Erstellung eines touristischen Leitbildes

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Erstellung eines touristischen Leitbildes

Beitragvon Admin » 14. Nov 2012, 10:00

Wangerooger erarbeiten ein Leitbild
aus JeWo-Online vom 13.11.2012

Alleinstellungsmerkmaleund Ziele für das Jahr 2022

WANGEROOGE |JW

Zur Auftaktveranstaltung kamen rund 50 Interessierte. Zwei Arbeitsgruppen konnten gebildet werden.


Rund 50 interessierte Teilnehmer aus allen Alters- und Berufsgruppen der Gemeinde waren am Montagabend ins „Oberdeck“ gekommen, um an der Auftaktveranstaltung zur Erstellung eines touristischen Leitbildes teilzunehmen. Begrüßt wurden sie von Bürgermeister und Kurdirektor Holger Kohls sowie dem Geschäftsführer des Verkehrsvereins, Christian Pollmann.


Zu Beginn stellte der Oldenburger Unternehmensberater Erhard Stammberger, der von der Gemeinde mit Unterstützung von Verkehrsverein, Dehoga, Hotel Hanken und den Inselfliegern mit der Moderation der Leitbilderstellung beauftragt wurde, die vorgesehene Arbeitsstruktur dar. Bis März 2013 sollen in Arbeitsgruppen über die Ressourcen der Insel, ihre Marktstellung, ihre Stärken und Schwächen sowie Alleinstellungsmerkmale und die Chancen und Risiken im immer härter werdenden touristischen Wettbewerb intensiv diskutiert werden. Daraus werden dann die Alleinstellungsmerkmale von Wangerooge und ein Zielbild für das Jahr 2022 entwickelt, das, so Kohls, einen Navigationsleitfaden für die Inselentwicklung bieten soll.


Weit über eine Stunde sprachen die Teilnehmer konstruktiv über ihre Erwartungen an ein Leitbild. Besonders beleuchtet wurden dabei die späteren Auswirkungen auf die Inselentwicklung und die dafür zu treffenden Entscheidungen. Die intensive Diskussion und die positive Stimmung trugen dazu bei, dass sich spontan mehr als die Hälfte der Besucher zur Mitarbeit bereit erklärten. In zwei parallel arbeitenden, jedoch zu unterschiedlichen Tageszeiten tagenden Gruppen, werden die vom Moderator aufgeworfenen und selbst entwickelten Fragestellungen besprochen.


Zwei größere Workshops am 17. Dezember und 30. Januar werden die Ergebnisse der Arbeitsgruppen zusammenfassen und abgleichen. Hieraus soll anschließend kurz und prägnant das Leitbild formuliert werden, das auf der Internetseite von Wangerooge zu finden sein wird und als Broschüre jedem Haushalt, Betrieb und Zweitwohnungsbesitzer zur Verfügung steht.


Wer noch in den Workshops mitarbeiten möchte, melde sich bei Christian Pollmann, Tel. 04469/94880.
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Re: Erstellung eines touristischen Leitbildes

Beitragvon Admin » 14. Nov 2012, 10:05

Insel sucht Navigationshilfe für 2022
aus NWZ-Online vom 14.11.2012

Touristisches Leitbild soll Kräfte auf Wangerooge bündeln – Auftaktveranstaltung

Ergebnisse sollen im März 2013 folgen. Um die Probleme zu lösen gibt es kein Patentrezept – vor allem sind die Insulaner selbst gefordert.

von Tim Gelewski



Wangerooge - Es hängt an den Insulanern selbst: Das war der wohl am häufigsten wiederholte Satz, als am Montagabend im Oberdeck an der Strandpromenade vor 50 Besuchern die Auftaktveranstaltung zur „Erstellung eines touristischen Leitbildes für Wangerooge 2022“ stattfand. Ziel ist, bis zum 7. März 2013 Ergebnisse zu präsentieren.

„Ein Leitbild ist kein Patentrezept“, formulierte Erhard Stammberger. Der Tourismusexperte ist von der Gemeinde beauftragt worden, Bürger, Gastronomen und alle, die vom Fremdenverkehr auf der Insel leben, bei ihren Bemühungen, dieses Leitbild für Wangerooge zu formulieren, moderierend zu unterstützen. „Die zentrale Frage lautet: ,Wie will sich die Insel bis 2022 den Besuchern präsentieren‘“, ergänzte Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls.

„Es kann hier kein Werbekonzept aufgestellt werden. Auch infrastrukturelle Probleme werden wir nicht lösen“, so Stammberger. Vielmehr solle das Leitbild nach innen wirken, den Gewerbetreibenden helfen, an einem Strang zu ziehen. „Auf dem Weg dorthin werden Kompromisse nötig sein – niemand kann nur die eigenen Interessen verfolgen“, so Stammberger weiter.

Wenn es aber gelinge, gemeinsame Ziele zu formulieren, müssten sich auch künftige Entscheidungen der Politik daran messen lassen. Die Verbindlichkeit hänge von den Insulanern selbst ab. Stammberger: „Wenn alle dahinter stehen, wird die Politik das nicht übergehen können.“

Noch am Montagabend wurden zwei Arbeitsgruppen gegründet, auf die sich 27 Insulaner verteilen. Die Gruppen werden zu den gleichen Themen Ideen sammeln und diskutieren. Bei zwei von Tourismusexperte Stammberger moderierten Workshops am 17. Dezember und am 30. Januar sollen Ergebnisse formuliert werden.

„Alles muss auf den Tisch“, so Kohls. Stärken und Schwächen, auch unangenehme Wahrheiten. So hatte es laut Kohls etwa eine Vielzahl von Touristen-Beschwerden an die Verwaltung wegen unfreundlicher Behandlung gegeben.

„Das Besondere der Insel muss betont werden, sicher kann man nicht jedes Gästebedürfnis erfüllen“, ergänzte Stammberger. Wichtig sei, das Angebot realistisch zu vermitteln, wie das etwa auf Helgoland geschehe. Stammberger: „Dort wird das stürmische Wetter gezielt als Erlebnis vermarktet – statt immer nur mit Sommerbildern zu werben.“
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Re: Erstellung eines touristischen Leitbildes

Beitragvon Salzufler » 22. Apr 2013, 17:55

ZUKUNFT


„Schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten“


Arbeitsgruppe bemängelt auf der Insel fehlenden bezahlbaren Mietwohnraum – Erste Ergebnisse vorgestellt


WANGEROOGE

|

JH


Veröffentlicht: 22.04.2013



Möglichst viele Betriebe sollen Nationalpark-Partner werden. Standards festlegen.


Ein touristisches Leitbild für Wangerooge soll erstellt, die Attraktivität der Insel gesteigert und das Wohlbefinden der Bevölkerung gefestigt werden – und all das bis 2023. Damit die Ziele nicht nur abstrakt bleiben, sondern konkret formuliert auch umgesetzt werden können, trafen sich kürzlich die Leitbildentwickler der „Zukunftswerkstatt Wangerooge“ und stellten ihre durchaus kritischen Erkenntnisse vor.


„Es mangelt an bezahlbarem Mietwohnraum in halbwegs moderner Ausstattung“, ist das Fazit der Arbeitsgruppe um Frauke Pinkenburg. Dieses Problem besteht aber nicht nur auf Wangerooge, sondern auch auf anderen ostfriesischen Inseln. Dadurch würden mehr Einwohner abwandern als hinzukommen, was sich auch auf die Finanzen der Gemeinde und die Gemeinschaft der Bevölkerung an sich auswirke. „Schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten“, erklärte Frauke Pinkenburg.


Pinkenburg steht mit dem Wunsch, mehr Unterstützung zu erhalten, nicht alleine da. Für alle Bereiche fehlen noch Mitstreiter, die das „Touristische Leitbild Wangerooge 2023“ vorantreiben können. Es können sich auch Zweitwohnungsbesitzer oder Agenturen, die Wohnungen auf der Insel verwalten, dafür einsetzen. Ein neues Ziel hat ebenfalls Anklang beim Treffen gefunden: Möglichst viele Insel-Betriebe sollen als Nationalpark-Partner gewonnen werden. Dazu zählen nicht nur Watt- oder Gästeführer, sondern auch Informationseinrichtungen, Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe. Welche Standards dafür vorhanden sein müssen, wird die Arbeitsgruppe um Silke Schmidt ermitteln. Da die Bäume entlang der Zedelius-straße zugeschwemmt wurden, ist in Kürze eine Aktion von Gärtner Klaus Wünsche geplant, die Bäume mit Freiwilligen wieder freizulegen.


Auch wenn bis 2023 noch viel Zeit ins Land geht, soll weiterhin effektiv an dem Leitbild gearbeitet werden. Das nächste Treffen ist für Montag, 17. Juni, vorgesehen. Bis dahin sollen die konkreteren Vorstellungen erarbeitet werden.
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Re: Erstellung eines touristischen Leitbildes

Beitragvon Salzufler » 23. Apr 2013, 11:06

Leitbild
Bezahlbarer Wohnraum wird zum Schwerpunktthema


Entwickler treiben konkrete Projekte voran – Unterstützung von Vermietern notwendig



Wangerooge- Einige Wochen sind ins Land gegangen, seit das „Touristische Leitbild Wangerooge 2023“ verabschiedet wurde. Die positive Energie aus der Zusammenarbeit im Winter trägt das Engagement der Leitbildentwickler auch weiterhin. Im Rahmen einer Zukunftswerkstatt hatten sich die Beteiligten auf die Fahnen geschrieben, eine Reihe von konkreten Projekten voranzutreiben.

Die Arbeitsgruppen berichteten einander jetzt in der zweiten Sitzung der „Zukunftswerkstatt Wangerooge“, was in der Zwischenzeit geschehen ist. Auf gutem Weg befindet sich die Erstellung eines Leitfadens für Menschen, die für eine Saison oder länger nach Wangerooge ziehen möchten.

Nationalpark-Partner

Der Boden um die Bäume entlang der Zedeliusstraße ist von einer Schüttung zugeschwemmt, so dass die Pflanzen nicht mehr ausreichend Wasser aufnehmen können. Gärtner Klaus Wünsche hat angeboten, mit Freiwilligen die Bäume wieder freizulegen. Dafür soll in Kürze ein Termin vereinbart werden.

Als neues Ziel sollen möglichst viele Insel-Betriebe als Nationalpark-Partner gewonnen werden. Einzelpersonen wie Watt- oder Gästeführer, Informationseinrichtungen ebenso wie Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe dürfen sich angesprochen fühlen: Verpflichten sie sich, bei ihren Angeboten vorgegebene Qualitätskriterien einzuhalten, werden sie vom Nationalpark als Nationalpark-Partner zertifiziert. Die Arbeitsgruppe um Silke Schmidt ermittelt, welche Gütestandards dafür erfüllt werden müssen.

Es mangelt an bezahlbarem Mietwohnraum in halbwegs moderner Ausstattung – auf Wangerooge wie auch auf anderen Inseln. Ganz besonders dieses Thema sorgte für Diskussionen. Wegen der prekären Wohnsituation wandern Einwohner ab und viel zu wenige Menschen zu – mit Folgen für die Finanzen der Gemeinde und für das dörfliche Miteinander. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich damit, wie man der Wohnungsprobleme Herr werden kann.

Wohnungen für Personal

„Schnelle Lösungen sind nicht zu erwarten“, erklärte Frauke Pinkenburg, deren Arbeitsgruppe deutlich mehr Unterstützung von Interessierten braucht. Jeder, der Mitarbeiter beschäftige, werde nicht umhin kommen, sich Gedanken darüber zu machen, wo dieses Personal wohnen soll.

Die Leitbildentwickler möchten für alle Bereiche gern mehr Mitstreiter aus allen Bevölkerungsschichten in ihre Arbeit einbinden. Auch Zweitwohnungsbesitzer sollen angesprochen werden – zumal jene, deren Familien sich Wangerooge seit Jahrzehnten verbunden fühlen. Agenturen, die etliche Wohnungen verwalten, sind als Partner ebenso gefragt.

Ideen zur Stärkung des maritimen Standorts kamen bei der Sitzung im Nationalpark-Haus ebenfalls zur Sprache. Hierzu werden konkretere Vorstellungen bis zum nächsten Treffen am 17. Juni erarbeitet.
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