforderliche Höhe aller
Hauptdeiche in Niedersachsen wird nach einem
einheitlichen Verfahren ermittelt. Dieses gewährleistet
einen gleichen Sicherheitsstandard für alle
sturmflutgeschützten Gebiete. Die erforderliche
Deichhöhe ergibt sich aus dem Bemessungswasserstand
(maßgebenden Sturmflutwasserstand)
und dem örtlichen Wellenauflauf.
Der Bemessungswasserstand für Wangerooge
beträgt 5,45 m über Normalhöhenull (NNH). NHN
entspricht etwa dem mittleren Meeresspiegel. In
den Bemessungswasserstand ist bereits heute
ein Vorsorgemaß von 50 cm für einen zukünftigen
Meeresspiegelanstieg eingeschlossen. Der
örtliche Wellenauflauf ist stark davon abhängig,
wie der Deich zu den anlaufenden Wellen
ausgerichtet ist.

Inseldeiche verstärken
Eine Überprüfung der Deichhöhen auf Wangerooge
durch den NLWKN ergab, dass die Deichstrecke
des Dorf- und Ostgrodendeiches erhebliche
Fehlhöhen aufweist. Der Dorfgrodendeich
und der westliche Teil des Ostgrodendeiches sind
nach Südwesten orientiert und werden deshalb in
Sturmfluten erheblich mit Wellen belastet. Hier
beträgt die Deichhöhe zwischen 6,2 m und 6,4 m
über NHN, während 7,6 m über NHN erforderlich
sind. Für den weniger stark belasteten mittleren
Teil des Ostgrodendeiches sind Höhen von
7,25 m über NHN bei Ist-Höhen von 6,4 m über
NHN notwendig.

Der Ostflügel des Ostgrodendeiches
ist hingegen weitgehend von den Wellen
abgeschirmt, weshalb hier nur Deichhöhen von
6,4 m bis 6,2 m über NHN erreicht werden
müssen.
Die gesamte Deichstrecke besitzt zudem keine
ausreichende Abdeckung mit Klei, einem gegen
Wassereinwirkung widerstandsfähigen, tonhaltigen
Marschenboden. Derzeit ist nur eine
Kleidecke von ca. 20 cm bis 60 cm vorhanden,
erforderlich ist jedoch eine Stärke von 1,5 m an
der Außenböschung und 1 m an der Binnenböschung.

Auch fehlt den Deichen ein Deichverteidigungsweg
auf der Binnenseite, der es
ermöglicht, die Deiche im Sturmflutfall sicher zu
erreichen. Ein Erhöhung und Verstärkung dieser
Deichstrecke ist deshalb dringend erforderlich.
Ein moderner Deich wird gebaut
Auf der gesamten ca. 3,3 km langen Ausbaustrecke
zwischen der Müllumschlagstation und
dem Strandübergang beim Cafe Neudeich erhält
der neue Deich eine 1 zu 6 geneigte Außenböschung
mit einer 1,5 m starken Kleiabdeckung,
eine 3 Meter breite Deichkrone sowie eine 1 zu 3
geneigte Binnenböschung mit 1 m Kleiabdeckung.
Die Deichhöhe variiert in Abhängigkeit
von dem bei Sturmfluten auftretenden örtlichen
Wellenauflauf

Deichprofile: Zwischen der Deichquerung (dem
Deichschart) für die Inselbahn im Dorfgrodendeich
und dem Schöpfwerk, das sich etwa in der
Mitte des Ostgrodendeiches befindet, liegt der
Deichfuß nur etwa eine halben Meter über dem
mittleren Tidehochwasser. Bereits im Fall von
leichten Sturmfluten wird hier der Deichfuß sowie
der untere Böschungsbereich durch angreifende
Wellen stark beansprucht. Um Schäden an der
Deichböschung, insbesondere auch unmittelbar
nach dem Bau des Deiches, wirksam zu
verhindern, ist auf der Außenböschung bis zu
einer Höhe von 4,0 m über NHN ein 1 zu 3
geneigtes Deckwerk aus Wasserbausteinen
vorgesehen (Abb. 3). Durch diese Konstruktion
kann gleichzeitig der Flächenverbrauch im
Deichvorland deutlich reduziert werden, da dort
Salzwiesen vorhanden sind, die aus Sicht des
Naturschutzes wertvoll sind.

Östlich des Schöpfwerkes ist ein auseichend
hohes Vorland vorhanden, um den Deichfuß zu
schützen. Hier läuft die Deichböschung im
Gelände aus

Auf der Binnenseite verläuft das Deichprofil flach
geneigt und ist höher als das umgebende
Gelände angelegt. Dieser als Berme bezeichnete
Bereich nimmt den 3 Meter breiten Deichverteidigungsweg
auf, der für Deichunterhaltungsarbeiten
mit Baufahrzeugen befahren werden
kann und es ermöglicht, bei Sturmfluten im
Deichverteidigungsfall jeden Deichabschnitt
schnell zu erreichen.

Die Deichkrone ist wegen der einmaligen Aussicht
in das Watt und über die südlichen Teile der Insel
für Fußgänger und Radfahrer eine sehr beliebter
Weg. Durch Trittschäden und Fahrspuren kann
die empfindliche Grasnarbe eines Deiches jedoch
zerstört werden. Der Deich wird hierdurch
geschwächt. Bei Sturmfluten ist dann die
Deichsicherheit gefährdet. Aus diesem Grunde
wird die Deichkrone zum Schutz des Deiches auf
einer Breite von 2 Metern auf der gesamten
Deichstrecke gepflastert.
Der Deich kann im Bereich des Georgspad und
beim Cafe Neudeich über flach geneigte Rampen
gequert werden.

An der Richthofenstraße führt
eine flache Rampe auf den Deichkronenweg.
Im Rahmen der Gesamtmaßnahme muss auch
das Deichschart für die Inselbahn im Dorfgrodendeich
an die erforderlichen Höhen des
Deiches angepasst werden. Hierfür ist ein
Neubau des Scharts notwendig.

Am Ostgrodendeich muss das Schöpfwerk Ost
ebenfalls an das neue Deichprofil angepasst und
durch ein modernes Bauwerk ersetzt werden.
Landseite Seeseite
vorh. Graben
Deichverteidigungsweg
2,00 3,00 2,00
Berme Binnenböschung Deichkrone
Außenböschung Deckwerk
Fußsicherung
Klei d = 1,0 m
2,00
NHN +7,25 m bis +7,60 m Kronenweg
43,00
Klei d = 1,50 m
54,92
:1 3
1 : 25
1 : 3
1 : 6
Deichprofil im Bereich Bahnschart bis Schöpfwerk Ostgrodendeich
vorhandenes
Deichprofil
NHN +6,17 m
MThw NHN +1,48 m
Abb. 3: Regelquerprofil Dorfgrodendeich
Abb. 4: Regelquerprofil Ostgrodendeich
Landseite Seeseite
vorh. Graben
Deichverteidigungsweg
3,00
2,00
Berme Binnenböschung Deichkrone
Kronenweg
: 6 1
Außenböschung
Klei d = 1,0 m
Klei d = 1,50 m
48,00
NHN +6,20 m bis +7,25 m
3 :1
3 : 1
Deichprofil im Bereich Schöpfwerk Ostgrodendeich bis Cafè Neudeich
MThw NHN +1,48 m
NHN +6,40 m
vorhandenes
Deichprofil
49,70
Mangelware Klei

Hauptbestandteile eines modernen Deiches sind
Sand und Kleiboden. Sand gibt es auf der Insel
genug, jedoch fehlt Kleiboden, der auf der Insel
nicht in ausreichender Menge und Qualität
vorhanden ist. Für die
Herstellung des neuen
Deiches werden insgesamt
etwa 120.000 m³ Klei
benötigt. Er muss deshalb
abhängig von den Gezeiten
vom Festland zur
Insel transportiert werden.
Hierfür werden spezielle
Transportschiffe eingesetzt,
die den Klei vom
Hafen Harlesiel zur einer
Anlegestelle im Wattgebiet
südlich der Insel bringen
Von dort wird er
bei Niedrigwasser über
das befahrbare Sandwatt
mit Baufahrzeugen zu
einem Zwischenlager oder
direkt zur Einbaustelle am
Deich gebracht. Um die Belastungen im
Watt so gering wie möglich zu halten, wurden in
Abstimmung mit den Naturschutzbehörden vor
Beginn der Maßnahme zwei Fahrtrassen
festgelegt.
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 16. Apr 2014, 09:14

Küstenschutz
Start der Deicherhöhung im Insel-Osten


Baubeginn soll am 24. April sein – Bauarbeiten bis 2017 geplant

Wangerooge - Mit der Deicherhöhung am Ostgrodendeich auf Wangerooge soll unmittelbar nach dem 24. April begonnen werden, das teilte Bürgermeister Holger Kohls am Dienstag mit.

Wie berichtet, besteht der erste Bauabschnitt aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeichs, der bis Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird. Die dafür benötigten 40 000 Kubikmeter Klei werden per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert. Die Baukosten für diesen Abschnitt belaufen sich nach Angaben der für den Inselschutz zuständigen Betriebsstelle Norden-Norderney des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf gut fünf Millionen Euro.

Bis zum Jahr 2017 folgen dann die zwei weiteren Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerks und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt ca. 3,3 Kilometer lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter und nur eine sehr schwache Kleiabdeckung auf.

Wegen der jetzt startenden Baumaßnahmen am Ostgrodendeich wird der Deich ab Cafe Neudeich und Aufgang Richthofenstraße gesperrt. Mit Abschluss der Arbeiten wird der Deichkronenweg im Oktober wieder freigegeben, bis April 2015, denn dann werden die Bauarbeiten fortgesetzt, teilt die Gemeinde mit.

Informationsmaterial zu den Deichbaumaßen auf der Insel gibt es in der Kurverwaltung an der Oberen Strandpromenade und in der Tourist-Info im Bahnhof Wangerooge.

Mehr Infos unter www.wangerooge.de
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 16. Apr 2014, 19:24

INSELSCHUTZ


Weg auf der Deichkrone wird gesperrt


Nach dem 24. April beginnen die Bauarbeiten



WANGEROOGE

|

JW


Veröffentlicht: 16.04.2014



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Umweltminister Stefan Wenzel wird am Donnerstag, 24. April, mit dem offiziellen ersten Spatenstich den Beginn der Bauarbeiten am Ostgrodendeich einleiten. Unmittelbar danach wird dann auch mit der Maßnahme begonnen, teilt Bürgermeister Holger Kohls mit.


In einem ersten Bauabschnitt wird der Ostgrodendeich vom Café Neudeich bis zum Schöpfwerk Ost mit dem Unterbau eines Deichverteidigungsweges auf kompletter Länge neu erstellt bzw. neu profiliert und erhöht. Als weitere Bauabschnitte folgen der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts an der Straße Am Wattenmeer. Der restliche Ostgrodendeich bis zum Abgang an der Richthofenstraße und der Dorfgrodendeich schließen sich an.


Die Arbeiten zur Erhöhung und Verstärkung des Deiches laufen über vier Jahre. Gebaut wird jeweils in der sturmflutfreien Zeit April bis Oktober.


Die jetzt beginnende Deichbaumaßnahme mache es erforderlich, den Ostgrodendeich zwischen Café Neudeich und Abgang Richthofenstraße für jedermann zu sperren, gibt der Bürgermeister bekannt. Mit Abschluss der Arbeiten im Oktober bis zum Beginn der weiteren Bauarbeiten im April 2015 werde der Deichkronenweg dann wieder geöffnet.


Informationsmaterial zu den Deichbaumaßnahmen wird an den Baustellenzugängen wie auch im Service-Center der Kurverwaltung an der Oberen Strandpromenade und in der Touristinformation im Bahnhof Wangerooge zur Verfügung gestellt. Infos gibt es auch im Internet


www.wangerooge.deMenü:Gemeinde/Verwaltung–sonstigeBekanntmachungen
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 24. Apr 2014, 17:21

-aus Weser Kurier-


Deichbau auf Wangerooge gestartet

Wangerooge. Nach schweren Sturmschäden im vergangenen Winter hat auf der Insel Wangerooge die Verstärkung der Deichlinie begonnen. Mit einem ersten Spatenstich startete Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Donnerstag die Erhöhung und Befestigung des Deiches auf der östlichsten ostfriesischen Insel.



Die ostfriesische Insel Wangerooge

"Küstenschutz bleibt eine Daueraufgabe", sagte Wenzel zum Abschluss einer dreitägigen Reise an die Wattenmeerküste. Der Klimawandel verschärfe die Bedrohung durch Sturmfluten. Dabei hätten die Inseln als vorgelagerte Wellenbrecher eine besondere Sicherungsfunktion für die Festlandsküste, sagte der Minister.

Niedersachsen muss seit Jahrzehnten hohe Kosten für den Küstenschutz schultern, es gibt insgesamt 1143 Kilometer Deiche an den Küsten, an Flussmündungen und auf den Inseln. Seit 1955 hat das Land mehr als 2,4 Milliarden Euro in den Küstenschutz investiert, derzeit sind jährlich rund 60 Millionen Euro eingeplant, davon zehn Millionen für die Inseln.

Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel , Bündnis 90/Die Grünen, lässt sich am 24.04.2014 schon auf der Brücke der Fähre "Wangerooge V" vom Betriebsstellenleiter des Niedersächsischen Landesbetriebes für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN), Frank Thorenz (r), über die geplanten Baumaßnahmen der Deichanlage auf der ostfriesischen Insel Wangerooge (Niedersachsen) informieren.

Auf Wangerooge sind allein für den ersten Bauabschnitt in diesem Jahr mehr als fünf Millionen Euro vorgesehen. 40 000 Kubikmeter Klei werden dafür per Schiff vom Festland auf die Insel transportiert. Bis zum Jahr 2017 folgen zwei weitere Deichbauabschnitte sowie der Neubau eines Schöpfwerkes und der Deichöffnung für die Inselbahn.

Wie hoch der Meeresspiegel an der niedersächsischen Küste durch den Klimawandel auf Dauer ansteigt, ist derzeit unklar. Aus langfristigen Pegelaufzeichnungen ergibt sich ein höheres mittleres Tidehochwasser von rund 25 Zentimetern in 100 Jahren an der offenen Küste.

Mit dem Norderneyer Pegel kann nach Angaben des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz ein beschleunigter Anstieg des Meeresspiegels zwar nicht nachgewiesen werden. Vorsorglich sollen die Küstenschutzdeiche jedoch um einen halben Meter höher als derzeit notwendig gebaut werden. (dpa)
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 24. Apr 2014, 20:06

-aus Anzeiger für HARLINGERLAND-
KÜSTENSCHUTZ
Erster Spatenstich für den Deichbau
Wenzel: Land stellt rund 60 Millionen Euro jährlich zur Verfügung
WANGEROOGE/HARLESIEL
AH
Veröffentlicht: 24.04.2014

© PETER KUCHENBUCH-HANKEN
Am letzten Tag seiner dreitägigen Reise an die Wattenmeerküste hat Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) am Donnerstag den ersten Spatenstich am Ostgrodendeich auf Wangerooge unternommen. Damit startete er offiziell die Erhöhung und Verstärkung der Deichlinie auf der Insel. „Küstenschutz bleibt eine Daueraufgabe; nicht zuletzt auch deshalb, weil der Klimawandel die Bedrohung durch Sturmfluten verschärft“, so Wenzel.


Den Inseln komme als vorgelagerten natürlichen Wellenbrechern Sicherungsfunktion für die Festlandsküste zu, so der Minister. Die Landesregierung werde daher jährlich rund 60 Millionen Euro für den Küstenschutz zur Verfügung stellen, von denen etwa zehn Millionen den Inseln zu Gute kommen sollen. Frank Thorenz, Leiter der NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney sagte: „Der erste Bauabschnitt besteht aus dem östlichen Teil des Ostgrodendeiches, der bis zum Herbst 2014 verstärkt und erhöht wird.“ Die benötigten 40000 Kubikmeter Klei werden per Schiff von Harlesiel aus auf die Insel transportiert. Für diesen Abschnitt werden mehr als fünf Millionen Euro verausgabt. Bis 2017 folgen zwei weitere Deichbauabschnitte sowie der Neubau des Schöpfwerkes und des Deichscharts für die Inselbahn. Die insgesamt 3,3 Kilometer lange Deichstrecke weist Fehlhöhen von teilweise mehr als einem Meter auf.


Zum Abschluss seines Inselaufenthaltes besuchte Wenzel die in der Dezembersturmflut 2013 stark geschädigte Schutzdüne am Harlehörn in der Nähe des Hafens. Das Land werde seiner Verantwortung gerecht und die erforderliche Dünenverstärkung noch in diesem Jahr umsetzen, sagte er.
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