Naturschutz

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 23. Aug 2011, 11:33

Mit dem "Vogelzug" druch die Salzwiesen[/u

u.a.:
Mi. 26.01.
11.45 Uhr

[u]Mit dem Vogelzug zum Vogelzug


Info und Anmeldung sowie komplettes Programm von und an:
S. Schmidt, Tel. 04469/8397
vom Nationalparkhaus Rosenhaus
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 25. Aug 2011, 13:13

123 NDR Text Do.25.08. 13:06:36


NACHRICHTEN

NiedersachsenBremen

Mehr Seehunde im Wattenmeer

Im Wattenmeer zwischen Ems und Elbe
sind bei Beobachtungsflügen in diesem
Sommer 7.416 Seehunde gezählt worden.

Das teilte das Niedersächsische Landes-
amt für Verbraucherschutz und Lebens-
mittelsicherheit (Laves) am Donnerstag
in Oldenburg mit. 2010 waren rund 800
Tiere weniger gezählt worden.

Bei den Jungtieren sei der Bestand im
Vergleich zum Vorjahr nahezu gleich, so
das Laves. Die Seehunde hätten einen
gesunden sowie gestärkten Eindruck ge-
macht und zeigten keine Anzeichen von
Erkrankungen.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 3. Sep 2011, 11:33


Bunte Zugvögel flattern durchs Haus

Rosenhaus Ausstellung mit Kinderbildern zu Zugvogeltagen

-aus NWZ.-


Wangerooge - Zurzeit zeigt das Nationalpark-Haus „Rosenhaus“ auf Wangerooge spaßige Cartoons, die vor einem Jahr beim ersten Inselwitz-Cartoon-Spektakel auf Baltrum entstanden sind. Seit dem Frühjahr erntet die Ausstellung auf Wangerooge viel Lob und herzliches Gelächter.

Auf den Cartoons verwechseln Ahnungslose Watte mit Watt, ein Walplakat zeigt witzige Wale: Etwa einen Wal in Form eines Umschlags – den Briefwal – und vieles mehr.

Nun werden die Cartoons von Kinderbildern abgelöst, die Zugvögel zeigen. Die bunten Kunstwerke entstanden bei den ersten Zugvogeltagen 2009. Kinder zwischen vier und 14 Jahren haben mehr als 300 Bilder gemalt – bunt, lustig, originell, nachdenklich, kunstvoll, einfaltsreich, niedlich, liebevoll, genial und schön.

Begleitet werden die Bilder von den Zugvogelgeschichten, die Kinder für die zweiten Zugvogeltage geschrieben haben. In diesem Herbst erleben die Zugvogeltage vom 22. bis 30. Oktober ihre dritte Auflage, weshalb sich das Team des Nationalpark-Hauses freut, die kreativen und äußerst passenden Malereien zeigen zu können. Auch auf Wangerooge finden zahlreiche Veranstaltungen statt.

Bei den dritten Zugvogeltagen sind Kinder wieder aufgerufen, kreativ zu werden.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 10. Nov 2011, 01:36

Rinder helfen beim Naturschutz auf Insel
aus NWZ-Online vom 09.11.2011

Mellumrat Masterarbeit belegt: Beweidung der Innengroden nutzt Wiesenvögeln

Wangerooge - Für den Kiebitz und andere Wiesenvögel sind die Innengroden der Insel Wangerooge Rückzugsgebiete landesweiter Bedeutung. Wie die Lebensräume solcher Vögel am besten gepflegt und entwickelt werden können, hat jetzt eine vom Mellumrat betreute Masterarbeit aufgezeigt.

Eines der Ergebnisse: Der Bewirtschaftungsschwerpunkt sollte auch weiterhin auf der Beweidung mit Rindern liegen, jedoch ist zusätzlich eine Flächenpflege durch Mahd erforderlich. Auf diese Weise werden die Innengroden der Insel offen und kurzrasig gehalten und ideale Voraussetzungen insbesondere für den Kiebitz geschaffen.

Für die Rinder sind die Weiden wegen der guten Futterqualität hervorragend geeignet, die Arbeit empfiehlt sogar einen früheren Weideauftrieb und eine maximale Ausdehnung der Weideperiode. Die Tierzahl, der Zeitpunkt des Auf- und Abtriebs und die Festlegung der Mahdflächen sind dabei aber jährlich dem Zustand der Flächen anzupassen.

Beweidet werden die Flächen im Osten und Westen der Insel durch den Wangerländer Landwirt Menz Willms (Rickelhausen). Jedes Jahr im Mai treibt er Jungrinder auf die Insel, im Oktober kommen die Tiere zurück zum Festplatz.

Dabei kommt die zusätzliche Mahd sowohl den schützenswerten Orchideenbeständen zugute als auch der Futterqualität beider Weideflächen. Der Kiebitz bevorzugt als Bruthabitat tiefer liegende Bereiche des so genannten Grünlands feuchterer Ausprägung.

Deshalb sollte in beiden Groden der Abfluss von Oberflächenwasser so geregelt werden, dass eine Entwässerung der Bebauung gewährleistet wird, ohne das Brutgebiet maßgeblich zu beeinflussen. Ehemalige Bombentrichter sollten als offene Flachwasserzonen für Wiesenvögel und andere Limikolen erhalten bleiben.

Voraussetzung für den Erfolg des Konzepts ist eine intensive Betreuung, die neben ornithologischen und botanischen Aspekten auch den landwirtschaftlichen Standpunkt berücksichtigt.

Die Masterarbeit wurde von Claudia Hunfeld aus Heede/Ems zur Erlangung des Masters of Science am Institut für Wildbiologie und Jagdwissenschaften der Universität für Bodenkultur Wien erstellt. Sie unterstützt die Basisarbeit des Mellumrats, der die Schutzgebiete auf Wangerooge seit mehr als 75 Jahren kontinuierlich betreut. Der Mellumrat steht im engen Austausch mit der Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer, die die weiteren Maßnahmen abstimmt und umsetzt.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 7. Dez 2011, 10:50

Weniger Geld für „Rosenhaus“ auf Wangerooge Land holt Geld zurück
aus NWZ-Online vom 07.12.2011

Nationalpark Land kürzt Zuschuss um 13 000 Euro – Inselgemeinde kann Lücke nicht schließen

us



Wangerooge - Das überregional bekannte Nationalparkhaus „Rosenhaus“ auf Wangerooge muss ab dem Jahr 2012 mit weniger Geld vom Land auskommen. Die Nationalparkverwaltung werde den jährlichen Zuschuss um 13 000 Euro von derzeit 73 000 Euro auf dann 60 000 Euro kürzen, teilte Wangerooges Bürgermeister Holger Kohls am Montagabend im Finanzausschuss mit.

Die Mitteilung sei sehr kürzfristig erst am Montag bei der Gemeindeverwaltung eingegangen. Bis zum 22. Dezember soll Kohls zufolge der neue Vertrag unterzeichnet werden.

Diesen Zeitplan hält Kohls für kaum realistisch. Denn das Rosenhaus wird in einer Betreibergemeinschaft von Nationalparkverwaltung, Gemeinde, Mellumrat und Naturschutzbund Nabu getragen. Nun müsse zunächst mit allen Trägern Rücksprache gehalten werden.

Sicher sei, so Kohls, dass die Inselgemeinde angesichts ihres finanziellen Defizits die Lücke nicht schließen könne. Das bestätigte auch der Finanzausschuss unter dem Vorsitz von Rainer Janßen (BfW).

Die Inselgemeinde Wangerooge beteiligt sich derzeit mit 38 000 Euro an der Finanzierung des „Rosenhauses“. Der Zuschuss ist eine freiwillige Leistung.

Imke Zwoch von der Nationalparkverwaltung in Wilhelmshaven wies am Dienstag im Gespräch mit der NWZ  den Vorwurf zurück, die Gemeinde sei über die Kürzung des Zuschusses nicht früh genug informiert worden. Bereits im Sommer habe es nach dem Beschluss der Landesregierung, die Finanzierung der insgesamt 16 Nationalparkhäuser neu zu ordnen, entsprechende Informationsveranstaltungen gegeben.

 @ Mehr Infos im Internet unter http://www.nationalparkhaus-wangerooge.de Das „Rosenhaus“ auf Wangerooge ist weit mehr als eine Naturschutz-Einrichtung. Mit rund 40 000 Besuchern im Jahr und mehr als 1000 Veranstaltungen ist es eine Stütze des Inseltourismus’. Der Beitrag der Gemeinde von 38 000 Euro ist da relativ günstig.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 24. Feb 2012, 09:26

Vier Freiwillige im Einsatz für Naturschutz
aus NWZ-Online vom 24.02.2012

Nationalpark-Haus Nachfolger für „Ökies“ gesucht – Bewerbung bis 15. März

lr


Wangerooge - Rieke Hohmann, Lisanne Lambrecht, Meike Seibert und Michael Zirpel leben für ein Jahr auf Wangerooge. Grund ist bei allen der Wunsch, in einem Freiwilligen Ökologischen Jahr in der und für die Natur zu arbeiten.

Bei der Suche nach einer Einsatzstelle stand bei allen die Möglichkeit, in der Natur und auf einer Insel arbeiten zu können, im Vordergrund – möglichst weit weg von Schulbank, Schreibtisch und PC. Im Nationalpark-Haus Wangerooge und den Nationalpark-Stationen des Mellumrats setzen sich die vier nun für den Schutz des Wattenmeers ein.

Meike und Michael sind Naturschutzwarte, sie zählen Wasser- und Watvögel, kartieren Brutvögel, führen Strandkontrollen durch und bieten Führungen zur Vogelwelt Wangerooges an. Ausgestattet mit Fernglas und Spektiv nehmen sie alles unter die Lupe, was auf Wangerooge fliegt, stochert, balzt oder zwitschert.

Auch Rieke und Lisanne vom Nationalpark-Haus sind viel draußen unterwegs – allerdings selten allein. Meistens machen sie Führungen für Gäste und zeigen ihnen Salzwiesen und Dünen, Geschichtliches und Geografisches, Tiere und Pflanzen oder Leuchttürme und Sterne. Beide fühlen sich wohl im Rosenhaus, da ihnen Naturschutz und pädagogische Arbeit wichtig sind.

So sehr das Freiwillige Ökologische Jahr die vier jungen Menschen verbindet, so unterschiedlich sind ihre Ideen für ihre Zukunft: Meike möchte Wissenschaftsjournalismus studieren, Lisanne tendiert in Richtung Sonder- und Sozialpädagogik. Rieke und Michael sind noch unsicher. Etwas mit Geografie könnte Rieke sich vorstellen, Michael denkt über Schauspielerei oder Biologie nach. In einem halben Jahr ist für die vier die Inselzeit vorbei.

Wer sich vorstellen kann, in die Fußstapfen der „Ökies“ zu treten, kann sich bis zum 15. März bei der Niedersächsischen Naturschutzakademie in Hildesheim bewerben.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 29. Mär 2012, 04:44

Naturschutzwarte beziehen Stationen des Mellumrats
aus NWZ-Online vom 29.03.2012

Umweltschutz Junge Leute arbeiten auf Wangerooge, Mellum und Minsener Oog

lr


Wangerooge - Wangerooge steht bei jungen Naturschutzwarten ganz oben auf der Beliebtheitsskala. Sieben Naturschutzwarte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz haben sich auf den Einsatz in den vom Mellumrat betreuten Schutzgebieten Wangerooge, Minsener Oog und Mellum vorbereitet.

„Auf Wangerooge ist man nicht so einsam“, begründet Carina Gsottbauer aus Österreich ihre Wahl. Die studierte Zoologin ist auf Meeresbewohner spezialisiert. Nach einem Praktikum in der Seehundstation im niederländischen Pieterburen hat sie nun auf Wangerooge angefangen. Dort arbeitet sie mit Dorothee Glü aus Lüneburg und Friederike Neiske aus Paderborn zusammen. Beide wollen Landschaftsökologie und Naturschutz studieren. Der Schweizer Josch Brun will Umweltingenieur werden. Michael Zippel ist mit 19 Jahren der Jüngste unter den Naturschutzwarten. Der Braunschweiger macht ein freiwilliges ökologisches Jahr auf Wangerooge.

Rüdiger Freigang aus Bad Zwischenahn wagt sich in die Einsamkeit nach Mellum. Auf die Idee ist er 2011 bei einer Wattwanderung nach Minsener Oog gekommen. „Im Herzen bin ich Handwerker“, sagt er. Bei Pflegemaßnahmen im Gelände müssen die Naturschutzwarte zupacken können. „Ich kenne die Inseln und möchte Hintergrundwissen über Mellum erfahren“, erklärt Freigang, warum er sich für die unbewohnte Vogelinsel entschieden hat.

Ganz allein ist er nicht. Dr. Horst Kotte geht am 5. April für vier Monate nach Mellum. Der Biologe aus Hamburg erfüllt sich damit einen Kindheitstraum. Er wird das Brutmonitoring auf der Insel übernehmen. „Er ist für uns besonders wertvoll, weil er als Fachmann weiß, wie man wissenschaftliche Arbeiten durchführt“, erklärt Mathias Heckroth, Geschäftsführer des Mellumrats.

Auch Thomas Schimmer weiß, worauf er sich einlässt. Nach einem Praktikum auf Wangerooge will er den Posten als Naturschutzwart auf Minsener Oog übernehmen.

Zusätzlich zu den Naturschutzwarten stellt der Mellumrat ehrenamtliche Beauftragte für die Schutzgebiete. Sie leiten die Aktiven vor Ort an und betreuen sie während ihrer Zeit auf den Inseln. Neben dem Naturschutz dokumentieren die Naturschutzwarte das Leben von Brut- und Rastvögeln, Seehunden und anderen Nordseebewohnern. Die gesammelten Daten stehen Forschungseinrichtungen zur Verfügung.

Auf den unbewohnten Inseln sind die Naturschutzwarte die einzigen Menschen, die Unregelmäßigkeiten im Weltnaturerbe wahrnehmen.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 11. Apr 2012, 09:05

Kiebitz kehrt aus Winterurlaub nach Wangerooge zurück
aus NWZ-Online vom 11.04.2012

Tierschutz Mellumrat erforscht Verhalten der Vögel auf der Insel – Tier vor einem Jahr mit Ring markiert

lr


Wangerooge - Seine Reise in den Süden Europas und zurück nach Friesland hat ein Kiebitzweibchen jetzt beendet. Mitarbeiter des Mellumrats haben die Vogeldame am 26. April vergangenen Jahres im Westen Wangerooges mit einem bunten Ring am Fuß versehen. Jetzt hat Naturschutzwart Andreas Bange das Tier auf Wangerooge wiederentdeckt.

Kiebitze fliegen im Herbst in ihre Winterheimat in Südwestfrankreich und Spanien. Schon Ende Januar machen sich die ersten Vögel auf den Heimweg in die Brutgebiete. Die feuchten Wiesen an der Nordseeküste zählen zu ihren bedeutsamsten Rastplätzen. Jetzt, im Frühjahr, kommen die Kiebitze zurück.

Die Wangerooger Vogeldame schaut sich nun nach einem Partner um. Den beurteilt sie nach seinen handwerklichen Fähigkeiten im Nestbau. Jedes paarungsbereite Kiebitzmännchen legt deshalb mehrere Nestmulden im Boden an. Bevor ein Kiebitzweibchen ihre Eier ablegt, wählt sie das Nest aus, das ihr am besten gefällt. Drei bis vier Wochen später schlüpfen meist vier Küken.

Die Eltern haben nun in den kommenden fünf Wochen alle Hände voll zu tun, das Gelege und den Nachwuchs zu versorgen und gegen Räuber zu verteidigen. Mehreren Untersuchungen zufolge gelingt das den Wiesenvögeln in Europa zunehmend schlechter. Auf landwirtschaftlich intensiv genutzten Wiesen haben die Küken kaum Chancen zu überleben, aber auch in Schutzgebieten gibt es immer weniger Kiebitze.

Auf Wangerooge hat ein so genanntes „Bruterfolgsmonitoring“ ergeben, dass die Kiebitze nicht ausreichend Küken groß ziehen. Trotzdem war der Bestand lange Zeit stabil. Die Ursachen können nach Angaben des Mellumrats vielfältig sein.

Um die Entwicklung der Population auf Wangerooge besser zu verstehen, hat die Naturschutz- und Forschungsgemeinschaft Mellumrat vor zwei Jahren begonnen, Kiebitze mit individuellen Farbringen zu markieren. So können Rückkehrraten sowie Zu- und Abwanderungen festgestellt werden.

Auch zum Einfluss von Gelegeräubern und zu Kükenverlusten fehlen noch verlässliche Daten, so dass die Untersuchungen weiter fortgesetzt werden.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 23. Jul 2012, 08:49

Jugendliche helfen im Naturschutz
aus NWZ-Online vom 23.07.2012

lr

Wangerooge - Von diesem Montag, 23. Juli, bis zum 4. August sind auf Wangerooge wieder 16 Freiwillige aus ganz Europa zu Gast, um im Naturschutz mitzuhelfen: Die jungen Leute werden Kleingewässer reinigen und standortfremde Pflanzen wie Traubenkirsche und Kartoffelrose beseitigen. Organisiert wird das Workcamp von den Internationalen Jugendgemeinschaftsdiensten, koordiniert wird der Einsatz durch die Nationalparkverwaltung, die Gemeinde Wangerooge und den Mellumrat.

Ab 9. August wird dann mit einem Bagger die Sohle eines weiteren Eisteichs vom Bewuchs befreit, teilt der Mellumrat mit. Die Arbeit wird vom 20. bis 24. August von einer Gruppe der Stiftung proWerk (Bielefeld) fortgeführt.

Mit den Maßnahmen soll die heimische Flora und Fauna geschützt werden. Arten wie Strandling, Laichkräuter, Sonnentau, Kreuzkröte und andere Erstbesiedler sowie die Besenheide sollen zur Wiederansiedlung angeregt werden.

 @   http://www.mellumrat.de
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Re: Naturschutz

Beitragvon Admin » 23. Nov 2012, 09:13

Polarmöwen und Papageitaucher machen Station
aus NWZ-Online vom 23.11.2012

Brutvogelbericht des Mellumrats für Wangerooge – Kiebitzbestand erneut zurückgegangen

Wangerooge - Im Jahr 2012 hat die Vogelschutzwarte des Mellumrats auf Wangerooge 54 verschiedene Brutvogelarten gezählt. Laut Brutvogelbericht von Geschäftsführer Mathias Heckroth waren die Stationen auf Wangerooge durchgängig mit übers Jahr verteilt insgesamt 18 Personen besetzt.

Nachdem 2011 das Gelege eines Löfflerpaars durch Hochwasser verloren gegangen war, wurde diese Art 2012 lediglich gesichtet.

Verglichen mit dem Vorjahr hat sich der Bestand des Kiebitzes mit 28 Brutpaaren erneut fast halbiert (2011: 53, 2010: 55, 2009: 59, 2008: 70).

In diesem Jahr wurden drei Kiebitze beringt, damit sind insgesamt 18 Vögel farbig beringt. Zwei der 2011 beringten Kiebitze wurden dieses Jahr als Brutvögel auf Wangerooge wieder beobachtet.

Bei der Uferschnepfe ist der Bestand mit zwölf Brutpaaren ebenfalls deutlich gesunken (2011: 19, 2010: 29, 2009: 23, 2008: 24). Auch beim Austernfischer gehen die Bestände weiter zurück. Sandregenpfeifer und Zwergseeschwalbe wurden lediglich gesichtet – „hier führten sicherlich Arealverluste durch Sturmfluten zum Ausbleiben der Brut“, so Heckroth.

Weitere Brutvogelarten waren unter anderem Nonnengans (5 Brutpaare), Sumpfohreule (1) und Kornweihe (1). Im Rahmen des Projekts „Kornweihen im Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer – Entwicklung eines Schutzkonzepts“, gefördert durch die Nationalparkverwaltung und die Niedersächsische Ornithologische Vereinigung, wurden drei junge Kornweihen farbig beringt.

Besondere Seltenheiten bei den Gastvögeln waren im Januar zwei Polarmöwen und ein durchziehender Papageitaucher. Im März wurden auf der Insel ein Weißstroch und ein Kranich, im April ein Kuhreiher, im Mai ein Zwergschnäpper, im August ein Mornellregenpfeifer, im Oktober ein Waldpieper, zwei Spornpieper, drei Sturmtaucher, zwei Schwalbenmöwen, eine Kappenammer und drei Gelbbrauen-Laubsänger sowie im November ein Eistaucher und ein später Wiedehopf gesichtet.

„Interessant war auch die Beobachtung eines farbberingten Meerstrandläufers, der am 10. September 2011 auf Spitzbergen beringt wurde und am 8. April 2012 von Johannes Melter und am 4. November auf Wangerooge von Andreas Bange beobachtet wurde“, so Heckroth.
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