Hafen / Westanleger

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 5. Jun 2012, 20:06

Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge

[Wangerooge, den 04.06.2012


Der Bürgermeister

Einladung


Vertreter der Gemeinde, der DB AutoZug GmbH (SIW Wangerooge) sowie des Wangerooger
Yachtclubs und der Reederei Warrings haben zusammen mit Vertretern von NPorts GmbH & Co. KG
im Verlauf der letzten zwei Jahre viele Gespräche über eine künftige Hafenstruktur für Wangerooge
(ortsnaher Hafen, Sanierung und Erweiterung des Westanlegers) geführt. Vorbehaltlich weiterer
planungsrechtlicher Voraussetzungen und der Finanzierung von Vorhaben soll nunmehr das
Ergebnis der bisherigen Erörterungen vorgestellt werden. Zur Präsentation des
Zukunftskonzeptes „Hafen Wangerooge“
durch NPorts GmbH & Co. KG und dem Ingenieur- und Architekturbüro Janssen

lade ich Sie hiermit für

den 06. Juni 2012, 19.00 Uhr,

„Oberdeck“, Obere Strandpromenade,

herzlich ein.


H. Kohls
Bürgermeister
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 6. Jun 2012, 08:44

Konzept für Hafen Wangerooge
aus NWZ-Online vom 06.06.2012

lr

Wangerooge - Seit Jahren wird auf Wangerooge über die Möglichkeiten diskutiert, den Westanleger auszubauen oder einen ortsnahen Hafen neu zu bauen. An diesem Mittwoch, 6. Juni, lädt die Gemeinde Wangerooge zur Vorstellung des „Zukunftskonzepts Hafen Wangerooge“ ein.

Die Infoveranstaltung beginnt um 19 Uhr im „Oberdeck“. Daran nehmen neben Bürgermeister Holger Kohls auch Vertreter von N-Ports und des Ingenieur- und Architekturbüros Janssen teil.

Im Verlauf der vergangenen beiden Jahre haben Gemeinde, Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, der Wangerooger Yachtclub und die Reederei Warrings mit N-Ports mehrere Gespräche über die künftige Hafenstruktur für Wangerooge geführt. Das Ergebnis des bisherigen Planungsstands soll vorbehaltlich weiterer planungsrechtlicher Voraussetzungen und der Finanzierbarkeit nun vorgestellt werden.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 8. Jun 2012, 00:58

Wangerooger müssen sich entscheiden
aus JeWo-Online vom 07.06.2012

Ausbau Westanleger wäre für Land und Gemeinde kostengünstiger

WANGEROOGE

SAL


Die Insel braucht endlich eine modernere Hafenanlage, darüber sind sich eigentlich alle einig. Ob ein ortsnaher Hafen oder ein Ausbau des Westanlegers die bessere Lösung ist, darüber gehen die Meinungen auseinander. In einer Bürgerversammlung stellte die N-Ports GmbH am Mittwochabend eine interessante Alternative zu einem ortsnahen Hafen vor: den Ausbau des Westanlegers zu einem attraktiven Hafen Wangerooge.

Ihm gab Hans-Joachim Hübner, Leiter der N-Ports-Niederlassung in Norden, schon aus Kostengründen die größere Chance auf Realisierung. Die von Architektin Silke Busker präsentierte „Vision“ würde inklusive Erhöhung der Kajenfläche (Hochwasserschutz) rund 13 Mio. Euro netto kosten, hinzu kämen etwa 250 000 Euro jährliche Unterhaltungskosten. Für den ortsnahen Hafen hat N-Ports eine Investitionssumme von rund 35 Mio. Euro errechnet bei Unterhaltungskosten von etwa 400 000 (Baggerei) Euro im Jahr. Die Wangerooger Gremien werden noch in diesem Jahr eine Entscheidung treffen, kündigte Bürgermeister Kohls an. Das „Zukunftskonzept Hafen Wangerooge“ wird öffentlich ausgelegt und auch ins Internet gestellt; Anregungen von Bürgern sind sehr erwünscht.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 8. Jun 2012, 07:44

Mehr Komfort am Westanleger
aus NWZ-Online vom 08.06.2012

Zukunftskonzept Hafen Trennung von Personen- und Güterverkehr angestrebt

Seit Jahren gibt es auf der Insel Diskussionen um einen ortsnahen Hafen. Im Mittelpunkt des Zukunftskonzepts steht aber die Sanierung des alten Westanlegers.

von Rahel Arnold



Wangerooge - Die Gemeinde Wangerooge muss sich entscheiden, ob sie mittelfristig einen ortsnahen Hafen bauen oder den Westanleger ausbauen will. Am Dienstagabend stellte Silke Busker vom Ingenieur- und Architekturbüro Janssen das Zukunftskonzept „Hafen Wangerooge“ vor rund 40 Interessierten im Oberdeck vor.

Rund eineinhalb Jahre lang haben Gemeinde, Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, der Wangerooger Yachtclub und die Reederei Warrings mit N-Ports sowie dem Ingenieurbüro an dem Konzept für den Ausbau des Westanlegers gearbeitet. „Jetzt ist es Zeit, unsere Ideen zur Diskussion zu stellen“, sagte Bürgermeister Holger Kohls. „Wir werden uns im Rat bald zu einer Entscheidung durchringen müssen.“

Die Alternative zum Ausbau des Westanlegers – der Bau eines ortsnahen Hafens – ist laut Hans-Joachim Hübner, Niederlassungsleiter von N-Ports, mit rund 35 Millionen Euro Baukosten und Unterhaltungskosten von fast 410 000 Euro im Jahr nicht nur sehr teuer, sondern auch kaum genehmigungsfähig: Insbesondere die zwei Kilometer lange Fahrrinne durch den Nationalpark sei problematisch. „Solange es eine günstigere und qualitativ gleichwertige Alternative gibt, ist ein ortsnaher Hafen Luxus“, sagte er.

Umsetzung schrittweise
Das Konzept für den Ausbau des Westanlegers ist zurzeit aber ebenfalls reine Zukunftsmusik. Es gebe weder konkrete Pläne noch Mittel für die Realisierung, betonte Hübner. Das Konzept habe aber den großen Vorteil, dass es in kleinen Schritten umsetzbar sei.

Bisher ist am Westanleger aus Platzmangel eine Trennung von Personen- und Güterverkehr nicht möglich. Das führt zu langen Warte- und Umschlagzeiten beim Umstieg vom Schiff auf die Inselbahn. Hinzu kommen Probleme bei der Barrierefreiheit und fehlende Unterstellmöglichkeiten. Zudem gibt es nur unzureichende Sandfänge, keinen Schutz der Gleise vor Sandeintrag und bei Hochwasser besteht die Gefahr von Überspülung.

Das Konzept sieht deshalb eine Verbesserung des Hochwasserschutzes durch die Erhöhung und Verbreiterung der Buhne W, eine Anhebung der Kaifläche um 30 Zentimeter, neue Sandfänge und eine Erhöhung des westlichen Hafenschutzdamms vor. Geschützt wäre der Hafen dann allerdings nur im Sommer: „Wir können den Hafen nur während der Saison vor Hochwasser schützen, im Winter ist das schwierig“, räumte Hübner ein. Dann müssten die Gebäude mit speziellen Verschlusssystemen gesichert werden.

Außerdem sollen der Personen- und Güterverkehr getrennt werden: Auf einer neu geschaffenen Kaifläche, an der zwei Schiffe gleichzeitig anlegen können, könnte ein Kran Güter auf einen Güterzug auf dem seit langem ungenutzten dritten Gleis verladen. Eine Gepäckstudie dazu läuft. Für die Passagiere könnte ein Bahnsteig am Anleger mit Sanitäranlagen, Wartebereichen und Unterstellmöglichkeiten für mehr Komfort sorgen. Das Stelzen-Gebäude des Yachtclubs würde bei dieser Planung erhalten bleiben.

Rund 13 Millionen Euro inklusive Kaiflächenerhöhung würde der Ausbau kosten, hinzu kämen jährliche Unterhaltungskosten von rund 260 600 Euro, sagte Planerin Busker.

Anregungen und Kritik
Obwohl das Konzept bei vielen Insulanern offenbar gut ankam, gab es auch Bedenken: So wurde etwa angemerkt, dass der neue Bahnsteig für die vielen Gäste zu schmal sein könnte. Auch auf eine notwendige Anpassung der Gleishöhe der Inselbahn und die daraus resultierenden Kosten wurde hingewiesen. Auch die Rangiermöglichkeiten des Güterzuges seien noch unzureichend.

Mitglieder des Yachtclubs wiesen darauf hin, dass der Eingang zu ihrem Gebäude nicht verbaut werden dürfe.

Auch der ortsnahe Hafen war noch einmal Thema. Die Befürworter argumentierten mit dem Wegfall der umständlichen Gepäckverladung, der Zeitersparnis und kürzeren Fahrtzeiten. Auf die Inselbahn könne dann gänzlich verzichtet werden. „Der ortsnahe Hafen ist eine Luftnummer“, hielt Uwe Osterloh (SPD) dagegen.

Das Konzept zum Ausbau des Westanlegers soll in der kommenden Woche auf der Internetseite der Gemeinde Wangerooge veröffentlicht werden, auch eine Einsichtnahme in die Pläne in der Gemeindeverwaltung ist möglich. „Wir erhoffen uns in einer angemessenen Frist Anregungen und Kritik“, so Kohls. Dann könne weiter verhandelt werden.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 14. Jun 2012, 16:03

aus Wangerooge aktuell vom 14.06.2012

Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge
Wangerooge, den 08. Juni 2012

Der Bürgermeister

Zukunftskonzept „Hafen Wangerooge“

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
verehrte Gäste,

die Gemeinde befindet sich seit rd. 2 Jahren in intensiven Gesprächen mit NPorts GmbH & Co. KG,
dem Betreiber des Westanlegers auf Wangerooge, sowie dem Schiffs- und Inselbahnbetrieb
Wangerooge wie auch mit der Reederei Warrings, um die bestehenden Verhältnisse im Personenund
Güterverkehr sowie in der Gepäcklogistik von Harlesiel nach Wangerooge und zurück zu
verbessern. Zuvor wurden Gespräche über die Anlegung einen ortsnahen Hafen geführt.

Die Erörterungen zu einem ortsnahen Hafen und alternativ die Verbesserung der vorhandenen
Struktur am Westanleger haben ihren vorläufigen Abschluss gefunden. Am 06. Juni 2012 wurde ein
Zukunftskonzept „Hafen Wangerooge“ öffentlich vorgestellt und hierüber diskutiert. Einige
Anregungen wie auch Bedenken zu den Konzeptionsvorschlägen konnten bereits
entgegengenommen werden.

Der Rat der Gemeinde will spätestens im September 2012 eine Grundsatzentscheidung über das
„Hafenkonzept Wangerooge“ treffen, um diese dann Nports GmbH & Co. KG zu übermitteln. Es sind
gewiss noch weitere Abstimmungen in den Gremien von NPorts wie auch dem Schiffs- und
Inselbahnbetrieb (DB AutoZug GmbH, DB Netz AG) nötig, doch könnten dann bereits weitere
Fachplanungen beauftragt und auch die nötigen finanziellen Mittel beantragt und Förderanträge
gestellt werden in der Hoffnung, dass das Hafenkonzept auch eine zeitnahe Umsetzung erfährt.

Die Konzeptvorschläge werden nunmehr im Internet unter

www.wangerooge.de/wangerooge/gemeinde-v ... machungen/

präsentiert und liegen auch zur Einsicht in Zimmer 2 der Gemeinde- und Kurverwaltung
(Sekretariat Bürgermeister), Peterstraße 6, zur Einsichtnahme aus.

Anregungen oder auch Bedenken zu den Konzeptionsvorschlägen können bis zum 29. Juni 2012 an
die Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge, Peterstraße 5, 26486 Wangerooge, gerichtet werden.
Diese sollten schriftlich erfolgen, werden aber auch zur Niederschrift entgegengenommen.

Holger Kohls
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 18. Aug 2012, 09:32

Debatte um künftigen Hafen
aus NWZ-Online vom 18.08.2012

Bauausschuss Ausbau des Westanlegers oder Neubau nahe des Dorfs?

Die Gemeinde Wangerooge will zunächst Gespräche mit der Bahn über notwendige Verbesserungen führen. In der nächsten Ratssitzung soll dann eine Entscheidung fallen.

von Rahel Arnold



Wangerooge - Soll der Westanleger auf der Insel Wangerooge für rund 14 Millionen Euro ausgebaut oder soll ein neuer ortsnaher Hafen für rund 42 Millionen Euro gebaut werden? Darüber diskutierten die Mitglieder des Bauausschusses der Gemeinde Wangerooge am Donnerstagabend.

Wie berichtet, haben Gemeinde, Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, der Wangerooger Yachtclub und die Reederei Warrings mit N-Ports sowie dem Ingenieurbüro Janssen vor kurzem ein Konzept für den Ausbau des Westanlegers vorgestellt.

Bisher ist am Westanleger aus Platzmangel eine Trennung von Personen- und Güterverkehr nicht möglich. Das führt zu langen Warte- und Umschlagzeiten beim Umstieg vom Schiff auf die Inselbahn. Hinzu kommen Probleme bei der Barrierefreiheit und fehlende Unterstellmöglichkeiten für die Passagiere.

Zudem gibt es nur unzureichende Sandfänge, keinen Schutz der Gleise vor Sandeintrag und bei Hochwasser besteht die Gefahr von Überspülung.

Das Konzept für den Ausbau des Westanlegers sieht deshalb eine Verbesserung des Hochwasserschutzes durch die Erhöhung und Verbreiterung der Buhne W, eine Anhebung der Kaifläche um 30 Zentimeter, neue Sandfänge und eine Erhöhung des westlichen Hafenschutzdamms vor. Geschützt wäre der Hafen dann allerdings nur im Sommer. Im Winter sei es schwierig den Hafen vor Hochwasser zu schützen, so die Planer.

Außerdem sollen der Personen- und Güterverkehr getrennt werden: Auf einer neu geschaffenen Kaifläche, an der zwei Schiffe gleichzeitig anlegen können, könnte ein Kran Güter auf einen Güterzug auf dem seit langem ungenutzten dritten Gleis verladen. Eine Gepäckstudie dazu läuft. Für die Passagiere könnte ein Bahnsteig am Anleger mit Sanitäranlagen, Wartebereichen und Unterstellmöglichkeiten für mehr Komfort sorgen. Das Stelzen-Gebäude des Yachtclubs würde bei dieser Planung erhalten bleiben.

Grüne und SPD drängten im Ausschuss darauf, dem Land Niedersachsen schnell ein positives Signal für den Ausbau des Westanlegers zu geben, damit entsprechende Landesmittel bereit gestellt werden können, und von der Schiff- und Inselbahn Verbesserungen am Bahnhof einzufordern. CDU und Bürger für Wangerooge (BfW) dagegen wollen einem Ausbau des Westanlegers nur dann zustimmen, wenn die Schifffahrt- und Inselbahn mit der DB-Autozug GmbH parallel zum Hafenausbau auch tatsächlich Verbesserungen im Bezug auf Barrierefreiheit und Gepäcklogistik am Wangerooger Bahnhof vornimmt.

CDU und BfW bevorzugen allerdings nach wie vor einen ortsnahen Hafen. Sie argumentieren unter anderem mit dem Wegfall der Inselbahnstrecke und somit auch mit dem Wegfall von Unterhaltungskosten für den Schienenstrang und den Fuhrpark der Inselbahn. Auch ein Gepäckumschlag sei dann nicht mehr nötig.

Laut Bürgermeister Holger Kohls ist ein ortsnaher Hafen kaum realisierbar. Es sei kaum vorstellbar, dass Planfeststellungsverfahren überhaupt aufgenommen oder Ausnahmeregelungen für einen ortsnahen Hafen überhaupt erteilt werden würden, da der neue Hafen mitten im Nationalpark Wattenmeer errichtet werden würde. Das ziehe einen erheblichen Kompensationsaufwand nach sich, die Insel müsste dann Ausgleichsflächen zur Verfügung stellen. „Das ist faktisch nicht möglich, solche Flächen haben wir nicht“, so Kohls.

Einen Beschluss fasste der Ausschuss nicht, es sollen aber Gespräche mit der Bahn folgen. „Wir hoffen, diese bis Ende September abschließend geführt zu haben“, so Kohls. Denn in der kommenden Ratssitzung am 4. Oktober soll es einen Beschluss in puncto Hafenstruktur geben.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 18. Aug 2012, 09:54

In Sachen Hafen wird Gas gegeben


Beratung über künftige Hafenstruktur – Noch nicht festgelegt
aus JeWo-Online vom 17.08.2012

Von DÖRTE SALVERIUS

Bürgermeister soll unverzüglich Gespräche mit Verantwortlichen aufnehmen.

In den zuständigen Gremien wird Tempo gemacht. Anfang Juni hatten Vertreter von Niedersachsen-Ports in einer öffentlichen Bürgerinformation ein Ausbaukonzept für den Westanleger vorgestellt, an dessen unzeitgemäßen Zustand schon seit Jahren Kritik geübt wird. Bei den Wangeroogern stieß es im Großen und Ganzen auf Zustimmung. Am Donnerstagabend beschäftigten sich die Mitglieder des Bauausschusses unter dem Vorsitz von Jürgen Wiebach (CDU) mit der Planung. Ein Beschluss darüber soll in der Ratssitzung am 4. Oktober gefasst werden. Bürgermeister Holger Kohls wurde beauftragt, unverzüglich Gespräche über noch offene Fragen mit den Zuständigen zu führen.


Vor allem von Seiten der Christdemokraten war bislang immer der Bau eines ortsnahen Hafens der Vorzug gegeben worden. Ganz verabschiedet haben sie sich davon noch nicht. Wie Holger Kohls unserer Zeitung aus dem Ausschuss berichtete, hätten sich die CDU-Vertreter sehr wohl für Verbesserungen am Westanleger ausgesprochen, aber darauf gedrungen, dass die Bahn verbindlich zusagt, auch Gleistrasse und Bahnhof entsprechend anzupassen. Dann wäre ein Abrücken von der Forderung nach einem ortsnahen Hafen möglich.


SPD und Grüne hätten sich eindeutig für eine Ertüchtigung des Westanlegers ausgesprochen, so Kohls. Sie drängten auch auf eine zügige Entscheidung, möglichst noch vor der Landtagswahl. Sie befürchten, dass es danach keine Mittel mehr gibt; rund 14 Mio. Euro kostet der Ausbau.


In seiner Beschlussvorlage zu dem Thema hatte der Bürgermeister die Vor- und Nachteile beider Möglichkeiten, ortsnaher Hafen oder Ausbau des Westanlegers, herausgearbeitet. Auch wenn es durchaus Argumente für einen ortsnahen Hafen gibt, so sieht Kohls in Anbetracht hoher Investitionskosten von rund 42 Mio. Euro, aufwendiger Unterhaltung und der Lage innerhalb des Nationalparks Wattenmeer kaum Chancen für eine Realisierung.


Das vorliegende Konzept für den Westanleger sei grundsätzlich schlüssig, so Kohls. In seiner Vorlage listet er noch eine Reihe von Vorgaben auf, zu denen sich die Deutsche Bahn verpflichten müsste, wie die Erhöhung des gesamten Gleisbetts auf das für den Westanleger geplante Niveau oder die Verbesserung der Gepäcklogistik.


In diesem Zusammenhang wurde vorgeschlagen, den Gepäcktransport in die vorhandene Güterhalle zu verlegen und für den Güterumschlag eine neue Halle im Bereich des Bebauungsplans Rösing-straße/Siedlerstraße zu bauen. Der Plan ist noch im Bauleitplan-Verfahren. Auf dem Bahngrundstück soll eigentlich Einzelhandel möglich gemacht werden. Die Verwaltung wartet zurzeit auf die Ergebnisse von Bodenuntersuchungen.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 30. Aug 2012, 23:00

CDU: Auch die Bahn muss sich bewegen
aus JeWo-Online vom 30.08.2012

Umbau des Westanlegers ist Christdemokraten nicht genug – Nachbesserungen nötig

Von DÖRTE SALVERIUS

Vom Wunsch nach einem ortsnahen Hafen hat sich die CDU noch nicht verabschiedet.


Über den Westanleger erreichen Jahr für Jahr Tausende von Gästen die Insel, um dort Urlaub zu machen. Ein Aushängeschild für das Nordseeheilbad ist der Hafen nicht. Dort hat sich seit Jahrzehnten kaum etwas verändert, den Vergleich mit den Häfen der benachbarten Inseln muss er scheuen. Jetzt hat die zuständige Behörde Niedersachsen-Ports endlich einmal ein Konzept vorgelegt, wie sich die Situation am Westanleger verbessern ließe. In der Gemeinde will man die Gunst der Stunde nutzen und noch in der Ratssitzung am 4. Oktober eine Entscheidung treffen. Das wollen die Wangerooger Christdemokraten allerdings so nicht mitmachen, für sie sind noch zu viele Fragen offen, die sie in Ruhe, auch zusammen mit den Bürgern, diskutieren wollen. „Uns stört, dass hier nur über den Anleger gesprochen wird, ohne Alternativen darzustellen“, zumal auch entsprechende Verbesserungen am Inselbahnhof erforderlich seien, sagte Michael Drees, Vorsitzender der CDU Wangerooge in einem Pressegespräch.

Gemeinsam mit den Ratsmitgliedern Bärbel Herfel und Jürgen Wiebach sowie Vorstandsmitglied Josef Mende erläuterte er, wie die CDU zum Projekt „Zukunftskonzept Hafen Wangerooge“ steht. Dabei hat sie sich auch von dem Wunsch nach einem ortsnahen Hafen noch nicht verabschiedet. „Er ist für uns noch nicht gestorben“, sagte Josef Mende fest. Denn eines steht für die Christdemokraten fest: Den Anleger umzubauen, ohne auch in den Schienenstrang und den Bahnhof zu investieren, würde für die Gäste keine Verbesserungen bringen.

Jürgen Wiebach, der sich seit vielen Jahren mit den Unzulänglichkeiten des Hafens beschäftigt, zählte eine ganze reihe von Punkten auf, wo das Konzept von N-Ports für den Westanleger nachgebessert werden müsste und wo die Deutsche Bahn an Gleis und Bahnhof ihren Teil zu einem zukunftsfähigen Umbau beitragen müsste.

Die Barrierefreiheit für Rollstuhlfahrer am Westanleger sei durchgängig auch in den Waggons selbst und am Bahnhof zu gewährleisten. Die Personenbeförderung der Bahn sei immer noch auf die alten kleineren Fährschiffe bezogen, zwei zusätzliche Waggons seien erforderlich. Der vorgeschlagene Pontonkran für den Gepäcktransport vom Schiff auf die schiene dürfte zum Problem werden, wenn er einmal defekt ist. Die CDU plädiert für ein Roll-on-roll-off-System. Aber auch die Logistik für die Beförderung von Waren für die Gewerbetreibenden müsse verbessert werden. Wie oft stünde die Fracht – auch Frischware – stundenlang auf dem Gleis und erreichten erst spät die Länden. Hier macht die CDU den Vorschlag, den Güterumschlag auf das ADN-Gelände zu verlegen, die vorhandene Halle könnte für das Gepäck genutzt werden. Wiebach wies in diesem Zusammenhang auf eine in Auftrag gegebene Studie zur Frachtlogistik hin, deren Ergebnisse aber noch nicht vorliegen. Verlangt wird von der CDU auch, dass der Bahndamm an die geplante Erhöhung des Hafenniveaus angepasst werden müsse. Über der Lagune sei möglicherweise ein neues Brückenbauwerk nötig, damit die mit dem Meeresspiegelanstieg zu erwartenden Wassermengen ablaufen können.

„All diese Dinge wollen wir mit der Bahn besprochen wissen, bevor wir die Hand heben“, betonte CDU-Fraktionsvorsitzender Jürgen Wiebach. Ein Ja zum Umbau des westanlegers käme für die CDU nur in Frage, wenn sich die Bahn verpflichtet, parallel dazu Bahnhof und Schienenstrang anzupassen. Wobei die Politiker erhebliche zweifel haben, dass sich „die Bahn bewegt“. Wichtig ist ihnen aber auch, vor einer Entscheidung prüfen zu lassen, ob ein ortsnaher Hafen genehmigungsfähig ist, „dann brauchen wir Bahnhof und Gleisanlage nicht mehr“, meinte Bärbel Herfel. Hier gehe es schließlich um die Zukunftsfähigkeit des Wangerooger Hafens.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 31. Aug 2012, 08:52

Westanleger: „Pläne sind unzureichend“
aus NWZ-Online vom 31.08.2012

CDU sieht keine Verbesserung für Güter- und Personenverkehr

Wangerooge - Nach Ansicht der Wangerooger CDU bleibt die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge auch nach einem Ausbau des Westanlegers zum vollwertigen Hafen der Schwachpunkt im Güter- und Personentransport. „Wir wären nach wie vor von der Bahn abhängig“, sagte CDU-Ratsfrau Bärbel Herfel jetzt.

Die Wangerooger CDU befürchtet, dass bei dem angedachten Ausbau des Westanlegers keine grundsätzlichen Verbesserungen eintreten. „Der Ausbau ist eine Zementierung der bisherigen Zustände“, sagte CDU-Vorsitzender Michael Drees.

Wie berichtet, haben Gemeinde, Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, der Wangerooger Yachtclub und die Reederei Warrings mit N-Ports sowie dem Ingenieurbüro Janssen ein Konzept für den Ausbau des Westanlegers vorgestellt. Bisher ist am Westanleger aus Platzmangel eine Trennung von Personen- und Güterverkehr nicht möglich. Das führt zu langen Warte- und Umschlagzeiten beim Umstieg vom Schiff auf die Inselbahn. Hinzu kommen Probleme bei der Barrierefreiheit.

Das Konzept sieht deshalb Verbesserungen vor: Der Personen und Güterverkehr soll getrennt werden, auf einer neu geschaffenen Kaifläche, an der zwei Schiffe gleichzeitig anlegen können, könnte ein Kran Güter auf einen Güterzug auf dem seit langem ungenutzten dritten Gleis verladen. Barrierefreiheit durch Rampen an den Schiffen und einem niveaugleichen Ausstieg bei der Inselbahn sollen für mehr Komfort sorgen.

Der CDU geht diese Planung nicht weit genug: Sie sieht vor allem Probleme auf Seiten der Bahn. Es seien weder eine Erhöhung der Gleisen noch Verbesserungen der Barrierefreiheit am Bahnhof Wangerooge oder in den Waggons geplant.

Auch dem Gepäckumschlag mit Güterzug und Kran steht die CDU skeptisch gegenüber. Für sie kommt nur ein so genanntes „Roll-on/Roll-off“-System in Frage, bei dem komplette Waggons der Inselbahn auf den Schiffen mitfahren könnten. Ein Umladen der Güter vom Schiff auf den Zug wäre damit hinfällig.

Nach der bisherigen Planung gibt es nach Ansicht der CDU zwar in einigen Jahren einen gut ausgebauten Westanleger, aber auf dem Weg vom Anleger ins Dorf blieben die Zustände unverändert – es sei denn, die Bahn verbessert ihren Service.

Doch die habe sich in den vergangenen Jahren nicht als verlässlicher Partner erwiesen, sagte Herfel. Daher könne die CDU ohne verlässliche Zusagen der Bahn für Verbesserungen in der Ratssitzung am 4. Oktober nicht für den Ausbau des Westanlegers stimmen. Auch eine schnelle Abstimmung über die Pläne ohne die Prüfung von Alternativen wie einen ortsnahen Hafen hält die CDU für falsch.

Es müsse zudem mit den Bürgern über die Pläne und Alternativen offen diskutiert werden, fordert die Wangerooger CDU.
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Re: Hafen / Westanleger

Beitragvon Admin » 14. Nov 2012, 09:33

Gespräche über Ausbau des Hafens
aus NWZ-Online vom 14.11.2012

Wangerooge/Hannover - Mitglieder des Arbeitskreises Hafen der Wangerooger Inselparteien waren auf Initiative der Grünen-Landtagsabgeordneten Ina Korter und des SPD-Landtagsabgeordneten Olaf Lies zusammen mit Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls zum Gespräch über die Sanierung des Insel-Hafens in Hannover: Die Inselvertreter legten Ministerialdirigent Helmut Heyne vom Wirtschaftsministerium, zugleich Aufsichtsratsmitglied von N-Ports und Ministerialrat Uwe Jacob ihre Pläne zum Umbau des Westanlegers zum vollwertigen Hafen vor.

Bis Ende November haben die Inselvertreter „Hausaufgaben“ abzuarbeiten. In der Ratssitzung am Donnerstag, 15. November, soll dazu ein Grundsatzentschluss gefasst werden
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