Bebauung Strandpromenade

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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon keinereiner » 28. Mär 2012, 18:41

Das es gut ist wenn es mal weitergeht steht ausser Frage. Nur ob dieses ein guter Weg ist ?
Die KV ist defizitär und verdient mit Ihren Einrichtungen wie der Oase kaum etwas. Was wird aus der Oase wenn man auf dem Weg zum Schwimmbad
durch 3! Baustellen muss ? Nur als Beispiel... Warum baut man eine Strandhalle nicht da wo schon mal eine Stand nämlich unterhalb des Platz am Meer auf der unteren Promenade ? Gerade die untere Promenade im Westen ist Infrastrukturelles Niemandsland.
Warum bietet man für eine pot. Fachklinik kein Grundstück an was auch zu einer Fachklinik passt. Daß jemand an der Promenade eine Fachklinik errichtet hat die Verwaltung doch nicht selbst geglaubt. Klinikträger, vorallen die für Kuren, brauchen eher ein abgelegenes Grundstück am Rand des
Ortes. Irgendwann läuft ja die Pacht des DRK für Kunterbunt aus, und ich glaube kaum das der DRK die Option auf den Kauf des Geländes wahrnehmen wird, das wäre eher ein Grundstück für eine Fachklinik.

Das mit den ETW wird die Gemeindeverwaltung genausowenig verhindern können wie beim letzten Apart-Hotel-Projekt vom Investor aus Oldenburg.
Der Kaiserhof ist der Gemeinde damals auch als Aparthotel versprochen worden. Das meiste davon gehört jetzt der WfV und diversen Privatleuten aus der ganzen Republik die das nun als "Hobbyvermieter" am Markt feilbieten. Die eigentliche Holding des Kaiserhof hat bilanziell irgendwie noch einen Wert von sagenhaften 30Tsd. Euro. Gut die Kaiserhof-Wohnungen sind jetzt meist alle recht ansehnlich, aber wie sehen die wohl in 10 Jahren aus...
"Charme vom Anfang des Jahrtausends" heisst das dann wohl.

Ich finde die Aktion wie die da jetzt vorgestellt wurde, mit den 3 Architektonisch absolut nicht zu einander passenden Elementen, ein wenig übereilt. Die Gemeinde verkauf ihre Filetgrundstücke da definitiv unter Wert, und zahlt am Ende auch noch drauf.

Auf der anderen Seite wird aber ein Investor wie Ashampoo weggemobt. Gut wollte halt auch ETWs bauen.
Das die Disko zugemacht hat ist schade, aber war abzusehen. Das Westturmcafe steht zwar seitens Ashampoo zum verkauf, aber der Betrieb ist nicht eingestellt. Die suchen sogar noch Bedienpersonal für die kommende Saison.

Das ist aber nur meine Meinung.
keinereiner
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon strandwärter » 29. Mär 2012, 13:15

Moin,
man muß einen Unterschied machen zwischen Ferienwohnung und Eigentumswohnung. Für Letztere gibt es schon seit Jahren keinen Markt, weil es für Neubauten keine Teilungserklärungen und damit keinen Grundbucheintrag mehr gibt. Ferienwohnungen darf man bauen bis der Arzt kommt !

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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Woogefan » 30. Mär 2012, 14:24

Nach über 10 jähriger Suche nach Investoren scheint jetzt endlich ein Konzept für die Bebauung gefunden zu sein. Dass es sich hier um einen Kompromiss handelt ist wohl allen Beteiligten klar.

Wenn die 60.000 zusätzlichen Übernachtungen Tatsache werden, sind wir einen guten Schritt weiter. 60.000 Übernachtungen bedeutet allein ca. 200.000.- Euro Einnahmen bei der Kurtaxe ! Dazu kommen noch die von der Gemeinde erhobenen Gebühren (allein die Bettengebühr wird hieraus bei ca. 70.000.- Euro liegen) sowie die Zweitwohnungsteuer (50(?) Wohnungen a 700.- Euro = 35.000.- Euro). Das sind allein für die Gemeinde ca. 300.00.- Euro. Zusätzlich bringen die neuen Gäste weitere Kaufkraft, von der die Geschäfte und die Insulaner leben, und aus der die Gemeinde zusätzlich noch Gewerbesteuer bezieht.

Ohne diese Einnahmen hätte Wangerooge bald "griechische Verhältnisse", und würde irgendwann seine Ausgaben und Schulden nicht mehr bezahlen können. Und das zieht dann eine Lawine hinter sich her: Wenn zum Beispiel die Strandaufschüttung aus Kostengründen verringert oder wegfallen muss, werden viele Gäste lieber eine andere Insel bevorzugen, und es wird noch mehr Geld im Haushalt fehlen.

Das Ganze ist also mehr oder weniger "alternativlos" (Unwort des Jahres 2010). Glücklicherweise haben das alle Fraktionen im Rat entdeckt, und so gemeinsam die richtige Entscheidung getroffen.
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon Admin » 3. Apr 2012, 14:13

„Wollen an Entscheidungen beteiligt werden“
aus NWZ-Online vom 03.04.2012

Bürgerinitiative Protest gegen Pläne für weitere Ferienwohnungen auf der Insel

us



Wangerooge - Im Protest gegen Bebauungspläne für die Strandpromenade formiert sich auf der Insel eine Bürgerinitiative. Unter dem Motto „Keine weiteren Bettenburgen auf Wangerooge“ fordert sie eine Lösung, mit der alle Insulaner leben können. „Wir möchten keinen Streit sondern sachliche Diskussion. Und da wir alle die Folgen dieser Entscheidungen tragen, wollen wir auch an den Entscheidungen beteiligt werden“, schreibt Petra Tiessen als Sprecherin auf der Internet-Seite der Bürgerinitiative.

Wie berichtet, wollen zwei Investoren ein Apart-Hotel auf dem jetzigen Mini-Golf-Platz samt barrierefreien Eigentumswohnungen am Ostrand der Polizeiwiese und Strandhalle auf dem Platz am Meer sowie ein Vier-Sterne-Hotel und ein Gebäude mit Ferien-Eigentumswohnungen auf dem Gelände der jetzigen Gemeinde- und Kurverwaltung bauen. Der Inselrat hat den Plänen zugestimmt.

Die Gegner befürchten durch die neuen Angebote einen „Kahlschlag in anderen Bereichen“. Viele Vermieter bangten angesichts neuer Eigentumswohnungen um ihre Existenz. Die Initiative fordert einen „sanften Weg“, um Wangerooge nach vorne zu bringen.

Im Protest gegen Bebauungspläne für die Strandpromenade formiert sich auf der Insel eine Bürgerinitiative. Unter dem Motto „Keine weiteren Bettenburgen auf Wangerooge“ fordert sie eine Lösung, mit der alle Insulaner leben können. „Wir möchten keinen Streit sondern sachliche Diskussion. Und da wir alle die Folgen dieser Entscheidungen tragen, wollen wir auch an den Entscheidungen beteiligt werden“, schreibt Petra Tiessen als Sprecherin auf der Internet-Seite der Bürgerinitiative.
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon keinereiner » 3. Apr 2012, 19:29

Die im NWZ-Artikel erwähnte Seite ist unter
http://www.wangerooger-leidenschaften.de
erreichbar...
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon bademeister » 4. Apr 2012, 10:19

Moin,

kann man auch irgendwo die Pläne der geplanten Bebauung sehen?
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon keinereiner » 4. Apr 2012, 13:20

Nee leider nicht.

Auf der Seite der KV ist nur die Ausschreibung und damit der Bebauungsplan einsehbar, wo noch von Hotel und Fachklinik die Rede ist.

Laut KV-Website und Marion Weber bei Facebook sollen die Pläne wohl in den nächsten Wochen im Foyer der KV zur Einsicht offenliegen.
Leider bin ich diese Ostern nicht auf der Insel um selber einen Blick drauf werfen zu können.
Bei dem was man bisher liest sind es zwei Projekte die so architektonisch nicht so recht zu einander passen.
Wäre aber wenn man sich die Zedelius so anguckt garnicht mal so ungewöhnlich. ;)
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon Admin » 30. Apr 2012, 07:31

Insulaner befürchten Überfüllung
aus NWZ-Online vom 30.04.2012

Bürgerinitiative Gut 70 Interessierte bei Gründungsversammlung auf Wangerooge

Die Initiative „Pro Wangerooge“ will die Beplanung der Strandpromenade West mitbestimmen. Ziel sei ein Ergebnis, mit dem die Mehrheit leben könne.

ra


Wangerooge - Der Protest gegen die Bebauungspläne an der Strandpromenade West auf Wangerooge geht in die nächste Runde. Am Freitagabend gründete sich die Bürgerinitiative „Pro-Wangerooge“ – und hatte guten Zulauf: Zur Gründungsversammlung im „Schnigge“ kamen rund 65 Insulaner und Zweitwohnungsbesitzer. „48 sind der Initiative noch am selben Abend beigetreten“, sagte Gründungsvorstandsmitglied und Initiatorin Petra Tiessen. Der Verein wolle nicht polarisieren, sondern das Zusammenleben auf der Insel fördern, so Tiessen.

Wie berichtet, fürchten die Mitglieder einen „Kahlschlag“ durch die Pläne zweier Investoren, die ein Apart-Hotel auf dem jetzigen Mini-Golf-Platz samt barrierefreien Eigentumswohnungen am Ostrand der Polizeiwiese und Strandhalle auf dem Platz am Meer sowie ein Vier-Sterne-Hotel und ein Gebäude mit Ferien-Eigentumswohnungen auf dem Gelände der jetzigen Gemeinde- und Kurverwaltung bauen wollen. Der Inselrat hat den Plänen bereits zugestimmt.


Sachliche Diskussion
Hinter der Initiative Pro Wangerooge stehen neben Petra Tiessen, Edelgard Wegener, Gerd Gerdes und Klaus Brüggerhoff. Sie seien keine kleine Truppe von Querulanten, sondern engagierte Bürger, die sich mit Leidenschaft für ihre Insel einsetzen, betonen die vier Initiatoren: „Wir möchten keinen Streit sondern sachliche Diskussion und ein Ergebnis, mit dem wir mehrheitlich leben können. Und da wir alle die Folgen dieser Entscheidungen tragen, wollen wir auch an den Entscheidungen beteiligt werden.“

Hotelier Gerd Gerdes sieht durch die geplanten Hotels und Eigentumswohnungen vor allem neue Schwierigkeiten während der Hauptsaison: Er befürchtet Probleme beim Personen- und Gepäcktransport bei der Schifffahrt- und Inselbahn, überfüllte Straßen, Restaurants und Geschäfte, durch immer kürzere Verweildauer der Urlauber überfordertes Personal und eine auf Überfüllung zurückzuführende Störung der Natur.

Seit Jahren zeichne sich ein Rückgang bei Vermietung ab, berichtete Kleinvermieter Klaus Brüggerhoff. Er sieht keine Perspektive für die nachfolgende Generation auf der Insel – wandern die Jungen ab, würden weitere Häuser verkauft und zu Eigentumswohnungen werden.

Edelgard Wegener zufolge hat eine Gästebefragung ergeben, dass kein Gast vom Konzept der Gemeinde begeistert sei. „Im Gegenteil wird diese Entwicklung sehr negativ gesehen: Noch mehr Betten zerstören noch mehr von dem, was Wangerooge einmal so beliebt gemacht hat“, sagte sie.

Auch mehrere Teilnehmer erklärten, die Insel Wangerooge sei für weitere Betten zu klein. Größtes Gut der Insel sei die Natur.

Gegen Schwarzmalerei
Hotelier Curt Hanken sprach dagegen von Schwarzmalerei: „Es muss einen Umbruch auf der Insel geben, nichts zu tun, ist falsch“, sagte er. Die neuen Hotels seien ein Leuchtturmprojekt und würden Gäste anziehen. Er sei sicher, dass die Bahn auf die neue Situation reagieren werde. Zudem müssten die Hotelbetreiber sich anstrengen und Marketing betreiben – und das sei auch eine Chance für die Insulaner, so Hanken. Gemeinsame Anstrengungen der Vermieter, Gastronomen und des Einzelhandels könnten dafür sorgen, dass der Mix auf der Insel stimme.

Wer sich in der Initiative Pro Wangerooge engagieren möchte, erhält weitere Infos vom Gründungsvorstand Petra Tiessen, Edelgard Wegener, Gerd Gerdes und Klaus Brüggerhoff oder per E-Mail an Keine-Bettenburgen@wangerooge-hotel.de.

 @   http://www.wangerooger-leidenschaften.de
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Re: Inselpolitik

Beitragvon Admin » 18. Mai 2012, 07:39

Verträge für Promenade beurkundet
aus NWZ-Online vom 18.05.2012

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Wangerooge - Die Umgestaltung der westlichen Wangerooger Strandpromenade wird immer konkreter: Nachdem sich die Gemeinde mit den Investoren auf die Vertragsbedingungen geeinigt hatte (die NWZ  berichtete), wurde jetzt mit der Lammers Consult GmbH ein bis zum 31. Dezember befristeter Optionsvertrag für ein Vier-Sterne-Wellnesshotel und den Bau von Ferienwohnungen unterzeichnet. Zudem wurde mit der Norddeutschen Boden AG ein Kaufvertrag über Flächen zum Bau von Ferienwohnungen auf der „Polizeiwiese“ sowie über eine Fläche zum Bau eines Aparthotels an der Strandpromenade notariell beurkundet. Zudem besteht ein Optionsvertrag zum Bau einer Strandhalle. Das teilte die Gemeinde mit.

Die Gemeinde habe sich dazu verpflichtet, bis zum 31. Oktober zu entscheiden, ob sie zwischen Promenade und Peterstraße eine neue Gemeinde- und Kurverwaltung baut. Andernfalls stehe die Fläche für die Erweiterung des Aparthotels zur Verfügung.

Die Pläne sind auf der Insel umstritten: Befürworter erhoffen sich Impulse für den Tourismus, Kritiker fürchten um die Zukunft bestehender
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Re: Inselnachrichten 2012

Beitragvon Admin » 21. Mai 2012, 07:51

Petition gegen Bebauung der Strandpromenade
aus MWZ-Online vom 21.05.2012

Bürgerprotest Initiative von „Pro Wangerooge“ zum Erhalt der Freiflächen

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Wangerooge - Mit einer Online-Petition sammelt Petra Tiessen von der Bürgerinitiative „Pro Wangerooge“ Unterschriften für den Erhalt der Freiflächen auf der Insel und gegen die geplanten neuen Eigentumswohnungen an der Strandpromenade West.

Wie berichtet, hat die Gemeinde Optionsverträge mit zwei Investoren geschlossen, die an der Strandpromenade West ein Vier-Sterne-Hotel, ein Apart-Hotel, eine Strandhalle sowie Ferienwohnungen bauen wollen. Weitere Ferienwohnungen sollen am Rand der Polizeiwiese entstehen.

Die Initiative „Pro Wangerooge“ befürchtet einen „Ausverkauf“ der Insel insbesondere durch die neuen Ferienwohnungen und will an den Planungen beteiligt werden. Die Online-Petition an den Petitionsausschuss Niedersachsen läuft bis zum 17. August.

Unterdessen hat Bürgermeister Holger Kohls mitgeteilt, dass der Bau der ersten Ferienwohnungsanlage am Rand der Polizeiwiese am 15. September beginnen soll. Baubeginn des Aparthotels ist ein Jahr später am 15. September 2013 geplant. Für die Bebauung der Strandpromenade West gelten die üblichen Baustopp-Zeiten für großes Gerät vom 1. Juni bis 15. September.
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