Naturschutz

Nachrichten und Neuigkeiten rund um Wangerooge
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 22. Jun 2014, 00:30

Wangerooge – Groningen

21/06/2014 | von Admin-Mellumrat


Kornweihen Weibchen 2014 als Brutvogel in den Niederlanden

Ein Kornweihen-Weibchen welches 2011 im Sanddorntal auf Wangerooge geschlüpft ist brütet dieses Jahr in einem Getreideacker südlich von Groningen. Anhand einer individuellen Farbringmarkierung konnte der Vogel eindeutig identifiziert werden.
Kornweihen gehören zu den seltensten und stark gefährdeten Brutvogelarten in Deutschland. Die Ostfriesischen Inseln im Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ und UNESCO-Weltnaturerbe sind für brütende Kornweihen von herausragender Bedeutung, da sie mittlerweile nahezu den gesamtdeutschen Brutbestand beherbergen. Auf Wangerooge brüten jedes Jahr 1 – 3 Paare, jedoch nicht immer erfolgreich.
Der in Groningen entdeckte Brutvogel wurde am 26.06.2011 als Jungvogel auf Wangerooge beringt und am 06.07.2011 wurde er noch auf Wangerooge beobachtet, danach nicht mehr. Nun ist das Kornweihen-Weibchen Brutvogel in den Niederlanden.
Im Rahmen eines Forschungsprojektes zur Entwicklung eines Schutzkonzeptes für Kornweihen im Nationalpark “Niedersächsisches Wattenmeer” werden auf den ostfriesischen Inseln junge Kornweihen mit Farbringen markiert um mehr zu Rückkehr- bzw. Überlebenswahrscheinlichkeiten, Geburtsortstreue, Rast- und Überwinterungsgebieten dieser gefährdeten Greifvogelart zu erfahren.

Mehr unter:
http://www.landeco.uni-oldenburg.de/62183.html
http://www.nationalpark-wattenmeer.de/n ... utzkonzept
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 23. Jun 2014, 21:24

UNESCO
-aus Je.Wo.-

Gesamtes Wattenmeer Welterbe
Kritiker beklagen: Das Etikett nützt vor allem dem Tourismus
DOHA/WILHELMSHAVEN
Veröffentlicht: 23.06.2014
Enemark: „Größter Erfolg“ der Zusammenarbeit der Anrainerstaaten.
Die Unesco hat das Weltnaturerbe Wattenmeer erweitert. Nach der Entscheidung der Kulturorganisation der Vereinten Nationen vom Montag in Doha gehören nun auch der dänische Teil des Wattenmeers und zusätzliche niedersächsische Offshore-Gebiete zum Welterbe. Kritiker beklagen, Ausnahmegenehmigungen erlaubten weiterhin Ölbohrungen – und das Etikett Welterbe nütze vor allem dem Tourismus.


Das grenzüberschreitende Weltnaturerbe Wattenmeer erstreckt sich auf 11 500 Quadratkilometern über Deutschland, Dänemark und die Niederlande. Das Areal gilt als weltweit größtes zusammenhängendes Watt-Inselgebiet. Teile davon sind schon seit 2009 auf der Unesco-Liste.


Jens Enemark, Leiter des Wattenmeersekretariats (Wilhelmshaven), sagte in Katar: „Das ist der größte Erfolg für die gemeinsamen Bemühungen der drei Wattenmeerstaaten seit der Gründung der Zusammenarbeit 1978.“


Der Wattenrat Ost-Friesland bemängelte dagegen, die Erweiterung um die Wasserflächen des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer werde „die Schutzinhalte des Nationalparks nicht ansatzweise verbessern“.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 24. Jun 2014, 21:02

KALI-ABWÄSSER


Landkreis will notfalls gegen Pipeline-Bau klagen
Zwei Fachausschüsse beschließen einstimmig Resolution
JEVER/WANGERLAND
HBU
Veröffentlicht: 24.06.2014
Landrat sieht in dem Verfahren elementare Grundsätze der Raumplanung verletzt.
Der Landkreis Friesland wird notfalls mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bau einer Abwasser-Pipeline aus dem hessisch-thüringischen Kali-Abbaugebiet in den Jadebusen nahe Hooksiel vorgehen. Montagnachmittag haben sich der Wirtschafts- und der Umweltausschuss des Kreistages in einer gemeinsamen Sitzung in Jever mit diesem Thema befasst und einstimmig eine Resolution gegen die Einleitung von Salz-Abwässern in die Nordsee beschlossen.


Landrat Sven Ambrosy sieht den möglichen Klageweg schon deshalb offen, weil im laufenden Raumordnungsverfahren für den Bau der Pipeline der Grundsatz elementar verletzt worden sei, dass ein solches Verfahren ergebnisoffen angelegt sein muss.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 26. Jun 2014, 11:07

Natur
Weltnaturerbe Wattenmeer feiert 5. Geburtstag
Kostenlose Veranstaltungen für Einheimische in Wangerland und Wangerooge
von Melanie Hanz

Wangerooge/Wangerland - Seit fünf Jahren darf sich das Wattenmeer vor der deutschen und niederländischen Nordseeküste in einer Reihe mit dem Grand Canyon in Amerika und dem Great Barrier Reef in Australien nennen. Am 26. Juni 2009 ist das Wattenmeer von der UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt worden. Mit dieser besonderen Auszeichnung wird die Einzigartigkeit dieser Naturlandschaft herausgestellt.

Um das Wattenmeer zu schützen ist es schon seit mehreren Jahrzehnten Nationalpark. Dadurch soll das Wattenmeer für kommende Generationen erhalten bleiben – als Erbe der Menschheit.

Seit dem 23. Juni 2014 sind nun auch das dänische Wattenmeer und deutsche Offshore-Gebiete Teil des Weltnaturerbes Wattenmeer. Das Gebiet umfasst nun das gesamte Wattenmeergebiet von Esbjerg in Dänemark bis Den Helder in den Niederlanden und ist somit eins von nur drei transnationalen Weltnaturerbestätten, die sich über drei Länder erstrecken.

Jedes Jahr um den 26. Juni herum feiert die Wattenmeerküste mit verschiedenen Aktivitäten den Geburtstag des Weltnaturerbes Wattenmeer. In diesem Jahr schon zum fünften Mal. Auch auf Wangerooge wird der Geburtstag gebührend begangen. Das Team des Nationalpark-Hauses und des Mellumrats bieten am Freitag, 27. Juni, einen gemütlichen Spaziergang in den „Wilden Osten“ der Insel an.

Beginn der Wanderung ist um 14.30 Uhr an der Oststation des Mellumrats. Anmeldungen sind notwendig unter Tel. 04469/8397. Die Teilnahme kostet für Erwachsene 5 Euro, für Kinder 4 Euro, Einheimische dürfen kostenlos mitkommen.

Auch im Wangerland finden zum 5. Welterbe-Geburtstag Veranstaltungen statt: So lädt Nationalparkwattführer Wolfgang Gedat zur „Lyrischen Abendwattwanderung“ ein, um die Schönheit des Weltnaturerbes zu erleben. Die kostenlose Wattwanderung beginnt am Sonnabend, 28. Juni, um 19 Uhr an der kleinen Hütte mit den Leuchttürmen außendeichs unterhalb der Strandkasse in Schillig. Voranmeldungen unter Tel. 04426/90 45 90 oder 0174/99 45 810.

In Hooksiel bietet Rolf Gerdes am Freitag, 27. Juni, um 18.30 Uhr eine Wattwanderung „Hooksieler Wattdetektive“ an. Treffpunkt ist das Strandgebäude 1 in Hooksiel
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 12. Jul 2014, 12:44

Umwelt
Neue Ideen bereichern Nationalpark-Häuser


Studenten arbeiten in Greetsiel, Wangerooge und Carolinensiel

Carolinensiel/Wangerooge - Drei Studenten absolvieren zurzeit Praktika in den Nationalpark-Häusern auf Wangerooge, in Carolinensiel und Greetsiel. „Das besondere ist, dass sich jeder ein Thema sucht und es umsetzt. Das bereichert die Arbeit im Nationalpark-Haus“, sagt Christiane Janssen, Leiterin in Carolinensiel.

Ermöglicht wird das dreimonatige Praktikum durch eine Kooperation der Nationalparkverwaltung mit der Commerzbank. Die Bank ermöglicht seit 20 Jahren Studenten, den Hörsaal zu verlassen und in einer der 25 nationalen Naturlandschaften zu arbeiten. Die Praktikanten, bisher waren es rund 1300, bekommen finanzielle Hilfen, sagen Thorsten Füllmann und Biljana Slowik als regionale Vertreter der Commerzbank (Filiale Wilhelmshaven).

Frederike Weißleder, 27-jährige Studentin aus Thüringen, hat für das Nationalpark-Haus Wangerooge beeindruckende Bilder und Informationen zusammengetragen. Sie werden ab dem letzten Juli-Wochenende im Rahmen der Feierlichkeiten zum fünften Geburtstag des Weltnaturerbes Wattenmeer auf der Nordseeinsel in einer Sonderausstellung gezeigt.

Während sich das Praktikum von Weißleder bereits dem Ende zuneigt, hat die 20-jährige Ruth Schädlich aus Emden ihr Praktikum in Greetsiel gerade begonnen. Sie will sich mit Umweltbildungsprogrammen für Kinder befassen, das Wattenmeer erkunden, einen Eimer Watt holen und untersuchen. „Damit die Kinder lernen, warum der Lebensraum so wichtig und besonders ist“, sagt sie
.

Mittendrin im Praktikum ist David Faro. Der 26-jährige Italiener studiert in Rostock. Im Nationalparkhaus Carolinensiel beschäftigt er sich mit Projekten zu Physik und Wetter. Ihm schweben dabei Experimente mit Kindern und Jugendlichen vor. Es soll darum gehen, wie Wellen und Wetter entstehen, warum die Deiche so und nicht anders geformt sind. Für den fünften Geburtstag des Weltnaturerbes hat Faro eine mannshohe Fünf aus Pappe gestaltet.

Neben den eigenen Projekten stehen bei den Studierenden Führungen zum Nationalpark mit seiner Tier- und Pflanzenwelt sowie die Betreuung von Ausstellungen in den Nationalpark-Häusern im Vordergrund. „Manch beruflicher Werdegang wurde durch so ein Praktikum schon beeinflusst“, weiß Christiane Janssen.

Die Bewerbungsfrist für das nächste Umweltpraktikum der Commerzbank 2015 läuft von Oktober bis Januar.

   www.umweltpraktikum.com
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 24. Jul 2014, 12:42

Mit dem Wangerooger „Vogelzug“ durch die Salzwiesen zu den Zugvögeln



Kategorie:


Exkursion mit dem Zug
.

Für:


Erwachsene,

Kinder
.



Diese Fahrt führt Sie über die Hochwasserzeit in einen der sensibelsten und am strengsten geschützten Naturbereiche der Insel Wangerooge. Mit der Bahn geht es durch die Salzwiesen in der Ruhezone des Nationalparks Niedersächsisches Wattenmeer. Hier rasten zur Zeit des Herbstzuges hunderte Watvögel. Während zweier Stopps der Inselbahn lassen sich die Vögel aus nächster Nähe ungestört beobachten. Vogelarten werden bestimmt, Spannendes wird über den Vogelzug erzählt und nebenher der extreme Lebensraum der Salzwiese betrachtet. Es besteht die Möglichkeit, am Hafen Wangerooge auszusteigen und den Rückweg individuell zu gestalten.

Besonderheiten: Karten erhältlich im Nationalpark-Haus Wangerooge. Wenn vorhanden Fernglas mitbringen, auf Nachfrage können Ferngläser ausgeliehen werden.



Wann:


15.10.2014 - 16:45
.

Dauer:


1,5 Stunden
.

Treffpunkt:








Bahnhof Wangerooge





Bahnhofstraße 6

26486 Wangerooge.

| Anfahrtsskizze mit Google »
..

Veranstalter:


Nationalpark-Haus Wangerooge mit der Schiffs- und Inselbahn Wangerooge
| Details zum Veranstalter »
.

Ausrüstung:


Fernglas
.

Kosten:


Erwachsene 10,- €, Kinder bis 14 Jahre 6,- €
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 29. Jul 2014, 09:08

25 Jahre Rosenhaus

-aus NWZ-



Auf Wangerooge wurde ein besonderes Jubiläum gefeiert: 25 Jahre Nationalpark-Haus. Bei bestem Wetter richtete ein 50-köpfiges Team das große Sommerfest auf dem Gelände der alten Grundschule aus. Mehr als 1400 Gäste spielten, bastelten, malten und halfen Wattschnecke Wilma auf ihrem Weg ins Nationalpark-Haus. Zum Fest gab es zwei neue Sonderausstellungen zu „25 Jahre Nationalpark-Haus Wangerooge“ und „5 Jahre Weltnaturerbe Wattenmeer“ zu sehen. NABU und Mellumrat begeisterten mit tollen Mitmachaktionen. Dank großzügiger Spenden fand auch in diesem Jahr eine große Tombola statt. Zum 25. Geburtstag gab es neben zahlreichen Glückwünschen selbst gebackene Kuchen und Torten. Das Puppentheater „Lila Bühne“ sorgte mit „Hektik am Wattenmeer – wo kriegen wir bloß das Wasser her?“ für lustige Unterhaltung. Der Abend klang mit irischer Musik der Gruppe An Seísíún aus. „Das Nationalpark-Haus kann eine stolze Bilanz ziehen. Wir haben 908 931 Gäste mit unseren Ausstellungen und 438 138 mit unseren 20 635 Veranstaltungen erreicht. Bisher waren 443 Menschen ehrenamtlich und 20 hauptamtlich in unserem Hause tätig“, so Silke Schmidt, Leiterin des Nationalpark-Hauses. „Für die Zukunft wünsche ich mir nun einen erfolgreichen Umbau des Nationalpark-Hauses. Der Baubeginn an der Friedrich-August-Straße 18 ist für Mitte September geplant. Wenn die Bauarbeiten gut vorangehen, ziehen wir vielleicht bis Herbst 2015 wieder in unser altes Domizil.“
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 13. Aug 2014, 13:06

Salzufler hat geschrieben:KALI-ABWÄSSER


Landkreis will notfalls gegen Pipeline-Bau klagen
Zwei Fachausschüsse beschließen einstimmig Resolution
JEVER/WANGERLAND
HBU
Veröffentlicht: 24.06.2014
Landrat sieht in dem Verfahren elementare Grundsätze der Raumplanung verletzt.
Der Landkreis Friesland wird notfalls mit allen rechtlichen Mitteln gegen den Bau einer Abwasser-Pipeline aus dem hessisch-thüringischen Kali-Abbaugebiet in den Jadebusen nahe Hooksiel vorgehen. Montagnachmittag haben sich der Wirtschafts- und der Umweltausschuss des Kreistages in einer gemeinsamen Sitzung in Jever mit diesem Thema befasst und einstimmig eine Resolution gegen die Einleitung von Salz-Abwässern in die Nordsee beschlossen.


Landrat Sven Ambrosy sieht den möglichen Klageweg schon deshalb offen, weil im laufenden Raumordnungsverfahren für den Bau der Pipeline der Grundsatz elementar verletzt worden sei, dass ein solches Verfahren ergebnisoffen angelegt sein muss.




Weiter Streit um Salzpipeline
-aus WDR-
(09.24 Uhr)


Die Salzbelastung der Weser führt jetzt zum politischen Streit in Ostwestfalen-Lippe. Der CDU-Landtagsabgeordnete Hubertus Fehring aus Höxter hat die geplante Kali + Salz-Pipeline von Hessen bis zur Nordsee infrage gestellt, weil sie in Niedersachsen abgelehnt wird. Das sorgt für parteiübergreifendes Unverständnis. Auch Hubertus Fehring will die Weser von der Salzfracht aus der hessischen Kali-Industrie befreien. Doch anstelle der Nordsee-Pipeline fordert er nun, die Salzabwässer gleich vor Ort aufzubereiten. Die Grünen kritisieren diesen Vorstoß. Die Techniken dafür hätten ihre Grenzen und verbrauchten sehr viel Energie. Die Salz-Pipeline sei deshalb langfristig die einzige Chance, die Weser zu entlasten, meint auch die SPD im Kreis Höxter. Und selbst der CDU-Kreisvorsitzende Christian Haase hält gar nichts von der Kehrtwende seines Parteikameraden Fehring.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 14. Aug 2014, 10:05

-aus Je.-Wo.-
NATURSCHUTZ


Knallapparate stören die Kommunikation der Wale


Auf der Suche nach Nordseegas dröhnen Schallkanonen durch Meeresgebiete – Verbot gefordert
BORKUM
DPA/LNI
Veröffentlicht: 13.08.2014
Lautstarke Schallkanonen in der niederländischen Nordsee haben Naturschützer in Deutschland alarmiert. Der Einsatz von dröhnenden Knallapparaten zur Erforschung von Gasvorkommen gefährde Schweinswale und Fische, kritisierte der Bund für Umwelt- und Naturschutz Deutschland (BUND). Gesucht wird in einem Gebiet in den Niederlanden, das direkt an das deutsche Schutzgebiet Borkum Riffgrund grenzt.


Schallkanonen stoßen für Untersuchungen der tiefen geologischen Schichten im Meeresboden explosionsartige Geräusche aus. Die 6.000 Meter langen Schläuche der Knallapparate werden in einer Breite von 700 Metern hinter dem Spezialschiff hergezogen. Der vom Nordseegrund reflektierte Schall soll Hinweise auf Öl- und Gasvorräte geben.


Für die BUND-Meeresschutzexpertin Nadja Ziebarth geht das bloße Interesse der deutschen Behörden nicht weit genug. Bundesumweltministerin Barbara Hendricks (SPD) müsse dringend mit ihren niederländischen Kollegen sprechen und ein Verbot von Schallkanonen in sensiblen Gebieten auf den Weg bringen, sagte sie. Derartige Untersuchungen dürften ihrer Ansicht nach eigentlich nach dem nationalen und europäischen Naturschutzrecht nicht genehmigt werden.


Auch das Bundesamt für Naturschutz in Bonn teilt die Kritik. Dort schließen Experten Hörschäden für Schweinswale nicht aus. Die Untersuchungen könnten zudem erhebliche Folgen für große Teile des Meeresschutzgebietes haben.


Die Schallkanonen seien mit bis zu 265 Dezibel 10 000 mal lauter als Düsenflugzeuge, sagte Ziebarth. Damit störten sie die Kommunikation der Schweinswale, die sich mit Klicklauten untereinander verständigen und damit auch ihre Beute aufspüren. Zudem brächten Schweinswale von Juni bis August ihre Jungen zur Welt und paarten sich direkt danach. In dieser empfindlichen Zeit sei der Lärm eine enorme Belastung für die Tiere, sagte die Meeresschutzexpertin.
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Re: Naturschutz

Beitragvon Salzufler » 24. Aug 2014, 21:25

Sanierungsbeginn am Rosenhaus


Wangerooge - Nach den derzeitigen Planungen soll die Sanierung des Wangerooger Rosenhauses pünktlich am 15. September beginnen. Das berichtete Bauamtsleiterin Beate Grimm auf Nachfrage. In diesen Tagen würden die letzten Angebote ausgewertet. Das Gebäude wird energetisch saniert und barrierefrei umgebaut
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