Inselnachrichten 2011

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Re: Inselnachrichten 2011

Beitragvon Admin » 28. Dez 2011, 10:09

Spaziergänger aus Gefahrenzone geholt
aus NWZ-Online vom 28.12.2011

Bombenfund Wasserbombe auf Wangerooge gesprengt – Fundort an der Dünenkante am Oststrand

Größere Evakuierungen waren nicht erforderlich. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Sicherheitsbereich mit einem Radius von 1000 Metern. Zudem war die Insel-Feuerwehr im Einsatz.

von Ulrich Schönborn



Wangerooge - Ein am Wangerooger Oststrand angespültes „Fass“ hat sich als Wasserbombe aus dem Zweiten Weltkrieg entpuppt. Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes, die den Fund am Dienstag untersuchten, beschlossen, die Bombe zu sprengen. Größere Evakuierungsmaßnahmen waren dafür nach Angaben von Polizei und Gemeindeverwaltung nicht erforderlich.

Wie berichtet, war die Bombe Mitte Dezember an der Dünenkante am Oststrand gefunden worden. Der Fundort wurde laut Polizei gesichert und abgesperrt. Da der fassähnliche Gegenstand anhand von Fotos nicht zweifelsfrei identifiziert werden konnte, kamen am Dienstag bei günstiger Tide Sprengstoffexperten auf die Insel, um den Fund zu untersuchen.

Schnell war klar, dass es sich wahrscheinlich um eine mit 120 Kilo Sprengstoff gefüllte Wasserbombe aus dem Zweiten Weltkrieg handelt, die angeschwemmt oder freigespült wurde. Die spätere Sprengung bestätigte den Verdacht.

Zuvor wurden Sandwälle aufgeschüttet und ein Sicherheitsradius von 1000 Metern um den Fundort festgelegt. Da der Fundort fernab des Inseldorfs lag, mussten keine Gebäude evakuiert werden.

Die Kurklinik „Villa Kunterbunt“ ist zurzeit nicht belegt, das Cafe Neudeich war ohnehin geschlossen. Deshalb mussten die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr nur einige Spaziergänger im Gefahrenbereich „einsammeln“ und in Sicherheit bringen. Der Polizeihubschrauber, der die Sprengstoffexperten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes auf die Insel gebracht hatte, überwachte den Sicherheitsradius aus der Luft, zudem waren die Inselpolizei sowie elf Brandschützer mit drei Fahrzeugen im Einsatz. „Von der Entscheidung, die Bombe zu sprengen, bis zur Sprengung vergingen nur zwei Stunden“, berichtete Ordnungsamtsleiter Dirk Lindner, der den Einsatz koordinierte.

Die Sprengung erfolgte um 12 Uhr, um kurz nach 13 Uhr konnte der Sicherheitsbereich wieder freigegeben werden.

Verletzt wurde bei der Sprengung niemand, laut Polizei gab es nach ersten Informationen auch keine Sachschäden.

Bomben- und Munitionsfunde gehören auf Wangerooge fast zum Alltag. Vor allem an der Nordseite werden immer wieder Blindgänger und Munition aus den Verklappungsgebieten in der Nordsee angespült, in denen nach dem Zweiten Weltkrieg Munition „entsorgt“ wurde. Zudem war die Insel immer wieder Ziel von Bombenangriffen, bei denen auch „Blindgänger“ einschlugen.
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