Deicherhöhung

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 6. Mai 2014, 10:16

Deichweg gesperrt für Spaziergänger

-aus NWZ-

Wangerooge - Wegen des Deichbaus auf Wangerooge ist der Zugang zum Ostgrodendeich ab Café Neudeich und Aufgang/Abgang Richthofenstraße für Fußgänger und Radfahrer gesperrt. Wie berichtet, wird der Deichabschnitt bis Herbst neu profiliert und erhöht, zudem wird ein neuer Deichverteidigungsweg angelegt.

Infos zum Deichbau unter www.wangerooge.de
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 8. Mai 2014, 08:48

08.05.14, 06:28
Besserer Schutz für die Küste
-aus Hamburger Abendblatt-
Niedersachsens Umweltminister Wenzel warnte vor den Herausforderungen des Klimawandels
Von Ludger Fertmann

Wangerooge. Niedersachsens Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) will die Schadstoffbelastung in der Nordsee und in den großen Flüssen im Land senken. Sorgen bereite vor allem die Einleitung von Chemikalien wie Blei, Cadmium und Quecksilber, sagte Wenzel im ostfriesischen Norden bei der Vorstellung des Jahresberichts des Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN). Allein die 17 Spitzenreiter bei Industriebetrieben und Kommunen leiten nach Angaben des Umweltministeriums jährlich 70 Millionen Kubikmeter Abwässer in die Flüsse und damit ins Meer. Diese erschreckend hohen Zahlen sagten jedoch noch nichts über die Inhaltsstoffe und ihre Wirkung auf die Gewässer, sagte Wenzel.

Jahrzehntealte Genehmigungen zum Einleiten müssten daher überprüft, neu bewertet und an aktuelle Vorschriften angepasst werden. Generell sieht der Minister Nachholbedarf in Sachen Naturschutz.

610 Kilometer Nordseedeiche schützen rund 1,2 Millionen Menschen in Niedersachsens Küstenregion vor Sturmfluten. Rund 70 Millionen Euro gibt das Land allein im laufenden Jahr für den Küstenschutz aus. Das aktuell größte Problem: Klei als wichtigster Baustoff wird knapp, weshalb die Sicherung geeigneter Flächen für den Abbau von Klei in die Landesraumordnung aufgenommen worden ist. Wenzel erinnerte an den fortschreitenden Klimawandel: "Der Anstieg des Meeresspiegels und höhere Sturmfluten werden die Deiche immer stärker beanspruchen." So etwas wie ein Vorgeschmack sei im vergangenen Dezember das Orkantief "Xaver" gewesen, das rund um den Nikolaustag der Küste gleich vier Sturmfluten bescherte, darunter eine der schwersten der vergangenen hundert Jahre. Die Deiche auf dem Festland aber hielten, während es auf den ostfriesischen Inseln schwere Schäden vor allem an den Dünen gab, die jetzt mit einem Aufwand von allein zehn Millionen Euro wieder aufgeschüttet werden.

Bis zu neun Meter Höhe erreichen inzwischen auch die neuen Deiche auf dem Festland. Vor allem aber werden sie immer breiter – mit der Folge, dass die Küstenschützer bis zu 120.000Kubikmeter Klei benötigen für einen Kilometer Deich. Klei ist Marschboden, ein Gemisch aus Ton, Schluff und Sand mit organischen Anteilen.

Siegfried Popp, Direktor des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz, ist sicher: "Damit kann ein Teil des prognostizierten Meeresspiegelanstiegs in diesem Jahrhundert kompensiert werden
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 20. Mai 2014, 12:23

KÜSTENSCHUTZ


Dünenabbrüche per Laserscanmessung schnell erfasst


NLWKN setzt Methode erstmals nach schwerer Sturmflut ein – Sandverluste ermittelt

WANGEROOGE

JW
Veröffentlicht: 16.05.2014
Für eine schnelle Erfassung von Abbrüchen bei Randdünen nach schweren Sturmfluten verfügt die Forschungsstelle Küste im Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) auf den Ostfriesischen Inseln über Stationen, von denen aus der Dünenabbruch gemessen werden kann. Darauf basierend, lässt sich dann die Gefährdungslage einschätzen. Darüber informiert der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) in seinem aktuellen Jahresbericht.


Dabei bedient sich der NLWKN der modernen Laserscanmessung von einem Hubschrauber aus, erläutert NLWKN-Mitarbeiter Holger Dirks. Dieses Verfahren sei in der Vergangenheit vor allem angewandt worden, um Daten für die Planung und Konstruktion von Bauwerken im Insel- und Küstenschutz und für die Analyse morphologischer Entwicklungen im Küstengebiet bereitzustellen.


Zum ersten Mal nun gab der NLWKN nach der schweren Sturmflut am 6. Dezember 2013 eine Laserscanmessung ausgewählter Inselabschnitte in Auftrag. Dabei ging es um die Dokumentation der Sturmflutauswirkungen
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 4. Jun 2014, 09:42

Ausschuss
Deichwege sollen entwidmet werden


Vertrag mit Land soll künftige Zuständigkeit und Nutzung regeln

von Rahel Arnold

Wangerooge - Im Zuge der anstehenden Deicherhöhungsmaßnahmen auf Wangerooge sollen die Deichkronenwege des Dorfgrodendeichs und des Westgrodendeichs entwidmet werden. Einen entsprechenden Beschluss fassten die Mitglieder des Finanzausschusses der Gemeinde in ihrer jüngsten Sitzung.

Allerdings soll über einen so genannten Gestattungsvertrag mit dem Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) geregelt werden, dass die Wege auch künftig von Fußgängern, Radfahrern und Rollstuhlfahrern genutzt werden können. Über die genauen Konditionen des Vertrags steht die Gemeinde derzeit noch in Verhandlungen mit dem Land. Ein erster Entwurf des Landes wurde von den Ausschussmitgliedern abgelehnt.

Unterhalt abgeben

Die Gemeinde hofft, durch die Entwidmung künftig nur noch die Verkehrssicherungspflicht für die Deichkronenwege übernehmen zu müssen. Die Unterhaltungspflicht ist aus Sicht der Gemeinde dann Sache des Landes.

Bisher obliegt der Gemeinde sowohl die Unterhalts- als auch die Verkehrssicherungspflicht für die Deichkronenwege. Hintergrund ist das so genannte Straßenbestandsverzeichnis, das die Gemeinde aufgrund einer Verordnung Ende der 1960er Jahre erstellen musste. Alle dort verzeichneten Straßen und Wege gelten als gewidmet – das gilt auch für die Deichkronenwege.

Nach Ansicht der Gemeinde hätten die Wege damals aber nicht gewidmt werden dürfen, da es keine Zustimmung seitens der Deichbehörde gab. „Die Widmung ist also rechtswidrig“, so die Gemeindeverwaltung.
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 6. Jun 2014, 10:57

Küstenschutz
Bauarbeiten im Takt der Tide

-aus NWZ-
Instandsetzung der Buhnen geht voran – Aufspülung an Harlehörn
Vorerst ruht der Buhnenbau auf Wangerooge: Zunächst wird jetzt die Harlehörn-Düne aufgespült.
von Theo Kruse



Bauarbeiten im Takt der Tide: Die Schäden an der Buhne „U“ am Westkopf von Wangerooge sind beseitigt. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven investiert jedes Jahr Millionenbeträge in den seeseitigen Küstenschutz.



Wangerooge - Der seeseitige Inselschutz ist seit 140 Jahren Angelegenheit des Deutschen Reichs beziehungsweise der Bundesrepublik Deutschland. Gegenwärtig laufen an den Buhnen und Deckwerken der Insel im Westen umfangreiche Baumaßnahmen. So wurden Schäden an den Buhnen behoben, die nicht zuletzt durch die herbstliche Stürme „Christian“ und „Xaver“ umfangreicher geworden waren.

Die 328 Meter lange Buhne „U“ (südlich der großen Seebuhne „H“ gelegen) stammt aus dem Jahren 1918 bis 1920. Die Nordsee hatte dort Wasserbausteine aus den Buhnen gerissen, die nun durch eine Spezialfirma wieder eingebaut und verklammert – mit Colcrete-Beton vergossen – wurden. Die Arbeiten müssen natürlich im Takt der Gezeiten erfolgen, weshalb mitunter sehr früh morgens oder spät am Abend noch Betrieb auf der Baustelle herrschte. Teile der Buhne sind nämlich bei Hochwasser überschwemmt: Die Flut unterbricht die laufenden Arbeiten zweimal am Tag.

Langwierige Arbeiten

Neben den Wasserbauern sind stets Fachleute des Wasser- und Schifffahrtsamts Wilhelmshaven vor Ort. Mitarbeiter des Kampfmittelräumdienstes Niedersachsen überwachen die Baustelle, denn auch brisante Überbleibsel der Weltkriege können bei den Bauarbeiten zu Tage treten. „Das macht die Arbeiten kompliziert und langwierig. Da kann man eben nicht zügig durcharbeiten“, erklärt ein Sprecher des WSA.

Wie alle Ostfriesischen Inseln verschob sich Wangerooge im Lauf der Jahrhunderte stetig durch den Einfluss von Wind- und Meeresströmungen. Als östlichste Insel der Kette hat Wangerooge dabei die größten Form- und Lageveränderungen mitmachen müssen. Diese Entwicklung ist anhand von historischen Karten nachweisbar, die seit dem 17. Jahrhundert vorliegen.

So hat sich die Insel einerseits nach Süden verlagert. Deutlicher war die West-Ost-Drift, die aus dem nach Osten gerichteten Tidenstrom resultiert. Dadurch verlor die Insel zwischen dem 17. und 19. Jahrhundert im Westen etwa zwei Kilometer Land und nahm im Osten etwa vier Kilometer an Länge zu.

Mit dem Bau des Reichsdeiches und der Reichsmauer begann ab 1874 die Geschichte des staatlichen Küstenschutzes auf Wangerooge. Damit wollte das Deutsche Reich die tiefe Zufahrt zum Kriegshafen Wilhelmshaven gewährleisten. Seitdem sichern Deckwerke, Buhnen und Deiche die Lage der Insel und verhindern die Abdrift der Sandmassen in das Jadefahrwasser. Diesem Zweck dienen auch die Buhnenbauwerke auf Minsener Oog.

Bis auf zwei Buhnen im Nordwesten sind mittlerweile alle Buhnen wieder hergerichtet, berichtete WSA-Sachbereichsleiter Björn Gäbe auf Nachfrage der NWZ . Bis Herbst sollen auch diese beiden Bauwerke instandgesetzt sein. Doch vorerst ruhen die Buhnen-Bauarbeiten: Gemeinsam mit dem Niedersächsischen Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz wird das WSA den Sommer über zunächst die Harlehörn-Düne wieder befestigen, die im Dezembersturm arg gelitten hat.

Start noch im Juni

Die gut einen Kilometer lange Düne wird wieder aufgespült. 120 000 Kubikmeter Sand werden dazu per Saugbagger aus der westlichen Hafeneinfahrt entnommen. 15 000 Kubikmeter Sand nutzt das WSA für seine Sandsäcke, die seit 2001 den Dünenfuß stabilisieren.

Noch im Juni soll die Aufspülung der Harlehörn-Düne beginnen, sagte Herma Heyken, Sprecherin des NLWKN.

Fest steht bereits, dass das WSA ab Ende August die Nord-Ost-Dünen mit gut 40 000 Kubikmetern Sand wieder aufspült.
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 10. Jun 2014, 12:13

Wangerooge – Verstärkung der Harlehörndüne beginnt10. Juni 2014

Baustelleneinrichtung in dieser Woche – Spülarbeiten ab Ende Juni

Stadt-News - Niedersachsen - Aktuell -Wangerooge/ Norden (NI) - Mit dem Antransport von Spülrohren und der Baustelleneinrichtung auf der Insel beginnen in dieser Woche die vorbereitenden Arbeiten zur Verstärkung der Harlehörndüne im Westen Wangerooges.

Anschließend – voraussichtlich ab Ende Juni – werden im Auftrag des NLWKN (Niedersächsischer Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz) rund 120.000 Kubikmeter Sand zur seeseitigen Verbreiterung der Düne und zur Erhöhung des Strandes eingespült. Umweltminister Stefan Wenzel hatte sich während eines Besuches auf Wangerooge im April von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugt und die erforderlichen Mittel zugesagt.

„Aus Sicht des Küstenschutzes ist das Vorhaben unabdingbar, da die derzeitige Dünenbreite und die Strandhöhe nicht mehr ausreichen, um bei Sturmfluten einen Durchbruch der Düne zu verhindern”, betonte Frank Thorenz, Leiter der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney. Ein Durchbruch hätte zur Folge, dass der Hafen vom Rest der Insel abgeschnitten wäre.

Hauptursache der jetzigen Situation war die sehr schwere Sturmflut vom 6. Dezember vergangenen Jahres, die knapp drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser auflief und Dünenabbrüche von bis zu 13 Metern Tiefe auf einer Länge von etwa einem Kilometer hinterließ. Noch stärkere Abbrüche seien nur durch den im Sand vor der Düne verlaufenden Steindamm verhindert worden, ergänzte Thorenz.

Der erforderliche Sand wird südwestlich der Hafenzufahrt Wangerooges mit einem Nassbagger gewonnen: „Zum Einsatz kommt der Schneidkopfsaugbagger „Pirat VI” mit einer Länge von 35 Metern und einer leistungsstarken 1.400 PS-Pumpe”, erläuterte NLWKN- Projektleiter Theo van Hoorn.

Pro Tag erreichen so bis zu 5.000 Kubikmeter Sand den Einbaubereich über eine rund einen Kilometer lange Spülleitung. Mit Hilfe von Planierraupen und Baggern wird das endgültige Dünenprofil erstellt. Bei günstiger Witterung rechnet der NLWKN mit einem Abschluss der Maßnahme im August.

An den Kosten von rund einer Million Euro beteiligt sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit zehn Prozent, da der Nordteil der Harlehörndüne in der Verantwortung des Bundes steht.

***

Text: Achim Stolz
Nds. Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz
Pressesprecher
Am Sportplatz 23
D-26506 Norden
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 10. Jun 2014, 14:50

10.06.2014 Kleitransport von Harlesiel nach Wangerooge



Die „Dorsch“ und die „Berghaus“ bringen täglich bei Hochwasser jeweils 300 Kubikmeter Klei zum Deichbau nach Wangerooge. In diesem Jahr wird der Ostgrodendeich von Café Neudeich bis zum Schöpfwerk im Osten erneuert. Bei Niedrigwasser lassen diese Schiffe sich im Watt trocken fallen und der Klei wird von der Anlandestelle im Watt mittels kleinen Dumpern entweder direkt zur Baustelle, oder außendeichs zu einer Sammelstelle verbracht.

Bildbericht von Pe. Ku.-Ha.in wangerooge aktuell!
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 11. Jun 2014, 07:51

Küstenschutz
Spülarbeiten an Harlehörn-Düne starten
-aus NWZ-

Landesbetrieb richtet diese Woche Baustelle ein – 120 000 Kubikmeter Sand nötig
Gebaggert wird der Sand südwestlich der Hafenzufahrt. An den Kosten von rund einer Million Euro beteiligt sich neben dem Land auch der Bund mit zehn Prozent.
von Melanie Hanz

Wangerooge/Norden - Mit dem Antransport von Spülrohren und der Baustelleneinrichtung auf der Insel beginnen in dieser Woche die vorbereitenden Arbeiten zur Verstärkung der Harlehörn-Düne im Westen Wangerooges. Voraussichtlich ab Ende Juni werden im Auftrag des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) rund 120 000 Kubikmeter Sand zur seeseitigen Verbreiterung der Düne und zur Erhöhung des Strandes eingespült. Umweltminister Stefan Wenzel hatte sich während eines Besuches auf Wangerooge im April von der Notwendigkeit der Maßnahme überzeugt und die erforderlichen Mittel zugesagt.

„Aus Sicht des Küstenschutzes ist das Vorhaben unabdingbar, da die derzeitige Dünenbreite und die Strandhöhe nicht mehr ausreichen, um bei Sturmfluten einen Durchbruch der Düne zu verhindern“, betonte Frank Thorenz, Leiter der zuständigen NLWKN-Betriebsstelle Norden-Norderney.

Ein Durchbruch hätte zur Folge, dass der Hafen vom Rest der Insel abgeschnitten wäre. Hauptursache der jetzigen Situation war die sehr schwere Sturmflut vom 6. Dezember 2013, die knapp drei Meter über dem Mittleren Tidehochwasser auflief und Dünenabbrüche von bis zu 13 Metern Tiefe auf einer Länge von etwa einem Kilometer hinterließ. Noch stärkere Abbrüche seien nur durch den im Sand vor der Düne verlaufenden Steindamm verhindert worden, ergänzte Thorenz.

Der Steindamm am Fuß der Schutzdüne war 2007 aufgeschüttet worden.

Der erforderliche Sand wird südwestlich der Hafenzufahrt Wangerooges mit einem Nassbagger gewonnen: „Zum Einsatz kommt der Schneidkopfsaugbagger ,Pirat VI‘ mit einer Länge von 35 Metern und einer leistungsstarken 1400 PS-Pumpe“, erläuterte NLWKN-Projektleiter Theo van Hoorn. Pro Tag erreichen so bis zu 5000 Kubikmeter Sand den Einbaubereich über eine rund einen Kilometer lange Spülleitung. Mit Hilfe von Planierraupen und Baggern wird das endgültige Dünenprofil erstellt. Bei günstiger Witterung rechnet der NLWKN mit einem Abschluss der Maßnahme im August.

An den Kosten von rund einer Million Euro beteiligt sich das Wasser- und Schifffahrtsamt Wilhelmshaven mit zehn Prozent, da der Nordteil der Harlehörn-Düne in der Verantwortung des Bundes steht.

Zuletzt hatte der NLWKN 2009 die Harlehörn-Schutzdüne aufgespült: Rund 100 000 Kubikmeter Sand waren aus dem Bereich westlich des Inselhafens gebaggert und per Spülleitung hinter die Steinschüttung am Dünenfuß eingebracht worden. Die Spülmaßnahme hatte auch dafür gesorgt, dass die Hafenzufahrt wieder problemloser möglich war (die NWZ  berichtete
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 3. Jul 2014, 22:30

-aus Focus - online.-


Katastrophenschutz
Höherer Damm verbessert Hochwasserschutz auf Wangerooge
Donnerstag, 03.07.2014, 19:10
In der nächsten Sturmflutsaison soll die Insel Wangerooge besser vor den Fluten geschützt sein.


Dafür beginnen heute die Bauarbeiten zur Erhöhung des Schutzdammes am Hafen. Das Gebiet am südwestlichen Inselrand ist bei bestimmten Windrichtungen schutzlos den Wellen des Wattenmeeres ausgeliefert. Mit der Baumaßnahme soll der für die Inselversorgung wichtige Hafen besser gesichert werden. Zum ersten Spatenstich für die Erhöhung des Hafendamms wird auch Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) erwartet
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Re: Deicherhöhung

Beitragvon Salzufler » 5. Jul 2014, 15:43

Naturgewalten
Wangerooge stärkt den Damm für den Hafen

-aus NWZ-

Der abgelegene Hafen der Insel ist bei Sturmfluten ungeschützt. Jetzt beginnen Bauarbeiten, um das zu ändern.

Wangerooge - Der Schiffsverkehr im Hafen von Wangerooge soll künftig sicherer vor Unwettern werden. Das landeseigene Hafenunternehmen Niedersachsen Ports investiert dafür mehr als eine Million Euro in den Ausbau eines Hafenschutzdamm. „Für die Insel Wangerooge ist der Hafen die Lebensader“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) am Freitag zum Start der Bauarbeiten. Zur nächsten Sturmflutsaison im Herbst soll der neue Westanleger fertig sein und im Oktober eingeweiht werden.

Besonders bei höher auflaufenden Tiden, bei Sturmfluten und südwestlichen Winden ist der abgelegene Hafen ungeschützt. Die Erhöhung und Verstärkung des Dammes auf einer Länge von 270 Metern soll künftig die Funktion als Schutzhafen verbessern und Verladearbeiten im Fracht- und Fahrgastverkehr erleichtern. Davon profitieren dann neben den Kaianlagen auch Freizeitkapitäne, die mit ihren Sportbooten weniger unruhig im Hafen liegen.

Der Hafen Wangerooge liegt an der Südspitze der autofreien Insel und ist über eine Bahnstrecke und eine Straße an den einzigen Ort angeschlossen. Auf dem östlichsten und zweitkleinsten Eiland der ostfriesischen Inseln leben knapp 1300 Einwohner. Die Fähren von Harlesiel am Festland bringen jährlich rund 375 000 Besucher und schlagen 55 000 Tonnen Versorgungsgüter um.
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