Landespolitik

Meldungen und Diskussionen zur Inselpolitik
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Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 3. Feb 2014, 20:44

Konferenz über Inseln morgen in Hannover





WITTMUND/HANNOVER

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MH


Veröffentlicht: 03.02.2014


-aus Je.Wo.-

Die SPD-Fraktion im Niedersächsischen Landtag widmet sich am Mittwoch speziell den Sorgen und Problemen auf den Inseln. Eingeladen hat dazu der Wittmunder SPD-Landtagsabgeordnete Holger Heymann. Er erwartet zu der Inselkonferenz unter anderem die Bürgermeister und Kurdirektoren der sieben Ostfriesischen Inseln, Landräte, Landesminister, Bundestagsabgeordnete, Vertreter der Kammern und weitere Teilnehmer. Themen werden unter anderem sein:

„Wohnungsbaugenossenschaft am Beispiel des Bauvereins Rüstringen“,

„Soziale Wohnraumförderung unter Einbeziehung von Landesliegenschaften auf den Ostfriesischen Inseln“,

„Sonderstatus für Ostfriesische Inseln im Unesco-Weltnaturerbe Niedersächsisches Wattenmeer; Fördermöglichkeiten“,

„Chancen und Herausforderungen des Tourismus auf den Ostfriesischen Inseln“

sowie „Kommunaler Finanzausgleich für die Ostfriesischen Inseln
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 6. Feb 2014, 07:08

Die Ostfriesischen Inseln funken SOS


KonferenzSorgen um hohe Schulden und unbezahlbaren Wohnraum




HANNOVER

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Von MANFRED HOCHMANN


Veröffentlicht: 05.02.2014

-aus Anzeiger für Harlingerland-
In Hannover richten die Inselbürgermeister einige Forderungen an die Landespolitiker.


Der Tourismus spült jährlich Millionen von Euro auf die Ostfriesischen Inseln. Doch in den Kassen der Gemeinden selbst herrscht immer Ebbe. Und für die Einheimischen wird das Leben immer teurer, das Wohnen fast unbezahlbar. Die Inseln funken SOS, sie brauchen Hilfe.


Diese Ausgangslage war der Auslöser für die erste Inselkonferenz, die der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Heymann am Mittwoch im Landtag in Hannover im Landtag ausrichtete. Der Einladung waren unter anderem sämtliche Bürgermeister und Kurdirektoren der sieben Ostfriesischen Inseln gefolgt. Vor den Ministern, Landräten und anderen hochkarätigen Teilnehmern zeigten sie sich gut gewappnet.


Einen breiten Raum nahm in der Konferenz die Wohnungssituation ein.


Mehr dazu lesen Sie in der Donnerstags-Ausgabe des Harlinger. Einen Film-Bericht finden Sie hier:


http://www.harlinger.de/unterhaltung/harlingertv
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 7. Feb 2014, 09:25

KONFERENZ


Quadratmeter auf Ostfriesischen Inseln kostet 6000 Euro


Auf den Ostfriesischen Inseln soll nun mit Hilfe des Landes bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden



HANNOVER/OSTFRIESLAND

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-aus Anzeiger für Harlingerland-
Von MANFRED HOCHMANN


Veröffentlicht: 06.02.2014


.

Gemeinden fordern zudem einen Ausgleich für „inselbedingte Mehraufwendungen“.


Über viele Themen wurde diskutiert auf der ersten Inselkonferenz, die MdL Holger Heymann (SPD) am Mittwoch im Landtag ins Leben rief (wir berichteten). Doch keines bewegte die Gemüter so sehr, wie die Wohnraumsituation der Insulaner auf Borkum, Juist, Norderney, Baltrum, Langeoog, Spiekeroog und Wangerooge. Die Baulandpreise liegen bei 6000 Euro – bis 11 000 Euro in der Spitze. Für eine 80-Quadratmeter-Wohnung muss man 1200 Euro Monatsmiete hinblättern.


Für die „normalen Insulaner“ ist das kaum zu stemmen – selbst wenn beide Elternteile arbeiten. Schon jetzt geht bei vielen ein komplettes Gehalt nur für das Wohnen weg. Überdies wird dauerhafter Wohnraum immer knapper. „Diejenigen, die kein Hauseigentum haben oder ein Grundstück, sind die Verlierer dieser Entwicklung“, sagte der Langeooger Bürgermeister Uwe Garrels. Der vermietbare Wohnraum schrumpfe. „Viele auswärtige Investoren erwerben Wohnraum als Kapitalanlage“, sagt Uwe Garrels.


Die Inselgemeinden möchten im Baurecht, bei der Planung von Wohngebieten, diesem Trend einen Riegel vorschieben. Dafür müsste aber das Bundesbaugesetz geändert werden. „Unsere Landesregierung unterstützt eine solche Initiative im Bundesrat“, sagte Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius in der Inselkonferenz. Ebenso werde das Land helfen, Wohnraum nach dem System der Genossenschaften zu schaffen.


Nicht nur die Bewohner, sondern auch ihre Gemeinden kämpfen mit außergewöhnlich hohen Belastungen. So sind die sieben Inseln bei der Straßenunterhaltung allein auf sich gestellt. Anders als in Festlandgemeinden gibt es hier keine Bundes-, Landes- oder Kreisstraßen, für deren Unterhaltung übergeordnete Behörden zuständig wären. Hohe Kosten verursachen auf die Feuerwehren, die wegen der fehlenden Nachbarschaftshilfe grundsätzlich als Stützpunktwehr auszurüsten sind. Die Gemeinden fordern von der Landesregierung deshalb einen Finanzausgleich für „inselbedingte Mehraufwendungen“.


Einen Video-Beitrag dazu finden Sie hier:


www.harlinger.de/unterhaltung/harlingertv
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 7. Feb 2014, 10:23

Inselkonferenz
Land unterstützt Inseln bei Wohnraum-Problem


Änderung des Baugesetzbuchs avisiert –

Teilung von Eigentum soll genehmigungspflichtig werden
Die Inselkonferenz in Hannover fand zum ersten Mal statt. Daran nahmen Innen-, Wirtschafts- und Sozialministerium teil.
von Melanie Hanz
-aus NWZ-

Hannover/Wangerooge - Auf den Ostfriesischen Inseln werden immer mehr Ferienwohnungen gebaut – bezahlbarer Wohnraum für Einheimische und Arbeitnehmer wird rar. Die Inseln schlagen Alarm und haben gemeinsam eine Resolution erarbeitet, in der sie die Bundesregierung bitten, eine Änderung von Paragraf 22 des Baugesetzbuchs zu prüfen. Darin geht es um die Begründung oder Teilung von Wohnungseigentum oder Teileigentum: Die Inseln wollen zusätzlich die „Begründung von Bruchteilseigentum“ einfügen lassen.

Teilung einschränken

Damit soll erreicht werden, dass in Gebieten mit Fremdenverkehrsfunktionen Satzungen erlassen werden können, in denen Bruchteilseigentum der Genehmigungspflicht unterworfen wird – und dann auch versagt werden kann. Vorrangiges Ziel sei, die weitere städtebaulich unerwünschte Schaffung von eigengenutzten Zweitwohnungen über das Bruchteilseigentum auf den Nordseeinseln zu verhindern.

Bei der ersten Inselkonferenz in Hannover, die der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Heymann (Neuschoo) jetzt einberufen hatte, war die Wohnsituation eines der Themen, über die diskutiert wurde. Landräte, Insel-Bürgermeister und Kurdirektoren trafen sich dazu mit Vertretern von Innen-, Wirtschafts- und Sozialministerium.

„Der Druck, bezahlbaren Wohnraum gerade auf den Inseln zu schaffen, wird immer größer“, weiß auch Wirtschaftsminister Olaf Lies. Das Land will mit den Inselgemeinden an einem Konzept für kommunalen oder genossenschaftlichen Wohnungsbau arbeiten. „Private Investoren wollen ihre Investition oft über zehn oder 15 Jahre refinanzieren. Auch das treibt die Mieten in die Höhe“, so Lies. Deshalb könnten langfristige Finanzierungen der Kommunen eine Lösung sein. Das Land könnte mit Förderungen, Krediten oder Bürgschaften unterstützen.

Förderung ermöglichen

„Und als Land werden wir jetzt gezielt ein Wohnraumförderungsgesetz auf den Weg bringen, das die spezielle Förderung auch auf den Inseln möglich machen würde. Dort, wo Landesliegenschaften vorhanden sind, könnte sich das Land auch in eine Umsetzung einbringen“, sagte er auf Nachfrage der NWZ .

Auch eine Gesetzesänderung zum Beispiel über eine Bundesratsinitiative sei zur Festschreibung der Wohnraumnutzung auf den Inseln notwendig. „Die Kommunen müssen festschreiben können, dass Wohnungen in bestimmten Gebieten dauerhaft nicht als Ferienwohnungen nutzbar sind“, betonte Lies. Das Landes-Sozialministerium wolle die Gesetzesänderung beim Bund vorantreiben
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 7. Feb 2014, 21:24

Konferenz
Tideunabhängige Fähranbindung zu Inseln das Ziel


Treffen des Wirtschaftsministers mit Bürgermeistern und Kurdirektoren

von Melanie Hanz


-aus NWZ-

Hannover/Wangerooge - Das Land Niedersachsen will gemeinsam mit den Ostfriesischen Inseln Lösungen für die tideunabhängigere Anbindung ans Festland erarbeiten. „Keine andere Tourismus-Region in Niedersachsen ist so schwer zu erreichen wie die Inseln“, sagte Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) nach der Inselkonferenz in Hannover.

Eingeladen zur ersten Inselkonferenz hatte der SPD-Landtagsabgeordnete Holger Heymann (Neuschoo), neben Lies nahmen Vertreter von Innen- und Sozialministerium teil sowie Landräte, Insel-Bürgermeister und Kurdirektoren. Die Inselkonferenz soll künftig regelmäßig einberufen werden, um den Inseln bei der Lösung ihrer Probleme zu helfen.

Gerade für den Tourismus auf den Inseln ist eine möglichst tideunabhängige Fähranbindung von entscheidender Bedeutung – „und die Anbindung ist auf allen Inseln ein Problem“, so Lies. So erwarten die Insel-Gemeinden, dass dafür beim Land künftig ein Ansprechpartner zuständig ist. Aktuell sind die Zuständigkeiten auf drei Stellen beim Bund sowie beim Verkehrs- und beim Umweltministerium verteilt. „Wir wollen das für die Inseln einfacher und effizienter machen, ohne dass die Zuständigkeiten aus den Ressorts verlagert werden“, sagte Lies zu.

Insbesondere für Wangerooge soll eine schnelle Lösung zur Verbesserung des Fahrwassers gefunden werden. Die Fahrrinne zwischen Harlesiel und Wangerooge ist seit Jahren zu flach, dadurch wurde das Zeitfenster für den Schiffsverkehr immer knapper. „Die Ausbaggerung auf 2,25 Meter Tiefe wäre ein notwendiger und zügig umzusetzender Schritt“, betonte Lies.

Ein ebenfalls alle Inseln betreffendes drängendes Problem ist der knapper werdende bezahlbare Wohnraum für Insulaner und Arbeitskräfte. Überall werden neue Ferienwohnungen gebaut, dadurch wird Wohnraum insgesamt teurer. Die Inselgemeinden haben dazu bereits eine Resolution erarbeitet, in der sie die Bundesregierung bitten, eine Änderung von Paragraf 22 des Baugesetzbuchs herbeizuführen und eine Genehmigungspflicht für Teileigentum einzufügen. Damit könnte die Schaffung von eigengenutzten Zweitwohnungen verhindert werden.

Lies zufolge will das Land die Inseln bei der Gesetzesänderung unterstützen und ein Konzept für den kommunalen oder genossenschaftlichen Wohnungsbau erarbeiten.
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 8. Feb 2014, 18:46

-aus Anzeiger für Harlingerland-
KLASSENFAHRTEN


Jugendherbergen leiden unter Boykott


Bisher schon mehr als 15 000 Übernachtungen storniert



OSTFRIESLAND

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Von KLAUS HÄNDEL


Veröffentlicht: 07.02.2014



Lehrer an Gymnasien sollen eine Stunde mehr arbeiten. Viele Schule haben daher den Boykott von Klassenfahrten beschlossen.


Die Jugendherbergen in Mecklenburg-Vorpommern, Schleswig-Holstein, Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen – somit auch in Ostfriesland – verzeichnen derzeit deutlich weniger Buchungen von Schulklassen. Der Grund: Die Landesregierung Niedersachsens will die Unterrichtsverpflichtung von Lehrern an Gymnasien von 23,5 auf 24,5 Stunden pro Woche anheben. Viele Schulen haben seither den Boykott von Klassenfahrten beschlossen.


„Der Schulfahrtenboykott der niedersächsischen Gymnasien wird zunehmend zur wirtschaftlichen Belastung für die Jugendherbergen“, erklärt Bernd Dohn, Hauptgeschäftsführer im Deutschen Jugendherbergswerk (DJH) in einer Pressemitteilung. Er spricht stellvertretend für die betroffenen Regionen von deutlich spürbaren Stornierungen der niedersächsischen Gymnasien. Dazu zählt auch Ostfriesland.


„Klassenfahrten machen knapp die Hälfte aller Übernachtungen in unseren Jugendherbergen aus. Bislang sind rund 15 000 Übernachtungen storniert worden. Dies entspricht bereits jetzt dem jährlichen Umfang einer kleinen ländlichen Jugendherberge“, so Dohn.


„In Esens sind es bisher 1400 Übernachtungen, Auf den Inseln Borkum 750, auf Juist 500und auf Wangerooge 150“,ergänzt Gesa Hauschild, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit für „Die Jugendherbergen im Nordwesten“. Auf Langeoog sei der Boykott noch nicht spürbar. Generell blicken die Jugendherbergen mit großer Sorge auf die Buchungen.
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 19. Mär 2014, 20:27

hier: Nachrichten





INSELSCHUTZ


Bund und Land sollen Zuständigkeiten neu regeln


Verkehrsministerium plant Anpassung bestehender Vereinbarung



WANGEROOGE
Veröffentlicht: 19.03.2014

-aus Je.-Wo.-

Das Bundesverkehrsministerium plant eine Anpassung der zwischen Bund und Land bestehenden Vereinbarung für den Küstenschutz auf Wangerooge. Das bestätigte Staatssekretär Enak Ferlemann in einem Schreiben an den CDU-Bundestagsabgeordneten Hans-Werner Kammer. „Letztendlich geht es darum, die jeweilige Aufgabenerledigung und Kostentragung zwischen dem Bund und dem Land Niedersachsen der aktuellen Sachlage anzupassen und neu zu justieren“, schreibt Ferlemann. Als Grund führt er eine Prüfung durch den Bundesrechnungshof an, der 2011 Sandaufspülungen vor Wangerooge kritisierte: das sei keine Bundesaufgabe. Der Bund sei nur zu Küstenschutzmaßnahmen verpflichtet, wenn es für die Sicherung der Seeschifffahrtsstraße Jade notwendig ist. Solche Sandaufspülungen seien dagegen vom Land Niedersachsen in Eigenverantwortung – allerdings bei 70-prozentiger Kofinanzierung durch den Bund – zu leisten. Der Bundesrechnungshof drängt daher darauf, die Zuständigkeit mit dem Land neu zu regeln. Ferlemann sagte Kammer zu, sich in den Gespräche zwischen Bund und Land für eine für alle Seiten tragfähige Lösung einzusetzen. „Bei allen Diskussionen um die Zuständigkeiten darf die Insel nicht gefährdet werden. Sie braucht eine schnelle Einigung zwischen Bund und Land“, betonte Kammer.
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 13. Jun 2014, 14:03

Schule
Kompromiss beendet Streit um Ferien


Terminplanung bis zum Jahr 2024 steht – Zeitkorridor in Spätsommer ausgeweitet
Die 16 Kultusminister einigten sich auf kleinere Anpassungen. Und dennoch sind nun alle zufrieden – sogar die Wirtschaftsminister.
von Karl-Heinz Reith


Berlin/Hannover - Endlich haben sie sich geeinigt. Die Kultusminister der Länder verständigten sich am Donnerstag in Berlin über die neue Schulferienplanung für die Jahre 2018 bis 2024: Die verschiedenen Bundesländer werden auch künftig nicht vor dem 20. Juni in die Sommerferien starten. Nach einem Einspruch Schleswig-Holsteins wurde der Zeitkorridor aber um einige wenige Tage in den Spätsommer hinein ausgeweitet. Letzter möglicher Ferientag ist damit nun der 13. September.

Der Zeitraum für die Termingestaltung der Sommerferien liegt damit jetzt im Schnitt bei 84,6 Tagen. Ursprünglich war ein Schnitt von 81,6 Tage vorgesehen. Die Wirtschaftsminister der Länder hatten 90 Tage verlangt.

Dementsprechend ist die niedersächsische Landesregierung mit der Einigung zufrieden. „Aus niedersächsischer Sicht können wir mit diesem Kompromiss gut leben: Die pädagogischen und schulorganisatorischen Notwendigkeiten stehen bei der erreichten Lösung weiter im Vordergrund“, sagte Kultusministerin Frauke Heiligenstadt (SPD) am Donnerstag. Die Ferienplanung liege auch im Interesse der Tourismuswirtschaft und der Urlaub machenden Familien.
Im monatelangen Streit um die Sommerferien hatten Tourismusmanager gefordert, die Ferien so weit wie möglich auszudehnen. Ansonsten gingen zahlreiche Gäste verloren. Auf der ostfriesischen Insel Wangerooge fürchtete Bürgermeister Holger Kohls (parteilos) sogar steigende Arbeitslosigkeit. Die Insel und das gesamte Bundesland seien vom Tourismus abhängig.

Die Sommerferien-Termine werden von den Bundesländern nach einem rollierenden System festgelegt: In einem Jahr starten die einen Länder früher, im anderen Jahr die anderen. Baden-Württemberg und Bayern werden weiterhin die späten Ferientermine belegen.

Die Präsidentin der Kultusministerkonferenz (KMK), NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann (Grüne), sagte, man habe bei der Terminplanung jetzt eine ausgewogene Lösung gefunden. So könnten Staus auf den Straßen und Engpässe im Tourismus vermieden werden, und alle Schüler würden in ihren Ferien in den Genuss warmer Hochsommertage kommen.

Die Kultusminister sagten, dass die Regelung „Planungssicherheit für Schulen, für den Sommerurlaub der Familien mit schulpflichtigen Kindern und für die Tourismusbranche“ schaffe. Im Jahr 2019 erstrecke sich der Gesamtzeitraum der Pfingst- und Sommerferien auf 95 Tage.

Der Vorsitzende der Wirtschaftsministerkonferenz, Harry Glawe (CDU/Mecklenburg-Vorpommern), begrüßte die Entscheidung. „Wir haben über ein Jahr dafür gekämpft.“ Das Ergebnis sei ein Erfolg für die Tourismuswirtschaft in Deutschland. In jedem Bundesland gehe es darum, die Tourismussaison über das Jahr verteilt bestmöglich auszuschöpfen.

Auch Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) lobte den Kompromiss: „Ich freue mich sehr, dass unser Engagement dazu geführt hat, eine deutliche Verbesserung zugunsten der Tourismuswirtschaft zu erreichen, ohne damit pädagogisch etwas zu verschlechtern.“
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 13. Jun 2014, 19:07

13. Juni 2014, 18:31 Uhr

-aus Radio Bremen -
Kultusministerkonferenz
Bremen begrüßt neuen Sommerferienbeschluss
Bildungsbehörden und Tourismusverbände in Bremen und Niedersachsen begrüßen, dass der Zeitraum für die Sommerferien in Deutschland gestreckt wird. Darauf haben sich die Kultusminister der Bundesländer geeinigt. Die neue Regelung soll 2018 in Kraft treten und mehrere Jahre gelten.

Keines der Bundesländer wird auch künftig nicht vor dem 20. Juni in die Sommerferien starten.

Zwischen dem frühesten Sommerferienbeginn und dem spätesten Ende liegen dann im Schnitt etwa 85 Tage. Im 2014 Sommer sind es 14 Tage weniger. Nach Meinung von Katja Benke von der Marketingorganisation "Nordsee GmbH" hat dies viele Vorteile. Hoteliers und Restaurants hätten über einen längeren Zeitraum Gäste, Urlauber eine leichtere Anreise und größere Chancen auf freie Betten, so Benke.

"Gute Entscheidung für alle Seiten"
Bremens Bildungssenatorin Eva Quante-Brandt (SPD) sprach von einer "guten Lösung", die auch pädagogisch vertretbar ist. "Ich freue mich, dass wir in der Kultusministerkonferenz eine gute Lösung für die Sommerferien gefunden haben. Es ist uns gelungen, den Ferienkorridor für den Zeitraum 2018 bis 2024 zu entzerren." Dabei seien auch die pädagogischen Aspekte berücksichtigt worden. Es sei zum Beispiel wichtig, längere Lernphasen zur Verfügung zu haben, so die Senatorin. "Die jetzt vorliegende Entscheidung berücksichtigt die Interessen der Wirtschaft und ist pädagogisch vertretbar."

Wangerooge befürchtet Umsatzeinbußen

Wasser in den Wein gießt der Bürgermeister der Nordseeinsel Wangerooge, Holger Kohls. Aus seiner Sicht sind die Inseln die Verlierer der neuen Regelung. Denn die meisten ihrer Besucher kämen aus Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen. Und sie alle werden ab 2018 vier Wochen lang gleichzeitig die Küste ansteuern –überfüllte Strände und ausgebuchte Hotels seien programmiert. Und das werde wahrscheinlich einige Urlaubsgäste vergraulen und damit den Umsatz drücken, befürchtet Kohls. Er nannte eine Zahl von rund 120 Millionen Euro allein für die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen.
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Re: Landespolitik

Beitragvon Salzufler » 14. Jun 2014, 09:27

Neue Sommerferienregelung
Tourismuschef von Wangerooge warnt vor Umsatzminus

-aus Radio Bremen-

In welchem Land sollen wann die Sommerferien beginnen? Dieser Streit ist alt. Bis auf Bayern und Baden-Württemberg wechseln sich die Bundesländer ab. Manchmal beginnen die Ferien früh oder wie dieses Jahr in Bremen extrem spät. Im nächsten Jahr können die Termine dann schon wieder anders sein. Jetzt gibt es eine neue Regelung.

Die Tourismusindustrie wünscht sich, dass die Ferien sich über einen Zeitraum von 90 Tagen verteilen. Die Kultusminister hatten sich eigentlich schon darauf verständigt, in den nächsten Jahren den Zeitkorridor auf 80 bis 86 Tage zu verkürzen. Jetzt hat es sich Schleswig-Holstein auf Druck der Tourismusverbände noch einmal anders überlegt und sich auf 85 Tage geeinigt.

Erlebnis für Tourismusverband noch nicht optimal
Holger Kohls, Bürgermeister und Kurdirektor von Wangerooge, ist mit dem Ergebnis nicht ganz zufrieden, begrüßt aber die grundsätzliche Einigung. Auch wenn das Ergebnis beispielsweise für Niedersachsen und Nordrhein- Westfalen nicht ganz optimal sei. "Unsere Vorstellung wäre, wenn insbesondere auch die Ferienzeiträume in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen auseinandergezogen und nicht so überlappen würden, wie auch in der neuen Regelung ab 2018.", sagt Kohls. Diese Überschneidung sei dann mit 29 Tagen noch gravierender als ohnehin schon.

Hohe Umsatzeinbußen
Nach Wangerooge kämen nun mal sehr viele Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. "Dem Ansturm auf Quartiere und Strandkörbe kann derzeit nicht nachgekommen werden", sagt der Kurdirektor im Nordwestradio. Das würde ab 2018 nicht nur für den Tourismusverband noch höhere Umsatzeinbußen bedeuten, sondern auch für die Hotels und Restaurants. Kohls nannte eine Zahl von rund 120 Millionen Euro allein für die Tourismuswirtschaft in Niedersachsen
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Bremen begrüßt neuen Sommerferienbeschluss
Neuer Sommerferienbeschluss, [4:30]
Gespräch mit Holger Kohls in Radio bremen
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