Rezepte rund um die Insel

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Rezepte rund um die Insel

Beitragvon Bina » 22. Jan 2011, 14:01

Sanddornlikör selbstgemacht

Sanddorn ist eine Pflanzenart, die man auf der Insel recht häufig vorkommt und gehört zu der Familie der Ölweidengewächse. Von Anfang August bis Anfang Dezember trägt der Sanddorn die kennzeichnenden sechs bis acht Millimeter langen ovalen orangeroten bis gelben Beeren, aus denen unter anderem der Sanddorn Likör hergestellt wird.

In nördlichen Gebieten, wie beispielsweise auf Borkum, wird der Sanddorn Likör auch Fasanenbrause genannt. Das Rezept variiert, denn der Likör wird mit (Doppel-) Korn sowie weißem Kandiszucker, statt mit Rum oder Wodka und braunem Zucker hergestellt.

Rezept für ein Liter Sanddorn Likör:

•1 kg frischen Sanddorn
•300 gr. braunen Zucker
•1 l Rum oder Wodka, ca. 40 %
•1 Stange Vanilleschote
Zubereitungszeit: ca. 30 Minuten

Gärungsprozess: 6-8 Wochen

Zubereitung:

Den frischen Sanddorn herausschälen, putzen und säubern. Es bleibt jedem selbst überlassen, ob man den frischen Sanddorn nimmt oder die Sanddornbeeren vorher kurz aufkochen lässt. Die Pflanzenbeeren in eine verschließbare Flasche mit einem Liter Füllmenge geben.

Die Vanilleschote aufschneiden und ausschaben. Das Mark sowie den braunen Zucker ebenfalls in die Flasche geben. Schließlich mit Rum oder Wodka auffüllen. Die Flasche verschließen und sechs bis acht Wochen am Fenster stehen lassen.

Ab und zu vorsichtig schütteln, damit sich der Zucker auflöst. Am Ende die Flüssigkeit in eine andere Flasche abseihen, so dass die Früchte und die Vanilleschote herausgefiltert werden, und schon ist der Likör fertig. Prost!
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Re: Rezepte rund um die Insel

Beitragvon Bina » 22. Jan 2011, 20:21

Pharisäer

Der Findigkeit der Friesen verdanken wir dieses Rezept. Da einen Pfarrer in Friesland Alkohol ein Dorn im Auge war, versteckten sie ihn einfach unter einer dicken Sahnehaube. Doch der Pfarrer kam ihnen auf die Schliche und wetterte:

“IHR PHARISÄER”

Zutaten:

1 Tl Zucker
1 Tl löslicher Kakao
1 Likörglas Rum
1-2 Tl löslicher Kaffee
Schlagsahne

Zubereitung:

Eine dreiviertel Tasse straken Kaffee aufgießen. In einer Vorgewärmten Tasse oder einem Teeglas Zucker, Kakao und den Rum verrühren und den heißen Kaffee dazugeben. Mit Schlagsahne zudecken.
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Updrögt Bohnen

Beitragvon Bina » 22. Jan 2011, 20:56

Updrögt Bohnen

In der Zeit als es noch keine Konserven und Tiefkühltruhen gab, haben die Ostfriesen die Bohnen, die sie auf ihren Feldern anbauten, nach der Ernte wie eine Perlenkette auf eine lange Schnur aufgefädelt und dann zu trocken aufgehängt. Waren die Bohnen dann trocken, hatten sie eine okergelbe Farbe angenommen und waren jetzt für lange Zeit haltbar.

Zutaten:

500g durchwachsener Speck
500g Kartoffeln
500g getrocknete (updrögt) Bohnen
4 Mettwürste (auch Pinkelwürste)
1 Knoblauchzehe
Pfeffer und Salz zum Abschmecken

Zubereitung:

Die Bohnen am Vortag in Wasser einweichen. Wasser abgießen. Neues Wasser auf die Bohnen geben und 30 Minuten kochen.

Den Speck zugeben und 1 Stunde kochen lassen.

Knoblauchzehe klein schneiden und mit Mettwürsten (oder Pinkelwürsten) und Kartoffeln zugeben. 20 Minuten kochen lassen.

Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
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Echter Ostfriesentee

Beitragvon Bina » 22. Jan 2011, 21:25

Echter Ostfriesentee

Zutaten:

Ostfriesentee (Ostfriesentee ist eine kräftige Ceylon - Assam - Mischung)
Weißer Kandiszucker
Süße Sahne

Zubereitung:

Für die Zubereitung eines echten ostfriesischen Tees braucht es einen Ostfriesen - Tee. Ostfriesen - Tee wird aus kräftigen Ceylon - Assam - Teemischungen hergestellt.

Für jede Tasse rechnet man einen schwach gehäuften Teelöffel und zusätzlich einen Teelöffel für die Kanne. Doch Vorsicht! Hier lauert die erste Falle für den teebeutelverwöhnten Fremdfriesen. Zum Einen sind die Teelöffel in Ostfriesland kleiner und erinnern eher an Puppengeschirr, zum Anderen wird in jedem Fall der Tee mit dieser Dosierung sehr stark. Das verträgt nicht jeder und es wäre schade, sich das Ostfriesenteeerlebnis mit einem rebellierenden Magen zu verderben.

Für die Zubereitung benutzt man meist eine dünnwandige Porzellankanne. Das dünne Porzellan nimmt dem Tee nur wenig Wärme. Immer mehr Ostfriesen benutzen auch doppelwandige Stahlkannen, die die Hitze recht lange halten.

Ausreichend frisches Wasser wird gekocht. Die Teekanne wird zuerst mit dem kochenden Wasser ausgespült. Dann wird der Tee in die Kanne gegeben. Für den Anfänger reichen 3 bis 4 Teelöffel Ostfriesentee. Wer mag, kann später die Anzahl steigern, bis die ostfriesische Stärke erreicht ist.

Der Tee wird nun mit nur einem Schuss kochenden Wassers aufgebrüht. Nun muss der Tee 5 Minuten ziehen. Danach wird die Kanne voll gegossen. Damit beim Einschenken keine Teeblätter in die Teetasse kommen, verwendet man meist Teesiebe in unterschiedliche Ausführungen.

Vor dem Teeeinschenken gibt man in jede Teetasse ein Stück Kandiszucker. Dann erst gießt man den Tee in die Tasse. Durch den heißen Tee durchziehen den Kandis jetzt knisternd viele kleine Risse.

Mit einem Sahnelöffel (Schöpfkelle in Miniaturausführung) gießt man etwas Sahne in den Tee. Dies muss so geschehen, dass die Sahne an den Innenrand der Tasse gegossen wird. Die Sahne sinkt in die Teetasse hinein und steigt dann in der Mitte als Wolke (Wulkje) auf. Der Tee wird nicht umgerührt. So sind die ersten Schlückchen leicht bitter und sahnig. Dann wird der Tee jedoch immer süßer, je leerer die Tasse wird. Dies macht den eigentlichen Genuss bei der ostfriesischen Teezeremonie aus. Wer keinen Tee mehr möchte, stellt seinen Löffel in die Tasse. Dann wird nicht mehr nachgeschenkt.

Den Tee kann man auch ohne Sahne trinken, jedoch sollte man schon den Genuss starken Tees gewöhnt sein.
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Wangerooger Eiergrog

Beitragvon Maya Mitsume » 24. Jan 2011, 15:01

Orginal Wangerooger Eiergrog

Zutaten:

1 Ei + 1Ei für jeden weiteren Eiergrog
3 Teelöffel Brauner Zucker
2cl braunen Rum
1cl Friesengeist
4cl Weisswein
1 bis 2cl Waldmeister-Sirup
geschlagene Sahne, Dekowaffel

Zubereitung:

  • Ei in einer Schüsselgeben, Zucker zugeben und in einem Heißen Wasserbad mit dem Mixer schaumig-Cremig mixen (kann bis 10 min dauern)
  • Rum und Friesengeist in der Microwelle erwärmen (nicht Kochen!) bis 60°C, und langsam der masse untermixen. Dabei den Mixer auf unterste stufe halten
  • Masse 1min auf volle Leistung mixen. Darauf achten, das Wasserbad heiss ist, falls notwenig Kochendes Wasser nachfüllen.
  • Weisswein erhitzen und zum abrunden cl-weise zugeben (je nach geschmack)
  • Sirup bei niedrigster Mix-Stufe untermixen
  • Eiergrog in einem hohen, breiten und vorgewärmten Glas geben, mit Sahnehaube verzieren, Waffel dazu und fertig.

Gutes Gelingen.

Tip: Gelingt auch mit Himbeersirup
Lebe deine Träume, aber Träume nicht dein Leben!
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Re: Rezepte rund um die Insel

Beitragvon Salzufler » 24. Dez 2014, 12:54

Weihnachten
Traditionen bestimmen das Festessen


Wangerooger geben Einblicke in ihre Kochtöpfe – Tipps für leckere Rezepte an Feiertagen
Für viele Menschen gehört ein traditionelles Essen zu Weihnachten oder auch zu Silvester.
Drei Wangerooger verraten ihre Lieblingsrezepte und geben Tipps für ein gelungenes Essen.
von Antje Brüggerhoff

Wangerooge - „Manchmal fühle ich mich an Weihnachten wieder wie ein Kind“, schwärmt Sandra Weller. Der Grund: Das Essen, das zu einer richtigen Tradition geworden ist. Schon seit sie denken kann, gibt es über die Weihnachtstage bei Familie Weller von Wangerooge nämlich das gleiche Essen.



Tipps zum Fest von den Wangeroogern:

Sandra Weller:
Ente, zubereitet im Römertopf

Römertopf etwa zwei Stunden in kaltem Wasser einweichen.
Bett aus Sauerkraut legen, ein Lorbeerblatt und Wacholderperlen hinzulegen.
Darüber Cocktailfrüchte (ohne Wasser), eine grüne Paprika, 1 bis 2 kleine Zwiebeln und eine Prise Zucker geben.
Ente mit Thymian und Meersalz einreiben und in den Topf legen, im Ofen bei etwa 170 bis 180 Grad für zwei Stunden garen lassen.
Ente aus dem Topf nehmen und nochmals für 20 Minuten auf dem Rost bei 180 Grad nachbräunen lassen damit sie knusprig wird.

Volker „Charlie“ Langhoop:
Wangerooger Mandelkekse

1000 g Mehl, 3 Pakete Butter (Tipp: Etwas erwärmen und schmelzen), 2 Eier, 750 g Zucker, eine Tüte Backpulver, eine Prise Salz und Zimt, 3 Pakete ganze ungeschälte Mandeln, 1 EL Amaretto
Teig in kleine längliche Würstchen rollen und zwei Tage im Kühlschrank durchziehen lassen.
Mit einem scharfen Messer Scheiben von den Würstchen schneiden, etwa 10 Minuten bei 180 Grad im Ofen backen.


„Jedes Jahr gibt es an Heiligabend bei uns Fondue, und jedes Jahr werden dazu zwei Dips gereicht: Meerrettich-Sahne und Preiselbeere-Sahne“, erzählt Sandra Weller. „Ohne die geht’s einfach nicht.“ Das Rezept stammt von ihrer Großmutter aus Berlin. „Im ersten Moment hört sich die Mischung vielleicht etwas befremdlich an, aber das schmeckt so gut“, meint sie. Gemischt werden Meerrettich und Preiselbeeren einfach mit aufgeschlagener Sahne, mehr kommt nicht hinzu. „Und der Meerrettich muss richtig in der Nase ziehen“, fügt Sandra Weller hinzu.

Am Ersten Weihnachtsfeiertag gibt es in der Familie jedes Jahr Ente mit Sauerkraut und Klößen. Die Ente bereitet Sandra Wellers Mutter stets nach demselben Rezept zu. „Meiner Familie und mir ist die Tradition wichtig“, sagt Weller. „Wenn wir dann alle zu Hause sind, herrscht so ein schönes Zusammengehörigkeitsgefühl“.

Gehütetes Geheimrezept

Zu Silvester backt die Familie Neujahrskuchen und Berliner – auch das gehört in jedem Jahr dazu. „Gebacken werden die Neujahrskuchen dann nach Oma Hertas altem wohlgehüteten Geheimrezept“, erzählt Sandra Weller. Das traditionelle Essen gefällt jedem in der Familie so gut, dass sie sich manchmal schon im September auf die Ente mit Sauerkraut freuen. „Dann liegt uns der Geschmack schon richtig auf der Zunge.“

Etwas anders geht es über die Feiertage bei Ulrike Wilhelmi zu: „Was wir essen, wird eigentlich immer sehr spontan entschieden – in diesem Jahr gibt es Kartoffelsalat mit Kassler.“ Die Wangeroogerin kocht gerne für ihre Familie. „Über die Feiertage ist es uns aber immer wichtig, dass alles sehr entspannt zugeht“, erzählt Ulrike Wilhelmi. „Man hat das ganze Jahr über genug Stress, da möchten wir es an den Feiertagen entspannt zugehen lassen“.

Deshalb versucht sie Gerichte zu wählen, die man gut vorbereiten kann, so dass sie über Weihnachten nicht viel tun muss. „Den Kasslerbraten kann man zum Beispiel einfach bei etwa 90 bis 100 Grad ganz langsam für fünf Stunden im Ofen garen lassen“, erklärt sie. Und den Kartoffelsalat kann man bereits einen Abend vorher zubereiten und im Kühlschrank ziehen lassen. „Aber vor dem Verzehr rechtzeitig herausnehmen“, rät Ulrike Wilhelmi. Ihr weiterer Tipp: Alle Zutaten, von Kartoffeln über Gurken und Eier bis zu den Zwiebeln ganz klein schneiden – das sieht nicht nur besser aus, sondern schmeckt auch besser.

An Silvester gibt es bei den Wilhelmis meist ein buntes Büfett. Neben Verwandten kommen nämlich auch Freunde zu Besuch, so dass schon mal bis zu 20 Leute beisammensitzen. „Viele Freunde meiner Kinder kündigen schon früh an, dass sie allein wegen des Büfetts gerne an Silvester vorbei kommen“, erzählt Ulrike Wilhelmi. „Deshalb mache ich das auch am liebsten. So ist meist für jeden etwas dabei.“ Von Hackfleisch-Bällchen bis zur Salattorte (Salat in Schichten in eine Kuchenform geben) serviert Ulrike Wilhelmi etwas für jeden Geschmack, dazu gibt es zahlreiche Soßen und Dips. „Außerdem passt ein Büfett gut zu Silvester, da wir noch die ganze Nacht über immer mal etwas naschen können.“ Und auch die Vorbereitungen mit der Familie machen Ulrike Wilhelmi Spaß. „Dann machen wir es uns gemütlich und schnippeln alle etwas für die Salate“, sagt sie.

Bei Familie Langhoop übernimmt Volker „Charlie“ Langhoop das Kochen: Das hat er nämlich gelernt. In Bremen absolvierte er seine Lehre und kochte sogar auf Kreuzfahrtschiffen. „Da musste ich über die Feiertage oft Karpfen zubereiten“, meint Langhoop und erklärt: „Die dachten, weil ich von der Insel komme, kann ich bestimmt gut Fisch kochen.“

90 Jahre altes Kochbuch

Heute kocht der Wangerooger nur noch für die Familie. Seine Rezepte hat er aus einem 90 Jahre alten Kochbuch, das in seiner Familie über Generationen weitergereicht wurde. An Weihnachten gibt es meist Fondue, in diesem Jahr auch eine Gans. „Gutes Essen gehört einfach dazu“, erzählt Langhoop.

Ein ganz besonderer Tipp des Kochs: „Wangerooger Mandelkekse“. „Darüber habe ich sogar mal ein Gedicht geschrieben: Wangerooger Mandelkeks – dich möchte ich essen stets . . .“, beginnt Langhoop. Obwohl die Mischung ein altes Familienrezept ist, möchten die Langhoops es gerne weitergeben.

Über Neujahr gibt es bei ihnen Roast Beef, dazu einen großen Topf mit selbst gemachter Remoulade. Beides steht in der Küche auf dem Tisch, so dass sich jeder bedienen kann. „Lange steht der Topf dort aber nicht – das ist nämlich alles ganz schnell weggeputzt“, verrät Charlie Langhoop lachend.
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