Bebauung Strandpromenade

Meldungen und Diskussionen zur Inselpolitik
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Blanke Suse » 10. Jun 2012, 00:17

Hi,...

...das Lesen der Beiträge (auch auf der "legalen Droge",-) zum Thema Bebauung Strandpromenade macht doch ganz schön nachdenklich. Ziemlich aufrüttelnd finde ich persönlich den zwar recht emotionalen, aber auf jeden Fall den Kern der Sache treffenden "Brief des Stammgastes". Persönliches Engagement wie z.B. dieses und auch die vielen, vielen Kommentare der Unterzeichner der Petition machen deutlich, dass man sich mit dem Thema doch noch einmal näher befassen sollte, dass hier noch nicht aller Tage Abend ist. Ich finde es ungünstig, dass man sich den Planern gegenüber offenbar in eine so passive und ergebene Haltung begeben hat. Wie darf ich es verstehen, dass das geplante Konzept sozusagen "alternativlos" sei...? Hat es denn überhaupt gravierende Änderungswünsche seitens der Gemeinde gegeben? Was hat man erreichen können? Warum ist man so wenig selbstbewusst? Warum lässt man sich diese seltsamen Bauten andrehen?
Was die Sache mit den Sandaufschüttungen betrifft, so kann ich es kaum glauben, dass eine so kleine Inselgemeinde - und Wangerooge ist ja auch, soweit mir bekannt ist, von Sturmfluten aufgrund seiner Lage z.T. stärker betroffen als andere Inseln - die Kosten hierfür alleine tragen muss. Je nachdem, wie so eine "Sturmflutsaison" ausfällt, können hier doch recht hohe Summen anfallen. Selbstredend kann Wangerooge das nicht alleine wuppen. Ich als Laie würde mal sagen, da Wangerooge doch sozusagen als "Wellenbrecher" für die Festlandsküste dient, müsste doch das Land Niedersachsen hier den Löwenanteil tragen, ansonsten wäre doch die Insel auf Dauer sowieso nicht zu halten, man denke auch an die Klimaerwärmung, den steigenden Meeresspiegel....?
Insofern wäre dieses in meinen Augen nicht angemessenen Bauvorhaben, wenn es überhaupt etwas bringt, was ich stark bezweifle, doch nur eine recht kurzfristige Entlastung für den Haushalt, also Flickwerk.
Gibt es denn nicht irgendwelche "Töpfe" aus denen die Insel, soweit sie es nicht aus eigener Kraft schafft, Unterstützung, Zuschüsse, etc. erhalten kann? Eben gerade weil sie doch bereits verschuldet ist...? Naja, verschuldet sind ja mittlerweile wohl fast alle Städte und Gemeinden, bei uns ist das auch so und man muss sich immer wieder wundern, was mit dem Geld, das NICHT vorhanden ist, noch immer für ein Unsinn angestellt wird.
Und, wie soll es denn weitergehen, wenn die nächsten Winter extrem stürmisch werden, dann wäre doch der "Tropfen auf den heißen Stein" schnell verpufft?
Angesprochen wurden ja auch die befürchteten "griechischen Verhältnisse". Soll das Bauvorhaben also als "Rettungsschirm" dienen? Du liebe Zeit.
Folgende Fragen hätte ich noch:

Warum hat es überhaupt 10 Jahre gedauert, bis man Investoren gefunden hat, die sich bereit zeigten, das Projekt auf dieser Insel bei der gegebenen Ausgangssituation überhaupt anzufassen...? Das muss doch einen Grund haben. Es haben doch sicher viele Interessenten die Ausschreibung gelesen...?
Wer, wenn der Bauausschuss nicht dafür zuständig ist, prüft bzw. prüfte die Wirtschaftlichkeit der Bebauung der Strandpromenade und erläuterte die Vorgehensweise im Falle einer möglichen Insolvenz?
@woogefan: Warum glauben Sie, dass es keine Umwandlung in ETWs geben wird? Was macht Sie da so sicher...? Zumal doch sowas wohl schon vorgekommen ist oder habe ich da etwas nicht richtig verstanden?
Woher nehmen Sie Ihre künftigen Übernachtungszahlen...? Kann es sein, dass Sie lediglich auf die aktuellen Durchschnittszahlen draufrechnen? Ich denke, das ist unrealistisch, vor allem, wenn sich das Ganze dann doch über Jahre hinzieht, sicher auch mit einer Sommerpause. Man kann unmöglich unvermindert weiter arbeiten, während so viele Gäste auf der Insel sind. Das ist ja auch wetterabhängig. Und: die Gäste, die einmal vergrault sind, die suchen und finden doch dann auch sicher Alternativen und kommen nicht automatisch nach Beendigung der Bauphase wieder. So sehe ich das jedenfalls.


An alle: Bitte unterzeichnet die Petiton...!!!

P.S.: Hey, Deutschland hat gerade das Fußballspiel gewonnen...;-)
Blanke Suse
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon strandwärter » 10. Jun 2012, 11:25

Moin,
wir erinnern uns. Es ist erst 2 Jahre her, da hat ein Wuppertaler Investor auf der Insel eine Pleite von über 7 Millionen Euro hingelegt. Und das war nicht seine erste Insolvenz. Und viele andere Festlandsgeier haben es ihm vorgemacht. Ich kenne kaum ein größeres Bauprojekt, welches nicht Pleite gegangen ist.
Die Älteren erinnern sich ! Der Strand war früher breiter, aber sobald ein bißchen Wind dazu kam, waren die ersten Reihen weg und die Strandwärter, manchmal auch die Feuerwehr, mußten die Körbe bergen. Dann hat man den Strand so aufgeschüttet, dass die vorderen Burgen flutsicher wurden.Früher war der Höhenunterschied von Promenade und Strand manchmal bis zu 2-3 Meter. Da hatte man oft Angst um seine kleinen Kinder.
Also spart die Gemeinde an der Strandbreite und damit an den Kosten für die Aufschüttung. Was mich aber wundert,warum hat man bei den Platzproblemen Guidos Bungee am Strand aufgestellt ? Da geht doch Platz für Körbe verloren.
Auch ein Problem. Für ein Beachvolleyball Turnier der gehobenen Klasse braucht man bis zu 6 flutsichere Felder und die hat man auf Wangerooge leider nicht !

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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Woogefan » 10. Jun 2012, 12:15

Der Grund für die geringere Strandaufschüttung liegt in der Tatsache, dass dieses Jahr die Arbeiten an eine externe Firma vergeben wurden, und da war wohl irgenwann das Geld verbraucht. Die Sandaufschüttung ist direkte Daseinsvorsorge für die Insel. Der ortsnahe Badestrand ist ein Alleinstellungsmerkmal für Wangerooge, und ohne ihn wird sicher ein Teil der Gäste ausbleiben.

Hier kann man gut erkennen was passieren wird, wenn die Gemeinde die Finanzen nicht in den Griff bekommt. Wangerooge hat eine sehr viel exponiertere Lage als die Nachbarinseln, deshalb ist diese teure Sandaufschüttung leider notwendig. Bei anderen Inseln wie z.B. Langeoog sind teilweise Sandbänke vorgelagert, diese schützen den Strand.

Darauf zu hoffen das es noch andere Töpfe gibt aus denen die Daseinsfürsorge für die Insel bezahlt werden könnte ist verständlich. Das hat die Gemeindeverwaltung auch schon versucht, leider vergeblich. Diese fremden Töpfe werden auch schon bei anderen Projekten von der Inselgemeinde beansprucht (Fahrrinnenvertiefung, Deicherhöhung, Wiederherstellung der Harlehörn-Düne, ...). Auch diese Töpfe sind irgedwann leer.

Es führt leider kein Weg daran vorbei, dass Wangerooge zusätzliche Einnahmen erzielt. Bei einem jährlichen Defizit von 2000.-Euro pro Insulanerhaushalt geht das nur durch zusätzliche Gäste. Durch das Pflanzen von ein paar Bäumen an der oberen Strandpromenade werden diese Gäste aber leider nicht kommen. Es geht auch nicht um die einmaligen Einnahmen aus dem Verkauf der Grundstücke, sondern um die permanenten Einnahmen von zusätzlichen Gästen.

Es kann gut sein, dass die Abschätzungen der Gemeindeverwaltungen zu den zusätzlichen Gästezahlen zu optimistisch sind. Aber es ist auf jeden Fall ein Anfang. Es werden sicher auch Eigentumswohnungen entstehen, aber auch diese tragen mit Ihren Abgaben (Zweitwohnungsteuer, Grundsteuer, Kurbeitrag, Gebühren, ...) zum Erhalt der Insel bei.
Woogefan
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Blanke Suse » 10. Jun 2012, 17:32

Hi zusammen, :mrgreen:

...@woogefan: Danke für die Beantwortung eines Teils:-((( meiner Fragen aus Ihrer Sicht. Einiges davon kann ich nachvollziehen, grundsätzlich vetrete ich aber eine andere Meinung. Ich habe nach weiterer Information gesucht und auf der Seite http://www.wooge-forum.de einen einzigen Eintrag zum Thema vom 19.3.12 gefunden. Hier wird ein Text aus NWZ Online von "Andi" wiedergegeben. Es geht wohl um eine Veranstaltung, bei der Investoren auch der Öffentlichkeit ihre Konzepte vorstellten. Ich habe das Ganze gelesen und war hinterher sehr unangenehm berührt. Warum...? Oft bemerkt man ja an sich selbst, dass man gewisse Gefühle hat und findet aber nicht den Zugang, warum das so ist. Ich denke, es liegt an den von der Autorin des Beitrags zitierten Aussagen der Investoren. Sicher, die beiden haben, auch in der Diskussion mit den Bürgern, noch viel mehr gesagt, aber allein eine Zusammenstellung der in NWZ Online veröffentlichten Worte genügen (mir zumindest), um die Warnlampen angehen zu lassen. Ich habe das mal bewusst aus dem Textzusammenhang genommen und präsentiere das hier unkommentiert, so dass jeder, besonders jeder Insulaner/jede Insulanerin für sich selbst beurteilen kann, welche Gefühle bzw. Befürchtungen es bei ihm oder ihr verursacht. Ich betone, dass ich lediglich Textbausteine aus der o.g. Veröffentlichung hier wiedergebe:

"Ohne Subvention funktioniert hier kein Hotel..."
" Dieses Hotel ist absolut unterste Kante dessen, was hier wirtschaftlich geführt werden kann...
"Wir prägen das Gebäude von Anfang an gewerblich..."
"...dadurch bekommen Sie eine neue Zielgruppe nach Wangerooge, denn Barrierefreiheit ist hier Mangel..."
"Hier gibt es zu viel 60er-Jahre-Allerlei und zu wenig, was vor Augen bleibt..."
"Man muss auch die Rendite im Blick behalten..."
"Ein vier Sterne-Hotel auf Wangerooge ist zwingend notwendig - aber auch eine Riesen-Herausforderung"
"...so dass Architektur auf Architektur reagiert und ein Quartier entsteht..."
"Wenn Sie meinen, dass Ihr Status Quo steht, dann sollten Sie sich mal andere Inseln anschauen..."
"...zahlreiche Bausünden..."

Und? Fühlt sich das gut an? :o :o :o

In dem Zusammenhang möchte ich einige meiner Fragen, die ich bereits aufgeworfen habe, noch einmal stellen, denn irgendwie mag man sie mir ja nicht beantworten oder man kann es nicht...? :twisted: Es kann doch wohl nicht sein, dass ich als Nicht-Insulaner mir spontan Fragen stelle, die ihr dort oben euch noch nicht gestellt habt? Also, es muss doch Menschen geben, die zu dem Thema was sagen können, Bescheid wissen und sich da in so einem Forum mal äußern? So wie ich das verstehe, brennt euch doch derzeit der Kittel wegen der Sache... :?: :?: :?:

Also nochmal: ;)

Warum hat es überhaupt 10 Jahre gedauert, bis man Investoren gefunden hat, die sich bereit zeigten, das Projekt auf dieser Insel bei der gegebenen Ausgangssituation überhaupt anzufassen...? Das muss doch einen Grund haben. Es haben doch sicher viele Interessenten die Ausschreibung gelesen...?
Wer, wenn der Bauausschuss nicht dafür zuständig ist, prüft bzw. prüfte die Wirtschaftlichkeit der Bebauung der Strandpromenade und erläuterte die Vorgehensweise im Falle einer möglichen Insolvenz?
@woogefan: Warum glauben Sie, dass es keine Umwandlung in ETWs geben wird? Was macht Sie da so sicher...? Zumal doch sowas wohl schon vorgekommen ist oder habe ich da etwas nicht richtig verstanden?

Die Sache mit den zusätzlichen Übernachtungen: Irgendwie beschleicht mich das Gefühl, dass man das ganze Problem jetzt, gerade wo der "Stammgast" sich so deutlich ausgelassen hat, lediglich so betrachtet, dass man denkt, o.k., vielleicht bleibt da eine Handvoll Stammgäste weg oder auch ein paar Dutzend. So in dem Sinne, ein paar Bauernopfer gibt es immer. Ich für meinen Teil betrachte das Problem viel komplexer. Meine Befürchtungen, genau wie die der Bürgerinitiative, betreffen natürlich NICHT NUR Stammgäste, das hört sich ja irgendwie harmlos an. Stammgäste, naja, das wären halt nur so ältere Leute, die schon seit 40 Jahren kommen und die Insel in irgendeinem Landschulheim kennen gelernt haben, die sterben ja sowieso bald aus, so what...
Nein, es geht um ALLE Gäste...!!! Zumal ich den Eindruck habe, das die Insel Wangerooge gerade wegen gewisser Alleinstellungsmerkmale einen sehr hohen "Stammgastanteil" hat, also das wären dann eh schon viele, die der Insel den Rücken kehren könnten.
Aber man muss auch Folgendes bedenken: Auch der Urlauber - ich sage mal, eine Familie mit zwei Kindern - der zum ersten Mal nach Wangerooge kommt, bezahlt ja diesen Urlaub NICHT MIT SPIELGELD, sondern hat (in diesem meinem fiktiven Beispiel) das ganze Jahr hart gearbeitet und dafür gespart, dass er sich mit seiner Familie mal z.B. 2 Wochen lang so richtig ERHOLEN kann. Wir schreiben das Jahr 2013 oder 2014, je nachdem. Weil die Kinder noch klein sind, kann der Gast in der Vorsaison, sagen wir, Anfang Mai, kommen. Er hat sich bei der Kurverwaltung vorab informiert, vielleicht auch übers Internet, und einen vermeintlich schönen Urlaub in Strandnähe gebucht. Als er ankommt, hört er schon von weitem die Geräusche von Presslufthämmern und Baufahrzeugen. Die Luft ist erfüllt mit Staub. Die Kinder sind nach der Ankunft müde, können aber bei dem Krach nicht schlafen. Die Mutter schließt die Fenster, jetzt wird es aber stickig im Zimmer, denn die Außentemperaturen sind ungewöhnlich hoch für Anfang Mai. Und dann noch ablandiger Wind, Stärke 1, Puuh...da riecht man sogar noch die Gülle vom Festland. Gut, gehen sie halt erstmal Kaffee trinken, in irgendeines dieser Touristenlokale (ich meine nicht Folkerts, das ist voll o.k.)...Kuchen vom Blech, hört sich erstmal gut an, aber: nicht mal Hefekuchen, nein Rührteig auf dem Blech gebacken, wenig Obst und dann Sprühsahne drauf, die beim Angucken verläuft, zweimal Latte und jedes Kind ne große Spezi, da sind dann schon mal eben so...roundabout...
€ 25 Minimum weg :cry:
Dann die Idee, Minigolf spielen zu gehen...die Bekannten hatten doch davon erzählt...naja, mit dem Minigolf ist`s vorbei, weil: mitten in der Baustelle und längst perdu. :cry: Die Nordsee hat gerade mal 11 Grad und die Kinder leiden doch an ständiger Mittelohrentzündung, deswegen ist man doch an die See gefahren...Gut, dann halt in die Oase, die haben doch wohl ein Außenbecken mit Meerwasser...? Bei dem tollen Wetter will man doch sicher nicht in der Halle schwimmen...? Die Kinder brauchen doch die gute Nordseeluft...? Wieder Fehlanzeige. Noch geschlossen. :cry: So hat man sich den Weg durch die lärmigen Baustellen über so viele Holzplanken auch umsonst gemacht...
Also Fahrräder für die ganze Familie und ab. Und dann vielleicht irgendwo ein Schild: Hier bitte nicht durchfahren, wegen wichtiger Arbeiten am Deich. Wir bitten um ihr Verständnis. Nächstes Schild: Hier bitte auch nicht durchfahren, hier werden gerade die Deckwerke erneuert. Eltern haften für ihre Kinder. Vielleicht war der letzte Winter sehr stürmisch und am Harle Hörn läuft noch eine Sandsackaktion. In dem Fall fahren ja dann auch noch vielleicht 24 Stunden am Tag die Dumper, bitte Kinder festhalten, die Dinger kommen angebrettert wie Hölle. Zwischen Hauptstrand und Neudeich befindet sich vielleicht gerade ein Spülfeld - Einsinken lebensgefährlich - und noch weiter hinten heißt es, die Dünen bitte nicht betreten und überhaupt. Wenn man Pech hat, findet vielleicht gerade noch die Sprengung von einem alten Fass respektive einer noch scharfen Weltkriegsbombe statt und dann muss man da auch außenrum :evil:
Die Kurtaxe beträgt mittlerweile vielleicht schon € 3,50 für Erwachsene und auch die Kids zahlen mehr. Im Fischrestaurant geht es ja noch glimpflich ab, wenn man mittags essen geht oder am Imbiss, abends wird das dann inklusive Nachtisch für die Kinder schon bitter. Tja, so oder ähnlich könnte das Szenario aussehen, zugegebenermaßen ist das jetzt überspitzt. Aber vielleicht muss man auch manchmal etwas überziehen, damit deutlich wird, was gemeint ist. Abends dann in der Ferienwohnung ist dann endlich Ruhe. Beziehungsweise, der Familienvater entschließt sich, sich bei seinem Gastgeber erst einmal zu beschweren, und zwar darüber, dass die Vorstellungen, die bei ihm, nachdem er sich ausgiebig informiert hatte, und die Tatsachen, die er vorfand, nun so gar nicht übereinstimmen. Und dann muss das so ein Gastgeber ggf. auch noch abpuffern, nämlich das man es von Seiten derer, die für den Urlaub auf Wangerooge werben, versäumt hat, dem Gast von vorherein reinen Wein einzuschenken.

Ach so, die PREISFRAGE, ähh...: Kommt diese Familie noch mal wieder;-) :?: :?: :?: :?: :?: :?: :mrgreen:

Eigentlich müsste man in der Zeit, in der das alles umgesetzt werden soll, potentielle Urlauber davor warnen, ihr sauer verdientes Geld zur Insel zu bringen. Und das ist meiner Meinung nach ja genau die Bredouille, in der die Offiziellen jetzt stecken. Das ist ja bestimmt auch ein mulmiges Gefühl, den Leuten Ruhe, Erholung und Ähnliches zu verkaufen und das dann aber nicht wirklich zu bieten. Wie kriegt ihr denn dann diesen Spagat hin? Da kommen dann ja auch ständig die bösen Urlauber zur Kurverwaltung, ähh...wo ist die denn eigentlich dann...und meckern..Zu Recht!!!
Und dann müssen die Gastgeber den Leuten am Ende Rabatte einräumen. Oder es kommt gar zu Schadensersatzklagen wegen Mängeln! Gut, Kakerlaken habe ich noch keine gesehen;-), aber Schmutz und Baulärm....HALLO...!!! Und dann erzählen die gewesenen Gäste das alles rum und....Internet...und facebook...dann heißt`s aber Däumchen nach unten....Ja, ist euch denn gar nicht bewusst, was ihr da für eine Lawine losgetreten habt...? Nein, die Sache klein reden hilft nun gar nicht. Es geht auch um: Wahrhaftigkeit, Authentizität dem Gast gegenüber. Weil, diese ominösen, bösen Gäste sind nicht nur Zahlen, mit denen man jonglieren kann, die man beliebig hoch- und runterrechnen kann, die haben auch so etwas wie eine WAHRNEHMUNG, und das, bitte, verleugnet nicht!

Und, bitte: hört doch endlich damit auf, GEBETSMÜHLENARTIG die Mär von den vielen ZUSÄTZLICHEN Gästen zu predigen, :!: :!: :!: das kann, zumindest längerfristig, nicht funktionieren. Und jetzt sag ich`s mal deutlich: Dafür hat Wangerooge die Grundfläche nicht. Das ist leider so. Man kann die Menschen nicht einfach beliebig zusammenpferchen, das verursacht denen Unwohlsein;-), und das haben viele ja das ganze Jahr am Arbeitsplatz. Die kriegen ja Burnout bei euch. :roll:

Das ist also schon wirklich ein Dilemma, denn: klärt man die Leute vorher auf, dann kommen sie erst gar nicht, lässt man sie im Dunkeln tappen, dann kommen sie nicht wieder. Also, was tun...??? Ich würde sagen, erst mal die Petition unterzeichnen... 8-)

Apropos: ich habe mir als Unterzeichner der Petition die Baupläne angeschaut und da ist ja wohl ein Hotel, das Seeblick, besonders betroffen. Mir fallen da so spontan die unbeugsamen Gallier ein :idea: , die da noch in so einem kleinen Zipfel unbesetzten Landes wohnen und ihr Dorf verteidigen;-) Also, beim Teutates, das wär doch auch schlimm, wenn ein Hotelier, der, wie er schreibt, schon seit 36 Jahren Gastfreundschaft praktiziert und so auch mitgeholfen hat, das Image der Insel aufzupolieren, dass der jetzt seinen Markennamen quasi in den Harz kicken kann. :( Oder...?

Aber, wie gesagt, alles rein fiktiv, alles nur Spekulation, ihr wisst ja alle, was ihr da tut bzw. zulasst?

Beste Grüße, nix für ungut, musste ich mal loswerden

Blanke Suse
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Woogefan » 10. Jun 2012, 19:44

Es ist verständlich, dass man bei diesem Thema zu unterschiedlichen Meinungen und Standpunkten kommt. Gut ist es, wenn so wie in diesem Forum sachlich diskutiert und aufgeklärt wird. Die Diskussion um Stuttgart21 hat gezeigt, dass durch Kennenlernen der unterschiedlichen Standpunkte und Sachklärung ein ebenfalls sehr emotional aufgeladenes Bauprojekt zu einer gewissen Befriedung gekommen ist. Diese Diskussion hat bisher bei der Bebauung der Strandpromenade noch nicht in ausreichenden Masse stattgefunden.

Nicht alle Fragen sind für Aussenstehende beantwortbar. Hier müsste Bauauschuss, Gemeinderat und Inselverwaltung dringend Auflärungsarbeit leisten, und vor allem auch publizieren. Viele Stitzungen des Bauausschusses und des Gemeinderats sind öffentlich, es gibt jeweils Bürgerfragestunden, aber aufgrund der Insellage werden in der Regel nur interessierte Insulaner daran teilnehmen. Das Interesse an den Themen und Beschlüssen der Sitzungen zieht aber mittlerweile sehr viel mehr Menschen an. Hier wäre es vordringlich detaillierte Protokolle der Sitzungen unter http://www.wangerooge.de zu veröffentlichen, hierzu gehören insbesondere auch die Antworten der "Bürgerfragestunde". Bei der heutigen Technik ist es auch kein Hexenwerk eine Bürgerfragestunde online im Web zu verbreiten. All diese Aufklärungsarbeit könnte die Emotionen beruhigen, und das Verständnis für die andere Seite fördern.

@Blanke Suse:
Ich bin keinesfalls sicher, dass keine Eigentumswohnungen entstehen werden. Im Gegensatz ich gehe davon aus, dass Eigentumswohnungen entstehen,sie sind ja auch so geplant . Diese Eigentumswohnungen sind sicher nicht ideal für die Insel, aber sie sind auch nicht "Teufelswerk". Jede Eigentumswohnung trägt auch zum Erhalt der Insel bei (Zweitwohnungsteuer, Grundsteuer, .....). Ein bekannter Ratsvertreter hat es als "Kröte" bezeichnet, die für die Zusage zu den Investionen für die Hotels zu schlucken war.

@Blanke Suse:
Die Inselverwaltung hat 10 Jahre erfolglos nach Ideen für die Bebauung und die entsprechenden Investoren gesucht. In dieser Zeit sind viele Dinge diskutiert worden: Kurlinik, 5-Sterne Hotel, Inselinternat, ..... . Zuletzt wurden die Pläne Europaweit ausgeschrieben, erfolglos. Was jetzt übrig geblieben ist, ist ein Kompromiss.
Woogefan
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Blanke Suse » 10. Jun 2012, 23:07

Guten Abend,...

...ich lass hier gerade ein Fußballspiel sausen wegen euch. Ist mir aber wichtig.

@woogefan: Erstmal Danke fürs Beantworten, soweit möglich. Die Sache mit den Eigentumswohnungen ist aber die: in einem Ihrer Beiträge, ich meine den vom 28. März 2012 , 18:17 Uhr, steht am Ende Ihres Beitrages der folgende Satz: "Ich hab Vertrauen in die Gemeindeverwaltung, dass die Umwandlung in Eigentumswohnungen verhindert wird."
Also das meinte ich mit meiner Frage, diese Apart-Hotel-Geschichte, Sie verstehen..darauf hatte ich mich bezogen und da liegt nun wohl ein Missverständnis vor. Ich meinte also, nochmal: Wie sich denn dieses ihr Vertrauen begründet.

Ansonsten möchte ich noch darauf hinweisen, dass sich im Internet-Zeitalter Informationen, Bewertungen, Neuigkeiten extrem schnell verbreiten und bündeln lassen. Ansonsten wäre ja möglicherweise Herr zu G. noch Verteidigungsminister. Demontagen finden heute quasi über Nacht statt. Das "Seeblick" hat sehr gute Bewertungen, weil die es einfach bisher geschafft haben, durchgängig sehr gute Leistungen zu zeigen. Das mag manchmal hart wirken, aber so ist das heute. Die lange Bauphase und die damit zusammen hängenden Unbilden für den Urlauber werden in den verschiedenen Internet-Foren kommentiert werden, soviel ist sicher. Und viele potentielle Gäste werden also schon aufgrund dieser Informationen von einer Buchung absehen. Wenn wir ehrlich sind: Wir selbst machen es doch genauso. Egal, worum es geht: Wir suchen irgendwelche Bewertungen, Erfahrungsberichte. Das ist doch so einfach und gibt uns Quartiersuchenden eine gewisse Sicherheit. So viele werden schon nicht irren....

Ich habe mir den Brief des Stammgastes noch mal durchgelesen. Wie gut, dass es einer so präzise erfasst hat und außerdem noch die Zeit und den Nerv hatte, das so stimmig auf den Punkt zu bringen. Über den Stil kann man streiten, bisschen launig, etwas ungewöhnlich, aber es passt schon irgendwie. Auch der Zeitpunkt, denke ich. Wenn ich so die Kommentare lese, auch auf der Petitionsseite oder im Gästebuch der "...legalen Droge...", dann heißt es so in etwa:"...hat mir aus der Seele gesprochen..." oder "dem möchte ich mich 100%ig anschließen..." Da sind die Leute doch irgendwie froh und erleichtert, dass die Dinge gesagt, dass sie formuliert und endlich heraus gebracht wurden. Viele fühlen so. Viele denken aber vielleicht auch - schau - die ANDEREN werden es schon richten und den Bau verhindern.

Ich appelliere hier noch mal ausdrücklich an jeden, selbst Verantwortung zu tragen und sich zu entscheiden, die Petition zu unterstützen. Nur gemeinsam sind wir, die das Schlimmste verhindern wollen, stark. Jede Stimme zählt. Hier geht es um DIE SACHE, um eine sehr schwerwiegende Entscheidung, die die Zukunft der Insel massiv verändern wird...! Es wäre schön, wenn man es daher schaffen könnte, über familiäre, vereinsmäßige, freundschaftliche, parteiliche und was weiß ich noch für Grenzen hinweg tatsächlich FÜR SICH SELBST zu entscheiden. Also nicht, indem man sich sagt, naja, wenn der oder die das so entscheiden, muss ich doch auch....nein, es geht um Autonomie.

Ich finde es gut, dass woogefan versucht, ein wenig zu beschwichtigen und so weit möglich zur Information beizutragen. Dennoch bleibe ich für meinen Teil mit den Informationen, die ich bisher insgesamt bekommen konnte, bei meiner (nunmehr hinreichend bekannten) Meinung.

Ich denke, mit soviel "Gegenwind" hat hier sicherlich keiner gerechnet und die Gemeinderäte wollen auch bestimmt das Beste für die Insel. Dass das Geplante aber m.E. nicht das Beste sein kann, hat sich aber mittlerweile in weit über Tausend Reaktionen gezeigt und es werden täglich mehr. Wo bleibt denn, frage ich, der Aufschrei der Befürworter...? Wo ihre Argumente? Wo der Beweis, dass diese Aktion nicht nur die Gästezahlen nicht erhöhen wird, sondern dass am Ende kaum noch welche kommen wollen...?

Gerne kann, darf und soll die Diskussion hier und anderswo noch weiter geführt werden, die Petition läuft ja noch hinreichend lange. Vielleicht führt das dann auch zu mehr Transparenz, die wird ja mittlerweile in der "großen" Politik quer durch alle Parteien gefordert. Vielleicht auch aufgrund des immer stärker werdenden Drucks der Öffentlichkeit, wozu ich die Gäste allemal zähle. Ich sehe das so: Jedes Haus, das gebaut wird, braucht ein starkes Fundament, oder...? Das Fundament, auf dem eure stark vom Tourismus abhängige Insel ruht, sind die Stammgäste. Die sichern die Basis. Wenn aber das Fundament droht wegzubrechen, und, verdammt (Entschuldigung), das ist JETZT so (bitte machen Sie sich einmal die Mühe und lesen Sie ALLE Kommentare der Unterzeichner der Petition, ich habe mir die Mühe auch gemacht), dann kann man darauf keine weiteren Stockwerke aufbauen. Das wird nix. Das ist einfach mal so das Bild, das ich vor Augen habe.

Die erhoffte "Befriedung" jedoch - Ihr Vergleich mit Stuttgart21 (dazu könnt ich auch viel schreiben, das würde aber zu weit führen) - wird meiner Meinung nach in dieser Diskussion hier nicht zu erreichen sein, denn es geht, glaube ich, gar nicht so sehr um das "Warum", es geht darum, dass sich sehr viele Menschen darüber einig sind, dass aus den Planungen einfach keine Fakten werden dürfen, ganz egal, welche Überlegungen dahinter stehen. Eine bessere Informationspolitik seitens der Verantwortlichen wäre natürlich dennoch zu begrüßen, keine Frage. Ich kann auch nicht sehen, dass das Ganze ein "Kompromiss" sein soll. Ja, war denn seitens der Investoren/Planer noch Furchtbareres vorgesehen...? Man kann doch z.B. dem "Seeblick" nicht so ein wievielstöckiges Ding vor die Nase setzen. Immer nur heißt es: Kaufkraft, Rendite,....ja, habt ihr denn da auf der Insel keine SCHAM, so mit euren eigenen Leuten umzugehen? Ich glaube, das ist auch so etwas, was bei den Gästen überhaupt nicht gut kommt, egal, ob Gäste aus dem Seeblick oder von anderswo. So ein Gebaren steht euch einfach nicht gut zu Gesicht. Das geht gar nicht. Ob ihr`s glaubt oder nicht, bei vielen mag das auch eine Rolle spielen, also z.B. bei mir, dass ich mir sage, nö, da wohnen so wenige Menschen (ca. 1000 Einwohner???) und wenn die so miteinander umgehen, dann will ich mein wertvolles Erspartes da sicherlich nicht hintragen. Finden Sie die Argumentation verwirrend? Ich denke, der Typ Mensch, der in Wangerooge Urlaub macht, tickt aber so. Studien, phhh...die kann man doch verbrennen, da wird was Bestimmtes als Ergebnis angepeilt und, oh Wunder, das kommt dann am Ende auch heraus;-). Ich weiß, wovon ich rede, glauben Sie mir.

Und bei dem Fischbau, da könnte man doch wenigstens die FischSTÄBCHENform wahren, ich meine, breit, schmal und platt ist auch nicht gerade schön, aber dann könnte man doch wenigstens noch drübergucken, das wäre doch schon eher ein Kompromiss.

So, was wäre jetzt die Moral von der Geschicht`? Ich denke, aber das ist meine Meinung, die einzig sinnvolle Konsequenz aus all dem kann doch nun nur noch sein, dass die beteiligten Vertragspartner alle erforderlichen und angemessenen Anstrengungen unternehmen, um aus dem bestehenden Vertrag (Verträgen?), nach Möglichkeit ohne Gesichtsverlust, wieder heraus zu kommen. DAS wäre m.E. "alternativlos".
Das wäre dieser unsäglichen Situation angemessen und verdiente auch Respekt, würde es doch zeigen, dass die Fähigkeit, aus Fehlern zu lernen und Überzeugungen zu ändern stärker sein kann als die bemerkenswerte Verdrängungsleistung, die bisher zu beobachten war.

Die Bürgerinitiative muss weiter dran bleiben und ihrerseits so viele Infomationen wie möglich erlangen und diese online stellen. Die Saison läuft gerade an und von daher sind ja nun die Voraussetzungen günstig, um noch viele Stimmen für die Petition zu gewinnen. Ich denke da an Aktionen wie Info-Stände, weitere Umfragen, verstärkte Einbeziehung der Presse, und, und, und...
Ich traue den Mitgliedern der Initiative zu, dass sie ihre Ziele erreichen.

Beste Grüße
Blanke Suse
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon keinereiner » 11. Jun 2012, 00:28

Hier auch noch mal zum nachlesen für alle die ihn noch nicht gelesen haben ein Artikel aus der NWZ...
Ist schon wa älter, aber eine Aussage des Apart-Hotel-Investors spricht da meiner Meinung nach Bände...
So daß ziemlich absehbar ist daß das ganze wieder mal im Ausverkauf ala Kaiserhof enden wird.

http://www.nwzonline.de/Region/Kreis/Fr ... ungen.html

Zitat:
„Wir prägen das Gebäude von Anfang an gewerblich“, betonte er. Einen potenziellen Betreiber gebe es.
Zitat Ende...
Nennt mich nun Verschwörungstheoretiker oder Spindoctor. Aber der Investor will die Anlage garnicht selber betreiben, sondern hat einen
möglichen Betreiber als Interessenten ? Seriös klingt für mich was anderes.
Das klingt wieder nach einer Betreiber GmbH der kurz nach start das Kapital ausgeht.

Im Artikel ist auch ein kurzes Video, in dem man das Computermodell des 4 Sterne-Hauses sehen kann.
Etwas größer als in den Bildinfos der BI. Eine Schönheit ist das eher nicht, sondern eher ein Kanditat für den Titel
"Bausünde aus dem Anfang des Jahrtausends"
Das Ding steht dem alten Graf Luckner auch in nichts nach. Nur das man im Luckner noch einen Panoramablick auf See hatte...

Wenn wir gerade bei Bauruinen sind... Ein bischen Off-Topic. Da die Frage zum Piraten zumindest schon mal mit nem Gerücht beantwortet wurde. Zu diesem Umfaller fällt mir nur ein Zitat von Oli Kahn ein: "wir brauchen mehr Eier" So ein Unfaller ist gerade zu eine Einladung für alle künftigen Bauvorhaben.
Nun zur Off-Topic-Frage: Was ist eigentlich mit der Ruine neben Kruse??? Passiert da auch mal was? Oder macht man das Ding demnächst zum Abenteuerspielplatz...
Bin nicht ganz auf dem Laufenden, da das letzte mal ende Februar auf der Insel. Auf Kruses Webcam sieht man zumindest nichts. Das Ding ist ja schon Peinlich.
Und was ist mit der alten Post, passiert da auch mal was, oder wird die die kommenden Jahre weiter vor sich hinverfallen?
Und wie ist der Status Feuerwehr, gibt es da Bilder ?
Nicht daß nachher das Ding noch nicht fertig ist, das alte Haus verkauft ist, und die Gemeinde Miete für das alte Gebäude zahlen muss... (Obwohl, das wäre schon Comedy und reif für Woogas, oder zumindest einer Großstadt würdig)
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Woogefan » 11. Jun 2012, 08:49

Dass der Investor das Apart-Hotel nicht selber betreiben will ist eher normal. Er ist Bauträger, d.h.er baut und verkauft/vermietet, das ist sein Geschäft. Entscheidend ist, dass er einen Käufer/Mieter hat, der etwas von Betriebswirtschaft versteht.

Bei der Bauruine neben Kruse (Haus Wittenberg) tut sich nichts, da sind wohl die Anwälte zu Gange, und das kann dauern, zumal der Besitzer selbst Anwalt ist. Dafür ist der neue Feuerwehrbau ein ganzes Stück "weiter". Die Wände sind alle abgerissen, die Bodenplatte ist zum größten Teil entfernt. Damit ist die Stunde Null fast wieder erreicht. Vielleicht gibt es bald wieder einen "Ersten Spatenstich"???

Zusammen mit dem Pirat ist das kein Ruhmeszeichen für die Gemeinde, da hat wohl jemand gut geschlafen.
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon keinereiner » 11. Jun 2012, 13:14

Was das Haus Wittenberg angeht gehe ich fast davon aus, daß das ganze jetzt bewust verzögert wird, damit die vorhandene Bausubstanz verfällt, um danach die Erlaubnis zu bekommen auch die Fassade niederzureissen um einen hässlichen Glas&Beton Klotz da hin zu stellen. (Ich gehe davon aus die Erhaltung der Fassade war Bedingung.)

Zur eigentlichen Sache:
Also wenn der potenzielle Betreiber tatsächlich Ahnung von Betriebswirtschaft hat, dann wird er es nicht machen. Ausser der Investor sichert Ihn finanziell ab, oder er hat aussreichend "Spielgeld" um
eine lange Anlaufphase, und entsprechende Werbung zu finanzieren. Weil ein Selbstläufer wird das nicht, es ist ja nicht so als wäre 4Sterne + auf der Insel ein Alleinstellungsmerkmal.
(Diese komische Bauform ist zumindest aus meiner Sicht kein Beneffit, sondern eher ein Manus. Aber wie gesagt, über Geschmack lässt sich streiten.
Einen Vorteil hat die Bauform schon, durch die überall krummen Wände lässt sich das teil wohl schlecht in Wohnungen wandeln. Zumal ein Großer Teil der Fläche gefangene, Fensterlose Fläche sein wird.)
Da gibt es 2 aktive Konkurenten, und die haben die Initialkosten schon lange hinter sich. Bei den FeWos sehe ich durchaus Chancen, daß sich diese tragen, dabei werden aber diverse Insulaner
darüber fallen. Es ist ja nicht so, daß es schon beim jetzigen Zustand nicht genügend Insolvenzen auf der Insel gäbe. Eine Insolvenz treibt die meisten Insulaner dann wegen der Lebenshaltung und der miesen Perspektive auf Jobs auf das Festland, womit die Zahl der Resistenten sinkt, und die Landeszuschüsse weniger werden... (Die Insel hat in der Landesstatistik ohnehin schon viel weniger Einwohner als tatsächlich, das wäre auch ein Problem mit dem sich die Poliker auf Wooge vordringlich beschäftigen müssten, eine rückwirkende korrekte Feststellung der Einwohnerzahl und eine Nachzahlung der so entgangenen Mittel. Das dürfte auch einige 100 Tsd € bringen, ohne im nachhinein Kosten zu erzeugen. Aber da fehlen wieder die kahnschen "Eier". Kuscherei der kleinen mit Minderwertigkeitskomplexen beladenen ehrenamtlichen Lokalpolitiker gegenüber den Großkopferten auf Landesebene, keiner will sich evtl. Aufstiegs-Chancen in die bezahlte Landesebene verbauen.)

Das Apart-Ding lässt sich aber ohne Probleme, so wie es angelegt ist, in geteiltes Woheigentum umwandeln. Und im Apart-Ding kann man die Gastro ja ausserhalb der Saison auch dicht machen.
Was aber auch kaum der Atraktivität in den Saison-Randzeiten dienen dürfte. DIe Apartments können sich ja selbst versorgen.

In der ursprünglichen Ausschreibung : http://ebookbrowse.com/expos-gemeinde-n ... d298685750
Ist bei den Hotelbauten u.A. die Rede davon daß der Investor für ein Hotel, jeweils einen etablierten, namhaften, hoch solventen Betreiber benennen muß, das ist hier nicht passiert.
Das ist beim Hotelprojekt noch garnicht passiert, beim Aparthotel, nur nebulös.
Bei der Bebauung der Polizewiese frage ich mich wie die bei dem geplannten Baukörper, dessen Dimensionen man anhand der vorhandenen Daten nur schätzen kann, die Geschoßflächenzahl von
0,4 halten will, das soweit ich das Modell richtig deute 4 Vollstockwerke aufweist. Und das geforderte Satteldach sehe ich auch nicht. Damit passt das Ding auch nicht zur vorhandenen Bebauung.
Von daher wohl auch die beschleunigte Änderung des Bebeaungsplanes, die hier wohl auch Stein des Anstosses ist.

Nicht destotrotz, ich wüsste gerne wieviele Kröten hier die Gemeinde gegenüber dem ursprünglichen Ausschreibungstext schlucken musste. Und inwieweit hier beim Verkauf tatsächlich wie in der Ausschreibung gefordert der m² Preis zum Bodenrichtwert erreicht wurde.

Und die syltisierung Wooges sehe ich durchaus, wenn man sich die aktuelle Ausschreibung zum Verkauf der alten Feuerwache sieht. Dort ist bisher "sozialer Wohnungsbau" drin, bis 2018 gebunden.
Danach fällt dann dieser "bezahlbare" Wohnraum wahrscheinlich ersatzlos weg. Das Ding ist mehr oder minder auch direkt als Baugrundstück ausgeschrieben,
so daß wir davon ausgehen können dort nach 2018 (oder bei Erhalt des soz. Wohnens noch vorher) die nächste mediterene Villa oder einen neuen Glas&Beton-Bau betrachten zu dürfen.
Oder schlimmstenfalls wieder eine Ruine, wie Wittenberg.
Cool finde ich im Übrigen daß man immer noch auf http://www.hauswittenberg.com das Haus Wittenberg mieten kann. Copyright 2012, Joomla machts möglich. ;)

Was ist wenn wir da alle einfach mal ein Zimmer buchen würden. (Ups, man konnte nur das ganze Haus zum Spottpreis von 400€/ Tag mieten, kein wunder daß das Konzept nicht aufging. ) :mrgreen:
keinereiner
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Re: Bebauung Strandpromenade

Beitragvon Blanke Suse » 12. Jun 2012, 17:13

Moin,...

@keinereiner: Danke für die Infos. Interessant. So fügt sich doch das Puzzle langsam zum Bild. Ich würde mich darüber freuen, wenn hier noch mehr an diesem brisanten Thema interessierte Leute mit diskutieren würden 8-)

Beste Grüße
Blanke Suse
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