Inselnachrichten 2014

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 17. Dez 2014, 12:17

Was Sie schon immer lesen wollten

-aus NWZ-

Die NWZ   macht Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, zu den Feiertagen ein besonderes Geschenk: Nennen Sie uns ein Thema. Unsere erfahrenen Redakteurinnen und Redakteure recherchieren dann für Sie. Die Ergebnisse werden zwischen Weihnachten und Neujahr im Jeverland-Boten der NWZ    veröffentlicht.

Zahlreiche interessante Anregungen und Themenvorschläge sind bereits in der Redaktion eingegangen – sie werden zurzeit schon bearbeitet.

Welche Themen aus Ihrer Nachbarschaft brennen Ihnen noch unter den Nägeln? Welche Frage wollten Sie schon immer mal beantwortet haben?

Schicken Sie uns bis Ende dieser Woche Ihren Rechercheauftrag und schildern Sie gern auch, wie Sie auf das Thema gekommen sind und warum es Sie beschäftigt. Sie erreichen die für die Städte Jever und Schortens sowie die Gemeinden Wangerland, Wangeroogeund Sande zuständige Redaktion unter Tel. 04461/965311, Fax 04461/ 965318, E-Mail an agentur@redjever.de und direkt in der Redaktion Am Kirchplatz 9 in Jever.

Die Redaktion des Jeverland-Boten wählt Themen aus, nutzt ihre vielfältigen Informationsquellen, fragt und hakt nach, sammelt Informationen und fasst die Ergebnisse dann für Sie zusammen.

Wir freuen uns auf Ihre Anregungen!
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 20. Dez 2014, 13:04

Energie
Kirche stärkt Klimaschutz
-aus NWZ-

Ausstoß von CO2 soll in 117 Gemeinden bis 2020 um ein Viertel sinken
Die Gemeinden sollen ihr eigenes Klimaschutzkonzept entwickeln. Vielfach gehe es um ganz einfache Dinge.
von Evangelischer Pressedienst

Schortens/Kreis Friesland - Die Evangelisch-Lutherische Kirche im Oldenburger Land verstärkt ihre Anstrengungen zum Klimaschutz. Zwei Klimaschutzmanagerinnen beraten ab sofort die Kirchengemeinden, sagte die kirchliche Umweltbeauftragte, Kristine Ambrosy-Schütze, am Freitag in Schortens (Kreis Friesland). Ziel sei es, den Energieverbrauch und den CO2-Ausstoß kirchlicher Gebäude und Aktivitäten in Zukunft messbar zu senken. Bis 2020 will die Kirche mit ihren 117 Gemeinden zwischen Wangerooge und den Dammer Bergen ihre CO2-Emissionen um ein Viertel reduzieren.

Die Gemeinden sollen mit Hilfestellungen ihr eigenes Konzept entwickeln, sagte Klimaschutzmanagerin Andrea Feyen. Oft zeigten scheinbar banale Dinge große Wirkung. Dazu gehörten etwa Schilder mit „Licht aus!“ oder „Heizung runterdrehen!“ Am Ende stehe ein Zertifikat des kirchlichen Umweltsiegels „Grüner Hahn“. Feyens Teampartnerin, Claudia Stüwe, nimmt vor allem die Mobilität in den Blick. Ihr Ziel sei es, Ideen von Fahrgemeinschaften zu den Gottesdiensten oder Gemeindefeiern und Rad-Reisen für Konfirmanden zu verbreiten.

Sinnvoll könne es auch sein, die Arbeitszeiten der kirchlichen Mitarbeiter an den öffentlichen Nahverkehr anzupassen. Außerdem berate sie die Gemeinden beim Umstieg auf ökologische und fair gehandelte Produkte.

In Kooperation mit dem Regionalen Umweltzentrum Schortens biete die Kirche außerdem das Projekt „EnergiesparKids“ in den Kindergärten der oldenburgischen Kirche an. Den Jüngsten werde der Klimaschutz mit Büchern, Handpuppen und Experimenten nahegebracht.

Bereits 2012 hatte das Parlament der oldenburgischen Landeskirche ein „Integriertes Klimaschutz-Konzept 2012“ beschlossen. Danach soll der CO2-Ausstoß in den Einrichtungen der Landeskirche bis 2020 um 25 Prozent gesenkt werden. Maßstab sind die Werte von 2008.
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 22. Dez 2014, 10:36

Infrastruktur
Statt Automaten auch künftig Menschen auf der Insel


Volksbank Jever arbeitet an Konzept für langfristigen Erhalt des Standorts Wangerooge

von Rahel Arnold


Wangerooge - Die Volksbank Jever arbeitet zurzeit an einem Konzept für den Erhalt der Filiale auf Wangerooge. Das teilte Vorstandsvorsitzender Michael Engelbrecht jetzt mit. „Ziel ist, die Filiale auch künftig personengeführt zu betreiben“, betonte Engelbrecht. „Wir wollen auf der Insel einen Kundenservice an fünf Tagen in der Woche anbieten“, sagte er. Mit neuen Öffnungszeiten soll dies möglich werden. „Die Insel ist ein sehr wichtiger Tourismusstandort, eine Automatenfiliale ist uns dort zu wenig“, betonte Engelbrecht.

Im ersten Quartal 2015 werde die Volksbank den Wangerooger Kunden die genauen Überlegungen mitteilen und mit der Umsetzung beginnen. Der jetzige Filialleiter Volker Nannizzi werde die Umstellung bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im Juni 2016 begleiten.

Derzeit hat die Volksbank Jever 600 Mitglieder auf der Insel, Tendenz steigend. Das sei auch vor dem Hintergrund des Kostendrucks der Insellage notwendig, sagte Engelbrecht. Die Volksbank Jever transportiert beispielsweise jährlich bis zu 3000 Kilogramm loses Münzgeld von der Insel weg und bringt im Gegenzug etwa 1000 Kilogramm Rollengeld auf die Insel. „Das sind Münzen im Wert von mehr als 300 000 Euro deren Transport auch Geld kostet“, sagte Engelbrecht.

Gut verlaufen seien die Tests zur Videoberatung. „Die Kunden fanden das bisher sehr gut“, sagt Engelbrecht. Die Volksbank hat ihre Insel-Filiale 1939 gegründet – „und wir wollen dort noch viele Jahre bleiben“, so Engelbrecht
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 23. Dez 2014, 11:49

Feuerwehr
Drehleiter verbindet Nord und Süd

-aus NWZ-
Kameraden aus Neuötting wollen Wangerooge Besuch abstatten

von Melanie Hanz
Wangerooge - Eine Drehleiter verbindet Nord und Süd: Eine Abordnung der Freiwilligen Feuerwehr Neuötting hat angekündigt, zur Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Wangerooge am 10. Januar anzureisen und auch am Insel-Neujahrsempfang am 11. Januar teilzunehmen.

Wie berichtet, hat die Gemeinde Wangerooge die Drehleiter der Neuöttinger Wehr gekauft. Das Fahrzeug wurde von Wangerooger Feuerwehrkräften im rund 900 Kilometer entfernten Neuötting in Oberbayern an der Grenze zu Österreich abgeholt und steht nun in der Feuerwehrtechnischen Zentrale in Jever. Dort erhält das Fahrzeug neue Gemeindewappen und soll Anfang Januar auf die Insel übergesetzt werden.

Bei der Drehleiter (DLK 12-9 – „K“ mit Korb) handelt es sich um einen Aufbau der Firma Metz auf einem MAN-Fahrgestell Baujahr 1998. Die Zahlenkombination 12-9 gibt die Rettungshöhe von 12 Metern und die Ausladung von 9 Metern an. Maximale Rettungshöhe sind 18 Meter.

Mit einer Länge von 7,08 Metern und einer Breite von 2,30 Metern ist das Fahrzeug recht kompakt – und damit bestens für die Insel geeignet. Zudem ist die neue Leiter hydraulisch betrieben, dadurch bindet sie nur zwei bis drei Einsatzkräfte.

Die Kosten von 63 000 Euro trägt zu 50 Prozent der Landkreis, dank Zuschüssen und Spenden entfallen auf die Insel-Gemeinde noch 5000 Euro.

Die Feuerwehr Neuötting freut sich unterdessen bereits auf ihre neue Magirus Drehleiter DL(A)K 23/12, die sie im Januar in Dienst stellen kann. „Unsere bisherige Drehleiter ist sicher ein schönes Weihnachtsgeschenk für unsere Kameraden auf der Insel. Wir wünschen unseren Kameraden viel Spaß mit der Drehleiter und allzeit eine unfallfreie Fahrt“, so die Feuerwehr Neuötting.
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 24. Dez 2014, 15:21

UNWETTER
Sturmflut hinterlässt Schäden am Strand
Bis zu zwei Meter hohe Abbruchkanten
WANGEROOGE
JW
von PETER KUCHENBUCH-HANKEN

Der Strand ist vom Schwimmbad bis zum Surfstrand durch den Sturm nahezu komplett weg.



Der Sturm von Montag und vom Wochenende hat am Wangerooger Strand für Schäden gesorgt. Geschuldet sind sie vor allem der Sturmflut am Samstagvormittag. Als das Hochwasser zurückging, zeigten sich am Strand bis zu zwei Meter hohe Abbruchkanten. Vom Schwimmbad bis zum Surfstrand ist der Strand nahezu komplett weg und die Küstenschutzeinrichtungen liegen frei. Auch an der Harlehörndüne im Westen und an den Nordostdünen blieben Abbruchkanten zurück, sie halten sich aber in Grenzen. Nach Angaben von Bürgermeister Dirk Lindner sind am Hauptbadestrand etwa 30 bis 40 Prozent des Sands verloren gegangen.
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 24. Dez 2014, 18:57

Verkehrsverein zukünftig in der LzO.

-aus Je.Wo.-

Der Wangerooger Verkehrsverein wird mit einem Umzug in die ehemalige LzO in das neue Jahr starten.

Dort wird er Verein zukünftig die Tourist - Info, die Unterkunftsinfo, die Unterkunftsvermittlung, die Beratung von Gästen und Mitgliedern sowie den Verkauf von Inselandenken in erweiterten Umfang anbieten.

Die bisherigen Kontaktdaten verändern sich nicht. Der Service am Schalter im Bahnhof bleibt bestehen.
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 27. Dez 2014, 20:35

Tourismus
Hoteliers sind mit Auslastung zufrieden


Über Silvester ausgebucht – Viele Gäste nutzen Zeit zwischen den Jahren für Kurzurlaub
Weihnachten verbringen viele Menschen daheim. Ab dem zweiten Weihnachtsfeiertag steigt die Zahl der Urlauber im Wangerland und auf der Insel spürbar an.
von Rahel Arnold und Antje Brüggerhoff


Wangerland/Wangerooge - Die Hoteliers im Wangerland und auf der Insel Wangerooge sind mit der Auslastung über die Feiertage und zwischen den Jahren zufrieden: „Wir haben volles Haus“, berichtet der Inhaber des Hotels „Altes Zollhaus“ in Horumersiel Arno Meents. „Am ersten Weihnachtstag hatten wir fünf, am zweiten Weihnachtstag 20 Anreisen.“ Viele seiner Gäste sind Stammgäste, die nach Weihnachten anreisen und bis nach Neujahr in Horumersiel Urlaub machen. „Viele nutzen die Zeit zwischen den Jahren“, sagt Arno Meents. Von Horumersiel aus unternehmen die Touristen gerne Tagesausflüge in die benachbarten Städte. „Gerne nehmen sie aber auch an unseren hotelinternen Veranstaltungen teil“, sagt Meents. Darunter etwa eine Boßel-Tour.

Auch das Familienhotel „Friesland Stern“ in Horum rechnet mit vielen Gästen: „Wir sind nahezu ausgebucht“, sagt Empfangsleiterin Heike Hinrichs. Ab diesem Sonnabend, 27. Dezember, reisen die Gäste an, um die Zeit zwischen den Jahren und den Jahreswechsel im Wangerland zu erleben. „Die Nacht vom 31. Dezember auf den 1. Januar ist komplett ausgebucht“, erzählt Hinrichs. „Für diese Nacht bekommen wir besonders viele Anfragen“, sagt sie.

Die Anreise auf der Insel Wangerooge hat sich normalisiert. Nachdem der Fährverkehr von und zur Insel zwischen dem 20. und 23. Dezember wiederholt eingestellt und eingeschränkt worden war (die   berichtete), fahren die Fähren seit dem 24. Dezember wieder planmäßig.

„Der Ausfall war unglücklich“, sagt Damir Hanken vom Hotel Hanken auf Wangerooge. „Viele der Gäste mussten zusätzlich Geld in die Hand nehmen und fliegen, einige haben in Harlesiel übernachtet, einige haben abgesagt und einige sind sogar wieder nach Hause gefahren“, sagt er.

Der Hotelier rechnet mit einem spürbaren Anstieg der Übernachtungen ab dem 29. Dezember bis Neujahr. „In dieser Zeit suchen die Menschen Ruhe und Entspannung, das kann die Insel ihnen bieten“, meint er.

Die Erfahrung haben auch Stefanie und Oliver Ostermann aus Tübingen gemacht, die am zweiten Weihnachtstag mit der Fähre auf die Insel gekommen sind: „Die Überfahrt war ganz entspannt“, sagt Stefanie Ostermann. „Das haben wir schon viel schlimmer erlebt.“ Schon seit vielen Jahren fährt die Familie nach Wangerooge. Dass die Schiffe vor einigen Tagen noch komplett ausfielen, haben sie vorab gelesen. „Aber Sorgen haben wir uns nicht gemacht, dann wären wir einfach geflogen.“

Auch Martin Ritzau kommt seit Jahrzehnten auf die Insel. Probleme bei der Überfahrt gab es keine. Neben den geplanten Schiffen fuhr ein Vorschiff, so dass genug Platz war. „Wir haben zwar von dem Schiffausfall der vergangenen Tage gehört, sind da aber recht locker rangegangen“, meint Ritzau. „Geflogen wären wir aber nicht, das kommt für mich nicht Frage.“
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 27. Dez 2014, 20:39

Musik
Nun geht die Besatzung an Land


Der Shantychor „De Wangeroogers“ löst sich nach 45 Jahren auf
1969 gründeten einige Männer auf Wangerooge einen Shantychor. Nun hören sie auf und führen an diesem Sonnabend ein letztes Mal ihr aktuelles Musical „Feuerschiff-Blues auf“.
von Antje Brüggerhoff


Wangerooge - Nun ist es also bald so weit: Der letzte Vorhang fällt und die Männer des Shantychores „De Wangeroogers“ werden ihre Mikrofone nieder legen, denn der Chor hat beschlossen, aufzuhören. An diesem Sonnabend, 27. Dezember, werden die Männer um 20.30 Uhr im Oberdeck ein letztes Mal ihr Shantymusical „Feuerschiff-Blues“ aufführen. Auf viele Erlebnisse können sie zurückblicken, denn bereits vor 45 Jahren wurde der Chor gegründet – „vor 45 Jahren legte das imaginäre Schiff des Chors also ab“.

Singen zur Schallplatte

Im Jahr 1969 trafen sich zum ersten Mal einige Männer auf der Insel zum Singen. In dieser Zeit wurde noch zu Schallplatten gesungen. Allmählich nahm der Chor immer mehr Gestalt an, ganz besonders, als Enno Bolte die Sänger mit dem Akkordeon begleitete und Kurt Schrell zum Chorleiter wurde. Auch einen Namen gaben sie sich: „Shantychor des Wangerooger Yachtclubs“. Damals war die Chorarbeit ganz auf die Interessen der Segler ausgerichtet und jedes Mitglied des Yachtclubs konnte auch Mitglied des Chors sein.

In den Jahren danach folgten die ersten Schallplattenaufnahmen, Gerd Toben und Herbert Lind traten als Akkordeonspieler dem Chor bei. Es folgten Auftritte auf Tourismusmessen und sogar eine Chorfahrt nach Schottland. Ihr erstes Sommerprogramm hieß „Schippermahl“, das im Hotel Hanken mit einem Labskaus-Essen stattfand. Im Großen Kursaal boten die Männer jährlich das Programm „Wangerooger Kuddelmuddel“.

Im Juli 1994 sollte das 25-jährige Bestehen des Chores groß gefeiert werden. Festzelte und Stände waren bereits aufgebaut, als in der Nacht vor den Feiern Chorleiter Schrell plötzlich verstarb. Die Feiern wurden daraufhin abgesagt. „Direkt am nächsten Tag haben wir uns zusammen gesetzt und überlegt, wie es nun weitergehen soll“, erinnert sich Klaus Brüggerhoff, der 1991 dem Chor beigetreten war. Da er Musiklehrer ist und die entsprechenden Erfahrungen mitbrachte, entschieden die Männer, dass Brüggerhoff die Leitung übernehmen sollte. In diesem Zuge überlegten sich die Sänger auch einen anderen Namen, von da an hieß der Chor „De Wangeroogers“.

Brüggerhoff überlegte sich für jedes Jahr ein großes Programm, das unter verschiedenen Titeln wie „Gestrandet“ oder auch „Panoptikum“ stattfand. Jeweils ein halbes Jahr lang studierte er gemeinsam mit dem Chor die Aufführungen ein. „Die Programme waren dabei stets anders und ganz bunt gestaltet“, sagt er. Neben dem professionellen Gesang führte der Chor auch viele Sketche auf, bei denen auch das Publikum hin und wieder eingebunden wurde. „Wir haben alles immer mit einem kleinen Augenzwinkern betrachtet“, so Brüggerhoff.

Buntes Programm

Bis 2006 fanden die Auftritte noch im Großen Kursaal an der Strandpromenade statt. Das Gebäude wurde dann aber abgerissen, seitdem singen die Männer im Kleinen Kursaal oder im Oberdeck.

Neben den Unterhaltungsprogrammen nahm der Chor auch an internationalen Veranstaltungen teil, wie dem Shantyfestival in Holland und dem „Interfolk“, einer Folkloreveranstaltung mit Teilnehmern aus der ganzen Welt in Kolberg (Polen).

Mit einem Video bewarben sich „De Wangeroogers“ vor knapp zehn Jahren sogar an einem Chorwettbewerb, der vom Norddeutschen Rundfunk (NDR) organisiert wurde. Dabei schafften sie es sogar unter die besten Fünf. Sie fuhren mit einer Fangemeinde nach Hamburg ins Fernsehstudio zur finalen Runde. Dort sangen sie sich auf Platz zwei.

In ihrer Zeit als Shantychor sangen die Männer nicht nur auf vielen selbst organisierten Auftritten auf der Insel, sondern auch auf Hochzeiten, offiziellen Anlässen, auf Kirchenveranstaltungen und vielem mehr. Tradition wurde auch ihr alljährliches Piratenspiel zu Nikolaus. „Gefallen hat mir von all dem jeder gelungene Auftritt, ganz egal wie groß oder wie klein er war“, meint Brüggerhoff.

Höhepunkte der letzten Jahre waren auch zwei Shantymusicals, die Chorleiter Brüggerhoff schrieb: ein Piratenmusical und in der vergangenen Saison der „Feuerschiff-Blues“. Am Ende dieses Stückes erfährt die Besatzung, dass das Feuerschiff ausgedient hat: Nach 45 Jahren geht die Besatzung an Land...
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 31. Dez 2014, 12:27

Silvester
Feiern in letzter Nacht des Jahres


Für Kurzentschlossene gibt es noch Karten – Feuerwerk auf Altem Markt
Am 2. Januar beginnt dann bereits der Reigen der Neujahrsempfänge. Den Auftakt macht die Gemeinde Wangerland.
von Antje Brüggerhoff

Jeverland - Silvester kommt immer so plötzlich – wer noch nichts vorhat in der letzten Nacht des Jahres, wird auch noch spontan fündig. Nur noch wenige Karten gibt es für die große Silvesterparty auf dem Gelände der Wasserskianlage Hooksiel. Unter dem Motto „Traumschiff“ gibt es ein großes Büfett, Tanzmusik und Bingo. Um Mitternacht gibt es zum hauseigenen Feuerwerk natürlich auch Sekt. Karten gibt es für 92,50 Euro unter Tel. 04425/ 99 01 80).

Für die Silvesternacht im Hotel „Dorf Wangerland“ in Hohenkirchen gibt es noch Karten für die Feier ab 21 Uhr inklusive Getränken und einem Mitternacht-Snack. Karten sind für 39 Euro erhältlich unter Tel. 04463/ 80 97 91 00.
Auf Wangerooge öffnet nach dem Feuerwerk auf der Strandpromenade um 0.10 Uhr die Dünenhalle, für Tanzmusik sorgen die „Island-Boys“. Der Eintritt kostet 7 Euro. Die Silvesterpartys im Kursaal Horumersiel sowie im Bürgerhaus Schortens sind ausverkauft, auch im Schützenhof Jever gibt es keine Karten mehr.

Einen krönenden Abschluss des Jahres bietet auch die Diskothek Twister Dance in Sande. Bis Mitternacht kostet der Eintritt dort 25 Euro, dazu gibt es Freigetränke. Auch in der Schortenser Diskothek Nachtschicht wird ab 21.30 in das neue Jahr gefeiert. In beiden Diskotheken gibt es ab 4 Uhr ein Katerfrühstück.

Wer noch spontaner ins neue Jahr feiern möchte, ist auf dem Alten Markt in Jever richtig: Dort treffen sich kurz vor Mitternacht Jeveraner, um ihr Feuerwerk abzubrennen.

Bereits am Freitag, 2. Januar, beginnt dann der Reigen der Neujahrsempfänge im Jeverland: Den Auftakt macht Wangerlands neuer Bürgermeister Björn Mühlena. Der Empfang beginnt um 19.30 Uhr im Haus des Gastes in Horumersiel.

Am Sonnabend, 3. Januar, treffen sich dann die Moorwarfer um 17 Uhr im Old Schoolhus zum Stelldichein im neuen Jahr. Die Stadt Schortens folgt am Sonntag, 4. Januar, um 11 Uhr. Die Gäste im Bürgerhaus dürfen sich auf frische Berliner freuen. Auch in Wittmund findet der Neujahrsempfang am 4. Januar statt, und zwar ab 11 Uhr in der Stadthalle der Wittmunder Residenz.

Für Freitag, 9. Januar, lädt Jevers Bürgermeister Jan Edo Albers um 19.45 Uhr ins Theater am Dannhalm.

In Cleverns lädt die Dorfgemeinschaft am Sonnabend, 10. Januar, um 19 Uhr in die Grundschule zum Neujahrstreffen ein. Und die Gemeinden Sande und Wangerooge halten ihre Neujahrsempfänge am Sonntag, 11. Januar, ab. In Sande lädt erstmals Bürgermeister Stephan Eiklenborg zum Stelldichein um 11 Uhr in die Oberschule ein. Auf Wangerooge bittet zum ersten Mal Bürgermeister Dirk Lindner um 11.30 Uhr ins Restaurant Strandlust.

Die Stadt Wilhelmshaven richtet ihren Neujahrsempfang ebenfalls am Sonntag, 11. Januar, aus. Beginn ist um 11.30 Uhr in der Aula des Neuen Gymnasiums.
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Re: Inselnachrichten 2014

Beitragvon Salzufler » 31. Dez 2014, 12:30

Rückblick 2014
Baustellen in allen Kommunen


Jahresbilanz der Städte und Gemeinden im Jeverland
Vieles wurde 2014 abgearbeitet – einiges zieht sich weiter hin. In Sande, Wangerooge und Wangerland suchen neue Bürgermeister nach Lösungen.
von Melanie Hanz


Jeverland - Der meistgeschriebene Name des Jahres 2014 war mit Sicherheit „Aqua Toll“: Ein ganzes Jahr lang hat sich die Hängepartie um das marode Schortenser Hallenbad hingezogen – bis Anfang Dezember endlich die Entscheidung fiel: Das Schwimmbad wird zum Sportbad mit kleiner Sauna und Kleinkindbecken zurückgebaut.

Doch kaum ist die Schwimmbadfrage geklärt, glimmen weitere Brandherde im Schortenser Stadtgebiet auf: Das Sillensteder Feuerwehrhaus ist zu klein geworden, Schulen, Sportanlagen und Bürgerhaus bedürfen dringend der Sanierung. Und für alles fehlt Geld.




Es geht voran in den Städten und Gemeinden des Jeverlands: Davon zeugen zahlreiche Baustellen. Manche Baustellen wie das Rathaus in Sande und der Sanierungsstau in Schortens bereiten den Verwaltungen und Räten Kopfzerbrechen – insbesondere, was die Finanzierung angeht. Da gilt es, kreative Lösungen zu finden.

Die Stadt Schortens hat sich mit ihrem Stadtentwicklungsprozess „Zukunft in Schortens – In Zukunft Schortens“ bereits auf den Weg gemacht und bezieht auch Bürger ein in die Suche nach Lösungen.

Bürger-Beteiligung ist sicher kein Allheilmittel, doch ein Mehr an Bürgerbeteiligung schadet sicher nicht bei der Suche nach neuen Wegen.

In Sande sieht es ähnlich aus: Das Rathaus muss dringend saniert werden. Doch guter Rat ist teuer, wie die geschätzten Kosten von 1,2 Millionen Euro zu stemmen sind. Weitere Sander Baustellen sind die Sanierung der Kläranlage und die Bahnumfahrung, die bis 2020 stehen soll.



Überhaupt war 2014 ein Jahr der Baustellen: In Jever wurde das Johann-Ahlers-Haus abgerissen und der Bau der neuen Tourist-Info begann. Die Bauarbeiten stehen kurz vor dem Ende – Anfang 2015 soll das Gebäude bezugsfertig sein. Eine weithin sichtbare Baustelle in Jever war 2014 der Glockenturm der Stadtkirche: Er wurde komplett saniert – ohne dass die Stadt mitfinanzierte. Dafür halfen Sponsoring-Aktionen der jeverschen Geschäftsleute und viele Spender der evangelischen Gemeinde dabei, die 100 000 Euro Eigenanteil zu stemmen.

Auch auf Wangerooge wurde und wird kräftig gebaut: Überall entstehen neue Gebäude, die Gemeinde modernisierte ihr Freizeitbad „Oase“, das neue Feuerwehrhaus wurde in Betrieb genommen, die Arbeiten am Rosenhaus und am neuen Gesicht der Oberen Strandpromenade West laufen, auch der Deichbau schreitet voran. Und 2015 gibt es weitere Baustellen: Deckwerkssanierung, Golfplatz und möglicherweise ein weiteres Hotel. Aber es gibt auch längerfristige Baustellen wie den Ausbau des Westanlegers zum Hafen und die Ausbaggerung des Fahrwassers nach Harlesiel, die vermutlich auch 2015 noch nicht abgearbeitet werden können.
Im Wangerland sind mit der Bebauung des ehemaligen Sportplatzes Hohenkirchen mit dem Seniorenwohnzentrum und der Umgestaltung der Jeverschen Straße immerhin zwei Baustellen abgearbeitet. Die geplanten neuen Windparks, die Pläne für die Hooksieler Mole und den Außenhafen, die Einigung mit dem Land übers Hooksieler Freizeitgelände, die Nachnutzung des Gebäudes der Wangerland-Reha und der Radweg entlang der Kreisstraße 89 zwischen Middoge und Oldorf werden die Gemeinde auch 2015 weiter beschäftigen.

Als Aufreger 2014 neben der Diskussion ums Aqua Toll entpuppten sich in Schortens die Pläne für einen Windpark in Moorsum: Nach massiven Protesten in Sillenstede, Grafschaft und Accum zog der Betreiber seine Pläne zurück. Auch die Pläne des Landkreises für die Mensa der Integrierten Gesamtschule in Schortens sorgten für Proteste von Eltern, Lehrern und Schülern – doch der Kreistag blieb bei seinem Vorhaben, den Speisesaal im Bestand einzurichten.

In Jever sorgte im Frühsommer der Skulpturenrundgang „Vater und Kind“ für Diskussionen – als die neue Gruppe an der Graft gegenüber dem Brauhaus stand, verstummte die Debatte abrupt. Die beiden Figuren stehen dort offensichtlich sehr hübsch (ovales Bild).

Die Klage gegen den Fremdenverkehrsbeitrag sowie Verkehr und Parkplätze in der St. Annen-Straße sind weitere Themen, die 2015 auf Lösung warten.


In Sande, Wangerland und Wangerooge ist es Aufgabe der neuen Bürgermeister, die Baustellen anzugehen und abzuarbeiten: In Sande schaffte Stephan Eiklenborg den Sprung ins Rathaus und löste im November Josef Wesselmann ab. Auf Wangerooge setzte sich Dirk Lindner gegen fünf Mitbewerber inklusive Amtsinhaber Holger Kohls durch. Und im Wangerland nahm im November Björn Mühlena am Bürgermeister-Schreibtisch Platz. Sein Vorgänger Harald Hinrichs wechselte als Samtgemeindebürgermeister nach Esens. Im Wangerland gab es zudem einen Wechsel an der Spitze der Wangerland Tourismus GmbH: Armin Kanning folgte als Geschäftsführer auf Ute Gerdes.

Gute Nachrichten hatte das Jahr 2014 ebenfalls zu bieten: Das Wangerländer Projekt „Erde und Flut“ errang im Bundeswettbewerb „Entente Florale – gemeinsam Aufblühen“ erneut eine Goldmedaille. Und das Kino in Jever, das kurz vor der Schließung stand, besteht dank der Kinofreunde Friesland weiter.

Überschattet wurde das Jahr von mehreren Todesfällen: Für Bestürzung sorgten insbesondere der Tod von Jevers Nachtwächter Peter Stolzenburg im Januar, von Georg Graf von Wedel im Juli und von Verleger Hajo Allmers im August.
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